Betrugsmasche

09. Januar 2020 20:16; Akt: 09.01.2020 20:16 Print

Vorsicht! Polizei warnt vor fieser Amazon-Falle

Betrüger haben es auf Amazon-Kunden abgesehen: Sie warnen per Mail vor einer angeblichen Bestellung, dabei haben sie es auf die Zugangsdaten abgesehen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Ihr Konto wurde zum Kauf verwendet auf einem Computer oder Gerät, das noch nie benutzt wurde mit diesem Konto», heisst es in dem E-Mail, das derzeit gerade in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland die Runde macht.

Umfrage
Bestellst du häufig bei Amazon?

Die Nachricht stammt jedoch nicht, wie man es vermuten könnte, von Amazon, sondern von Cyberkriminellen. Nun warnt sogar die Polizei vor der Betrugsmasche. «Die Nachricht ist schlicht und hat keine eingebetteten Grafiken», erklärt die Polizei Niedersachsen.

«Ein Problem melden»

Dabei haben es die Absender auf die Zugangsdaten der Empfänger abgesehen. «Mit den wenigen Textzeilen versuchen die Täter, die Mail-Empfänger zum Öffnen des PDF-Dokumentes zu bewegen.» Mache man dies, so solle man die Bestellung stornieren können, heisst es. Spätestens hier sollte man stutzig werden.

Die Absender versuchten, die Bestellbestätigung derjenigen von Amazon nachzuempfinden. Im PDF befinden sich mehrere Links, etwa um «ein Problem zu melden» oder die «Zahlung zu verwalten». Dabei handelt es sich um einen klassischen Phishing-Versuch. Klickt man auf einen dieser Links und gibt seine Login- und Kreditkartendaten an, so landen diese in den Händen der Betrüger.

Abgeschnittene Links

Tippt man am Handy länger auf den Link oder bleibt mit der PC-Maus darauf stehen, so merkt man, dass dieser nicht auf offizielle Amazon-Websites verlinkt. Tückisch ist das Ganze auf den kleinen Bildschirmen von Smartphones. Hier kann nämlich der Domain-Name in der Adresszeile aus Platzgründen abgeschnitten sein.

Wer auf das Phishing hereingefallen ist, sollte auf der echten Amazon-Website seine Zugangsdaten ändern. «Zusätzlich kann man sich auch direkt beim Support des Online-Händlers melden», erklärt die Polizei. Gegebenenfalls sollte man auch seine Bank oder die Kreditkartenfirma informieren.

So erkennst du Phishing

Die Online-Plattform Mimikama.at hat Tipps gesammelt, wie man solche Phishing-Versuche erkennen kann. So wird man in diesen Mails meist nicht persönlich angeschrieben. Betrüger versuchen dies mit Formulierungen à la «Sehr geehrter Kunde» zu umgehen. Rechtschreibe- oder Grammatikfehler sind ein weiterer Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Meist führen weiterführende Links, etwa zu den AGBs oder dem Impressum, ins Leere.

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BesorgterBürger am 09.01.2020 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Achtung ! Netflix ebenfalls

    Zurzeit sind auch gefakte netflixmails im umlauf, man wird aufgefordet die zahlungsdaten erneut einzugeben. Habe es gestern erhalten obwohl ich kein netflix habe.

    einklappen einklappen
  • Leser am 09.01.2020 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Zieht das immernoch?

    Wer auf sowas noch reinfällt, dem sollte man das Internet wegnehmen.

    einklappen einklappen
  • Nordkantonler am 09.01.2020 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Sensationsgier in der Ueberschrift

    "Amazon-Falle" klingt bewusst so, als wolle der Versandhaendler Leute uebervorteilen - Hauptsache Klicks ist da wohl die Devise.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • H. Ä. am 11.01.2020 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry aber

    Wer ist schon bei amazon angemeldet? Da ist ja Zalando noch ethnisch akzeptabler.

    • Jochen am 12.01.2020 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H. Ä.

      Warum? Welche Ethnien sind daran beteiligt? Würde mich mal interessieren.

    • H. Ä. am 12.01.2020 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jochen

      Die Antwort steht auf deinem Rücken geschrieben. Die siehst du aber nur im Neonlicht und ohne Spiegel.

    einklappen einklappen
  • Baba90 am 10.01.2020 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seiten Gefälscht

    Nicht nur bei Amazon PayPal und Apple haben auch so Probleme ich habe schon solche Seiten bekommen ihr müsst den URL immer anschauen ob es der Originale ist weil die Seite schaut gleich aus wie die Originale. Es kommen meist sicherheitsalarm von Email angeblich von Apple Amazon und anderen Seiten bitte immer URL anschauen

    • Reni am 12.01.2020 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Baba90

      Einfach immer den Browser öffnen und die Adresse selbst eingeben.

    einklappen einklappen
  • Bluvampir am 10.01.2020 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
    • W. Irklich am 11.01.2020 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bluvampir

      Auch Menschenhandel und all das Übel?

    einklappen einklappen
  • Cyber Police Officer am 10.01.2020 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    WWW wehwehweh...

    Das Internet bietet viele Gefahren... Informiert euch bitte regelmässig über aktuelle Phänomene... Entweder über die fedpol, MELANI oder Cybercrimepolice: Und klickt nicht auf jeden Link, den ihr irgendwo seht oder per Mail erhält... ;-) Also die obengenannten sind selbstverständlich sicher!

  • Rudi Ratlos am 10.01.2020 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Lesekompetenz

    Leider eine Folge der mangelhaften Lese- und Schreibkompetenz der Leute hierzulande. Bereits der erste Satz "Ihr Konto wurde zum Kauf verwendet auf einem Computer oder Gerät, das noch nie benutzt wurde mit diesem Konto" ist kreuzfalsch und müsste hellhörig machen. Aber wenn niemand mehr richtig lesen kann, geschweige denn den Inhalt versteht, verwundert das nicht. In der Schule wird dafür Umweltpsychologie, Klimadenken und Nachhaltigkeitsdingsbums gepredigt.