Dropbox und Co.

29. Juli 2013 15:15; Akt: 29.07.2013 15:28 Print

Stiftung Warentest warnt vor Cloud-Diensten

Teuer und mangelhaft bei der Datensicherheit: Die IT-Experten der deutschen Konsumentenorganisation lassen kaum ein gutes Haar an den grossen Online-Speicherdiensten – mit einer Ausnahme.

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Cloud-Dienste wie Dropbox, iCloud oder SkyDrive sind praktisch, um kleinere Dateien wie Fotos online zu speichern und so auf verschiedenen PCs, Tablets und Smartphones zur Verfügung zu haben. (Bild: Colourbox)

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«Zur Datensicherung eher ungeeignet», lautet das vernichtende Urteil der deutschen Stiftung Warentest nach der Analyse der wichtigsten Online-Speicherdienste. Ausgerechnet bei der Datensicherheit und dem Datenschutz machten die 13 getesteten Cloud-Angebote eine schlechte Falle – mit einer Ausnahme. Der Schweizer Online-Speicherdienst Wuala – inzwischen im Besitz des französischen Computerzubehör-Herstellers LaCie – erhält als einziger Anbieter gute Noten. Er sei der einzige, der die vom Nutzer hochgeladenen Dateien nicht einsehen könne. Bei Wuala werden die Daten bereits vor dem Upload auf dem Gerät des Users verschlüsselt. Dies bietet den grösstmöglichen Schutz vor Spionage.

Cloud-Dienste wie Dropbox, iCloud oder SkyDrive sind praktisch, um kleinere Dateien wie Fotos online zu speichern und so auf verschiedenen PCs, Tablets, Smartphones oder gar dem TV-Gerät jederzeit zur Verfügung zu haben. Online-Speicher sind auch nützlich, um Daten mit einem eingeschränkten Personenkreis wie der Familie oder Freunden zu teilen. Beispielsweise ist es möglich, Ferienfotos anderen zugänglich zu machen – ohne sie auf Facebook veröffentlichen zu müssen.

Externe Festplatte: günstig und sicher

Zur Datensicherung seien die Cloud-Dienste eher unpraktisch, schreibt die Stiftung Warentest. Sie rät daher für private Backups zu externen Festplatten zu greifen. Diese bieten wesentlich mehr Speicherplatz und sind inzwischen günstig zu haben. Wirklich «grosse Datenmengen auf einen Speicher im Internet hoch- und herunterzuladen, würde Tage dauern. Ausserdem dürften die wenigsten Nutzer mit den Gratisangeboten der Cloud-Dienste hinkommen.»

In der Tat stellen Amazon, Apple, Google, Microsoft und Co. nur eine handvoll Gigabyte gratis zur Verfügung. Wer den Speicher aufstocken will, zahlt laut Stiftung Warentest beim günstigsten Anbieter 37 Euro (umgerechnet 46 Franken) jährlich für 100 Gigabyte. Zu sagen ist, dass es auch Anbieter mit 50, 100 oder mehr Gigabyte freiem Online-Speicherplatz gibt. Die Seriosität dieser Angebote steht allerdings nicht immer ausser Frage.

Vorsicht bei Cloud-Anbietern aus den USA

Explizit wird europäischen Unternehmen von US-Cloud-Angeboten wie Apples iCloud, Microsofts SkyDrive, Googles Google Drive oder Dropbox abgeraten. In Europa gebe es Datenschutzgesetze mit hohen Anforderungen, in den USA sehe das jedoch anders aus. Dort können Ermittlungsbehörden sehr leicht auf Daten, die auf US-Servern liegen, zugreifen. Spätestens seit dem Abhörskandal um PRISM ist bekannt, dass Nachrichtendienste vertrauliche Dokumente, die online gelagert werden, anzapfen können. Diese Gefahr können Firmen minimieren, indem sie Geschäftsgeheimnisse mit Sicherheits-Software wie TrueCrypt und Boxcryptor bereits lokal auf den eigenen Rechnern konsequent verschlüsseln.

Das Fazit: Für die rein private Nutzung mag die Sicherheit von Cloud-Diensten genügen, Firmen mit sensiblen Unternehmensdaten sollten sich aber gut überlegen, ob sie ihre Geschäftsgeheimnisse in der Cloud speichern wollen.

(owi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas Hugentobler am 29.07.2013 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Skydrive

    Mir ist schon bewusst, dass Daten auf Skydrive sicherlich nicht ganz so sicher geschützt sind, aber es ist halt praktisch, wenn man erstens gleich alle Dokumente zur Verfügung hat (Sinn und Zweck einer Cloud), aber bei Skydrive oder GoogleDrive diese auch gleich noch bearbeiten kann. Wenn es um Datensicherheit ginge, würde ich ja gerne meine eigene Cloud mit bspw. Synology machen, aber da gibt es halt keine gescheiten Online-Editoren. Sprich, es bleibt dann einfach ein "runter/raufladen", ohne Editierfunktion, welche halt schon praktisch ist...

    einklappen einklappen
  • RvN am 29.07.2013 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit und Funktion sind zweierlei

    bloss dass eine Cloudlösung sicher ist, bedeutet noch lange nicht, dass sie gut funktioniert und einen brauchbaren Kundendienst hat. Wuala ist vielleicht sicherer als andere, aber wenn man einige hundert GB bewirtschaftet, ist es Schrott...

  • uso drgn am 30.07.2013 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    chillets mau !

    Auch wen man daten zu hause im ordner versteck kan ein dieb kommen. das haus kann brennen etc.! irgend wan mus mann es denen das göhnen ich speichere immer meine alle daten bei dropbox ich ja keine firma oder sonst was teueres habe bis jetzt hatte ich keine probleme !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dlod am 30.07.2013 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jh

    Bei iCloud bin ich nur um Mein iPhone finden zu benutzen, Geräte drahtlos zu synchronisieren und um in Zukunft Word (Bzw. Pages) Gratis zu benutzen

  • Michael Riedweg am 30.07.2013 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr Nützlich

    Ich finde diese Dienste extrem nützlich. Gerade wenn man zum Beispiel eine Arbeit schreibt kann man von überall auf die Daten zugreiffen und das Backup ist gewährleistet. Und wenn jemand diese Daten sieht-egal. Professionelle heikle Daten sollte man dann schon in einer professionellen Cloud wie von IBM oder dergleichen verwalten. Aber bei der privaten Nutzung gilt wie immer bei der Nutzung vom Internet den gesunden Menschenverstand zu benutzen.

  • uso drgn am 30.07.2013 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    chillets mau !

    Auch wen man daten zu hause im ordner versteck kan ein dieb kommen. das haus kann brennen etc.! irgend wan mus mann es denen das göhnen ich speichere immer meine alle daten bei dropbox ich ja keine firma oder sonst was teueres habe bis jetzt hatte ich keine probleme !

  • Christian Schoch am 30.07.2013 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    50 Jahre Technologie Vorsprung

    Ich lache mir einen Schranz in den Bauch. Viele der Schreiber da sehen sich tatsächlich als die grossen EDV Experten. Denkt daran, es gibt immer wer der schlauer ist als ihr und der wird euere kleinen Datenvertecker Versuche locker knacken, auch dann wenn eure Daten total uninteressant sind. Die Leute vor denen ihr Daten verstecken wollt sind a. keine Anfänger und b. haben gegenüber uns allen 50 Jahre Technologie Vorsprung.

  • Paul Mircher am 30.07.2013 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bankschliessfach

    Ich mache alle paar Wochen ein Backup meiner Daten (nur ca. 120GB) und lege sie in mein Bankschliessfach, die Daten meines Kollegen sind auch darin (wer angst vor einer überflutung hat kann die HD's noch in wasserdichte Säcke einpacken, z.B. Loksak). Die Festplatten sind noch mit Truecrypt verschlüsselt, damit bei Verlust der finder nur die Festplatte hat. Wuala als Cloud habe ich auch, aber nur für Fotos und dafür ist Wuala mehr als genug sicher.