Ausstellung

15. Januar 2020 21:34; Akt: 16.01.2020 13:27 Print

Auf diesen Maschinen haben wir früher gespielt

Eine neue Ausstellung im Landesmuseum zeigt die Geschichte der Videogames während der letzten 50 Jahre. Die Besucher können mitspielen.

So sieht es in der Ausstellung aus. (Video: 20 Minuten)
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Im Landesmuseum Zürich öffnet am Freitag die «Games»-Ausstellung erstmals ihre Türen. Dort können sich die Besucher auf eine Zeitreise durch die letzten fünf Jahrzehnte der Gaming-Geschichte begeben. Diese beginnt in einem Wohnzimmer im Stil der 1970er-Jahre, wo man sich im ersten weltweit erfolgreichen Spiel, «Pong», mit anderen Besuchern messen kann.

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Das nächste Zimmer ist ganz in die grünen, violetten und orangen Farben der 1980er-Jahre getaucht. An Arcade-Maschinen kann man sich in eine Zeit zurückversetzen, in der Jugendliche ihr Taschengeld für «Space Invaders», «Rampage» oder «Pac Man» ausgaben.

Vom Pixel in die dritte Dimension

Weiter geht es in den 1990ern, als erstmals eine neue Dimension aufkam: Von nun an war es für die Spielfiguren möglich, sich in einer 3-D-Welt zu bewegen. Selina Stuber, die Co-Kuratorin der Ausstellung, sagt dazu: «Hier sieht man die Evolution der Spiele von den Anfängen, als man einfach einen Pixel über den Bildschirm schickte, bis hin zum Augenblick, wo sich der Spieler selbst ins Spiel hineinfühlen kann.»

Die 2000er-Jahre machten die Spiele schliesslich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Mit Alltagssimulationen wie «Sims» oder Konsolen wie der Nintendo Wii wurde plötzlich ein Publikum angesprochen, dass sich zuvor nur wenig für die Gaming-Welt interessiert hatte. Ausserdem kam eine Flut an Indie-Games auf den Markt, und Dauerbrenner wie «Minecraft» wurden entwickelt.

Game eigens für die Ausstellung

«Schwieriger war die Auswahl von Ausstellungsstücken für die 2010er-Jahre», sagt Co-Kurator Michael Kempf. «Wir haben uns schliesslich für einen reinen Virtual-Reality-Raum entschieden, da viele unserer Besucher wohl selbst keine VR-Headsets zu Hause haben und diese hier ausprobieren können.»

Insgesamt gibt es in der Ausstellung rund 20 Stationen, an denen Besucher selbst zum Joystick, zur Maus oder in die Tasten greifen können. Bei der Konzeption geholfen hat die Schweizer Game-Designerin Alice Ruppert. «Es war für mich besonders schön, zu sehen, wie sich die Game-Welt, aber auch die Gamer selbst in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben.» Eigens für die Ausstellung hat Ruppert ein Videospiel entwickelt, das auf der Website des Landesmuseums gespielt werden kann. «Wir wollten ausprobieren, wie die Leute auf die Werbung durch ein Spiel reagieren», sagt die Designerin.

Kritischer Blick

«Bei der Konzeption der Ausstellung hatten wir ein junges Publikum im Kopf, beispielsweise Schulklassen, für die sie aufgrund ihrer Interaktivität sehr interessant ist», sagt Stuber. Aber auch für ein älteres Publikum sei sie attraktiv, und dies nicht nur aufgrund des Nostalgiefaktors. «Grosseltern können gut mit ihren Enkeln zusammen die Ausstellung besuchen und sich die Dinge für einmal von den Kindern erklären lassen.»

Die Ausstellung wirft aber auch ein kritisches Auge auf die Entwicklung der Games über die Jahre hinweg. Auf den vielen Bildschirmen, die auf die Räume verteilt sind, werden in der Kategorie «toxic» (giftig) Themen wie Spielsucht oder Gewalt in Videospielen behandelt. «Es war uns wichtig, alle Seiten der Videospielindustrie in die Ausstellung aufzunehmen», so Kempf.

Der Eintritt ist für Jugendliche bis 16 gratis und kostet für Erwachsene 10 Franken.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CoD 4 Life am 16.01.2020 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Jeder der meint Cod oder Battlefield erhöht die Gewaltbereitschaft im echten Leben, der hat noch nie Fifa oder Mario cart gezockt......

  • Und tschö mit ö am 16.01.2020 01:24 Report Diesen Beitrag melden

    "Toxic"?

    Soll das ein Witz sein? Gewalt in Videospielen? Sind wir wieder beim Thema, meine Güte. Könnt ihr mal mit eurer linken Propaganda meine Filme und Spiele mit eurem Mist in Ruhe lassen? Wenn ihr was gegen Gewalt tun wollt, tut etwas gegen echte Gewalt. Wenn hier Spiele wie das originale "Doom", oder Horror Games wie Silent Hill weil zu brutal, weggelassen werden, ist es völlig uninteressant und nur für irgendwelche Kiddie Gamer geeignet. Was vermutlich auch der Sinn ist. Ich werde fern bleiben.

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  • Dani am 16.01.2020 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kann schon schwer sein

    Aus meiner Sicht gibt es neben Gamesucht andere Dinge, die noch viel relevanter sind: Betrachtet die Preisentwicklung von Online spielen von Ingamekäufen. Das ist teilweise schon nimmer real was die wollen für eine fiktive Währung. Dann sollte man das Glücksspiel bei Lootboxen kritisch betrachten. Dann Pay2win Käufe wie Goldmunition. Das sind Faktoren, die eine solche Ausstellung interessant machen. Gewalt? Bringt mal etwas Neues. Oder beleuchtet die Auswirkung des Feminismus auf die Gamerwelt. Wie haben sich Spiele verändert. Das Auftreten der Frauen etc. Was ist positiv, was negativ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thom am 16.01.2020 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Das waren noch Zeiten

    Ja als Pixel noch so rar waren, dass man sich selbst die Figuren erdenken mussten, denke da nur an die Zeiten von Intellivision. Oder meine Game&Watch die ich in jungen Jahren gespielt haben. 2000er sind da richtig modern dagegen, als unsere LAN Party Sucht begann ;)

  • ui45 am 16.01.2020 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    das waren noch Zeiten

    wir haben ganze Mittwoch-Nachmittage "Vermeer" gespielt. Zu dritt sind wir vor dem ATARI ST 1024 gehockt. und haben Geld gescheffelt. Hätte es damals schon Internet gegeben, dann wäre es noch mehr Stunden geworden :-)

  • Dani am 16.01.2020 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kann schon schwer sein

    Aus meiner Sicht gibt es neben Gamesucht andere Dinge, die noch viel relevanter sind: Betrachtet die Preisentwicklung von Online spielen von Ingamekäufen. Das ist teilweise schon nimmer real was die wollen für eine fiktive Währung. Dann sollte man das Glücksspiel bei Lootboxen kritisch betrachten. Dann Pay2win Käufe wie Goldmunition. Das sind Faktoren, die eine solche Ausstellung interessant machen. Gewalt? Bringt mal etwas Neues. Oder beleuchtet die Auswirkung des Feminismus auf die Gamerwelt. Wie haben sich Spiele verändert. Das Auftreten der Frauen etc. Was ist positiv, was negativ?

  • CoD 4 Life am 16.01.2020 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Jeder der meint Cod oder Battlefield erhöht die Gewaltbereitschaft im echten Leben, der hat noch nie Fifa oder Mario cart gezockt......

  • Und tschö mit ö am 16.01.2020 01:24 Report Diesen Beitrag melden

    "Toxic"?

    Soll das ein Witz sein? Gewalt in Videospielen? Sind wir wieder beim Thema, meine Güte. Könnt ihr mal mit eurer linken Propaganda meine Filme und Spiele mit eurem Mist in Ruhe lassen? Wenn ihr was gegen Gewalt tun wollt, tut etwas gegen echte Gewalt. Wenn hier Spiele wie das originale "Doom", oder Horror Games wie Silent Hill weil zu brutal, weggelassen werden, ist es völlig uninteressant und nur für irgendwelche Kiddie Gamer geeignet. Was vermutlich auch der Sinn ist. Ich werde fern bleiben.

    • Aladrin am 16.01.2020 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Und tschö mit ö

      bromantiker? könnt ja sein xD. Gruss Dizzi B / Black Hammer

    • Dani B. am 16.01.2020 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      Spielen Sie, was Sie wollen

      Aber von Kritik an Gewaltdarstellung auf Sozialismus zu schliessen ist weltfremd.

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