Huawei Mate RS

19. Juni 2018 06:41; Akt: 19.06.2018 06:41 Print

Was taugt dieses Luxus-Handy für 2000 Franken?

Huawei schickt mit dem Mate RS das zweite Handy mit Dreifachkamera ins Rennen. Das Smartphone fällt nicht nur durch seinen Preis auf.

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Anhand der Rückseite erkennt man das Mate RS sofort. In einer Linie sind drei Objektive, ein Fingerabdruck-Scanner und das Porsche-Design-Logo angeordnet. Die Dreifachkamera wurde in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt. Erstmals hat Huawei einen Fingerabdruck-Scanner im Display untergebracht. Die erstmalige Erfassung des eigenen Fingers ist in wenigen Sekunden erledigt. Danach kann das Mate RS durch einfaches Berühren des Bildschirms aus dem Ruhezustand geholt und entsperrt werden. Das mattschwarze Gehäuse und die Porsche-typische Formsprache verleihen dem Smartphone etwas Edles. Neben dem Porsche-Design-Logo auf der Rückseite ... ... ist auf der Vorderseite auch ein nicht zu übersehender Schriftzug aufgebracht. Auch die Verpackung wirkt wertig und ist grösser als man es von anderen Modellen kennt. Mit dabei ist eine passende Hülle, ebenfalls im Porsche-Design, damit das Smartphone gut geschützt bleibt. Informationen wie die Uhrzeit oder das Datum können auch bei geschlossener Hülle abgelesen werden. Die aufgenommenen Testbilder zeigen, dass Huawei mit der Dreifachkamera ein grosser Wurf gelungen ist. Die Kamera ist mehr oder weniger identisch mit jener des P20 Pro, die bei den Kameraexperten von Dxomark.com derzeit als beste Handykamera gelistet ist. Auch die Tiefenunschärfe wirkt professionell und ist mit der Aufnahme von einer Spiegelreflexkamera vergleichbar. Hier nochmals dasselbe Sujet mit Fokus auf den Hintergrund. Die Unschärfe der Rose wirkt harmonisch und akkurat. Der fünffache Zoom funktioniert im Prinzip relativ gut. Da die Stabilisierung des Bildes mit der Zeit besser wird, ist es jedoch schwierig, Motive zu fotografieren, die nur für eine Sekunde in der Position sind.

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Schon seit rund zwei Jahren arbeitet Huawei bei der Gestaltung von bestimmten Smartphones mit Porsche Design zusammen. Auch beim neuesten Modell, dem Mate RS, ist die Formensprache des Autoherstellers deutlich spürbar. Zudem sind das Logo und der Schriftzug auf dem mattschwarzen Gehäuse nicht zu übersehen.

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Die Technik im Innern muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Der Arbeitsspeicher ist mit 6 Gigabyte grosszügig bemessen und der vom chinesischen Unternehmen selbst entwickelte Kirin-970-Prozessor sorgt für ordentlich Power. Das 6 Zoll grosse Display bietet eine ausgezeichnete Darstellung und verfügt über eine hohe Auflösung.

Fingerabdruck-Scanner

Die Ausstattung des Mate RS wartet mit einem Novum auf: Huawei hat gleich zwei Fingerabdrucksensoren verbaut. Der eine befindet sich – wie bei vielen anderen Modellen – auf der Rückseite unterhalb der Kamera. Speziell ist der zweite Sensor, der unter dem Display steckt. Es ist für die Schweiz eine Premiere.

Für die Registrierung des Abdrucks muss der Finger mehrmals auf das Display gedrückt werden. Insgesamt dauert dieser Prozess nur wenige Sekunden. Anschliessend genügt ein leichtes Drücken des Display, um das Handy aufzuwecken und zu entsperren. Dies geht zwar minimal länger als beim rückseitigen Sensor, durch die bessere Position ist es jedoch viel bequemer zu benutzen.


Sehen Sie im Video, wie die Einrichtung des Fingerabdrucks funktioniert. (Video: 20M)

Dreifachkamera

Wie beim P20 Pro ist auf der Rückseite eine Dreifachkamera angebracht. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Leica entwickelt. Zwei der Objektive sorgen dabei für unterschiedliche Brennweiten. Hinter dem dritten ist ein Monochrom-Sensor angebracht, der nicht nur Schwarzweissfotos macht, sondern auch bei farbigen Aufnahmen den Kontrast verbessert.

Durch die Kombination der drei Objektive und entsprechender Software verfügt das Mate RS auch über einen fünffachen Zoom. Dieser wird umso besser, je länger man das Handy auf das Sujet richtet. Denn mit künstlicher Intelligenz kann das Bild nochmals zusätzlich stabilisiert werden.

Weitere Details

Das Mate RS kann auch kabellos geladen werden, so dass der 4000 mAh grosse Akku schnell wieder gefüllt ist. Das Wireless-Ladegerät ist separat erhältlich. Mit im Paket sind jedoch ein passendes Etui und Kopfhörer im Porsche-Design. Zudem ist das Smartphone nach IP67 zertifiziert, es ist also gegen Staub und Wasser geschützt.

Fazit: Das Huawei-Smartphone kostet zwar viel, hat aber auch viel zu bieten. In praktisch allen Bereichen gehört es zum Besten, was es derzeit auf dem Markt gibt. Ob sich der Kaufpreis deshalb rechtfertigt, muss aber jeder für sich entscheiden. Das Huawei Mate RS ist bereits erhältlich und wird in der Schweiz zu einem Preis von 1999 Franken verkauft.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Most Wanted am 19.06.2018 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Telefonieren?

    Vermutlich kann man mit diesem Handy telefonieren.

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  • Uberwacher am 19.06.2018 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sponsored

    Warum ist dies nicht als Werbung deklariert?

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  • Mavic Pilot am 19.06.2018 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1000 Franken für Porsche

    Damit macht sich Huawei keinen Gefallen... Geräte mit ähnlicher Spezifikation gibt es bereits für 50% oder gar 60% günstiger. Wenn jemand bereit ist, 1000 bis 1200 Franken mehr für den Porscheschriftzug zu bezahlen... na ja...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Penumbra Noctis am 25.06.2018 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    SailfishOS!

    Mit SailfishOS drauf wuerd ichs eher kaufen. Schnoedes Android gibts an jeder Ecke.

  • Armin am 20.06.2018 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensdauer?

    Nach 2 Jahren ist auch dieses Handy veraltet und durch duzende Software Updates unbrauchbar.

  • Luka Earthrunner am 20.06.2018 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung ?

    Wieso kommt mir der Artikel wie eine versteckte Werbung vor ?

  • Typhoeus am 20.06.2018 06:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Zumutung, derart

    überrissen teure Kleinsttelefone auf den Markt zu bringen. Nächstens gibt es sie noch in Gold und mit Diamanten besetzt, Animationen zum Bluffen und Entreissdiebstahl.

    • Lukas am 20.06.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      Uralt

      Was heisst nächstens .. diesen Luxus Trend gibt es schon lange. Nokia hatte schon lange damit begonnen und dann gibt es diverse Nischenplayer. Gib einfach mal Gold und Mobile in die Suche ein .. wirst staunen wie dekadent wir mittlerweile geworden sind.

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  • john am 20.06.2018 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Für das Porsche Design zahlt man von den CHF 2000.- sicherlich CHF 1500.- Wer es hat........ warum nicht