Artselfie

05. September 2018 17:51; Akt: 05.09.2018 17:51 Print

Mit dieser App findest du den Kunst-Doppelgänger

Bisher gab es die Artselfie-Funktion in der Google-App nur in den USA. Nun können Nutzer weltweit damit ihren Lookalike in Museen finden.

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Zugegeben, die hier abgebildete Doppelgängerin schmeichelt der deutschen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, nicht wirklich. Das Porträt von Isabella Reisser (1885) hängt im Leopold Museum in Wien. Roger Federer mit Vollbart? Wir finden: unbedingt! Entstanden ist das bärtige Ebenbild des Tennisprofis im Jahr 1890. Es stammt von Bertha Worms und hängt in São Paulo in Brasilien. Die Haarfarbe stimmt, die Brille fehlt. Sänger Ed Sheeran könnte seinen historischen Doppelgänger «A Redheaded Boy» (1969) bei einem Museumsbesuch in Moskau bestaunen. Blumenkind Xenia Tchoumi, deutlich zu erkennen im Gemälde mit dem Titel «Sun in your hands» (1997). Wenn die Influencerin und Geschäftsfrau das nächste Mal in Oslo ist, kann sie sich das Werk persönlich anschauen. «The Painter and his Pug» von William Hogarth (rechts) – Elon Musk, Tausendsassa (links). Auch Streetart wurde von Google digitalisiert. Hier zu sehen ein Schablonengraffiti des Künstlers BToy, das durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit Sängerin Stefanie Heinzmann aufweist. Die Ähnlichkeit ist frappant: Der Fussballspieler Valon Behrami und sein Ebenbild aus dem Jahr 1979. Das Werk stammt von Ali Al Jabri und hängt in Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Selbst für Fratzengesichter hat die Google-App den passenden Doppelgänger parat: Heath Ledger als Joker als Miriam Makeba. Das Graffiti ist in Nairobi zu sehen. Doppelkinn? Passt. Der englische Komponist und Violinist William Shield hat laut Google eine Übereinstimmung von 60 Prozent mit US-Präsident Donald Trump. Das Gemälde aus dem Jahr 1795 hängt in London. Kim Kardashian und ihr Kunst-Gegenstück: «Sky Dash» (1969) von Ian Scott. «Porträt eines bärtigen Mannes», so der Name des Werks. Links übrigens Sundar Pichai, der CEO von Google. Sängerin Rihanna trägt gerne auch mal Schal. Der Schweizer Musiker Crimer und sein Doppelgänger aus dem 16. Jahrhundert, gemalt von Vittore Belliniano. Rapper Snoop Dogg. «Untitled». Jetzt wird es militärisch: Früher Häftling, heute Model – Jeremy Meeks ähnelt laut Google dem Porträt von Private Marguerite M. Chase aus dem Jahr 1944. Wer hat die dichteren Augenbrauen? Model und Schauspielerin Cara Delevingne und «Pvt. Loretta Cahill» (1943) von Francis Vandeveer Kughler. Sind beides Anführer mit zweifelhaftem Leumund: Der Nachtkönig aus «Game of Thrones» und Maréchal Philippe Pétain (1914) in einer Zeichnung von Jean-Louis Forain. «Simplon Pass: Reading», so heisst das Werk von John Singer Sargent aus dem Jahr 1911. Laut Google sieht die abgebildete Dame Fitnessmodel Anja Zeidler zu 67 Prozent ähnlich. Jeff Bezos, CEO von Amazon und reichster Mann der Welt, hat gut lachen. Sein Ebenbild trägt – wie er selbst – Glatze. Noch mehr Streetart: Hier im Kunst-Check Moderatorin Michelle Hunziker. Irina Beller posierte Ende 2015 anlässlich der Neueröffnung der Zürcher Sihlpost. Laut Google hat sie eine gewisse Ähnlichkeit mit der Violinistin Thyrza Whysall. Kunterbunt: Lady Gaga. Mitgründer von Microsoft Bill Gates dürfte sich im Bild «Man Reading» durchaus wiedererkennen.

Zum Thema
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Kunst entdecken mit Selfies? Ja, bitte. Das zumindest ist das Ziel der Google-App Arts and Culture. In den USA wurde die Funktion bereits Anfang 2018 freigeschaltet. Hierzulande ist das Feature jetzt ebenfalls nutzbar, erklärt Google in einem Blog-Eintrag.

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Was bedeutet Ihnen Kunst?

Die Kunst-Selfie-Funktion hat damals schon für Furore gesorgt. Innerhalb kurzer Zeit haben die Nutzer Millionen Fotos gemacht. Per Gesichtserkennung sucht die App weltweit historische Doppelgänger in Museen. Das Selfie wird mit einem gigantischen Fundus an Kunstwerken, Skulpturen und Gemälden abgeglichen. Für den weltweiten Launch wurde die App nochmals ausgebaut.

20 Minuten hat mit der App und ausgedruckten Fotos von Promis damals schon den Test gemacht. Die Resultate sind in der obigen Bildstrecke zu sehen. Bei gewissen Personen ist die Ähnlichkeit mit ihrem Kunstabbild in der Tat verblüffend.

Ich will das auch!

Die Selfie-Funktion in der Arts and Culture App funktionert für iOS und Android. Wer jetzt die Stirn runzelt und sich fragt, wie es bei der Sache um den Datenschutz steht: Laut Google werden die Selfies zwar auf einen Server hochgeladen, aber nur für den Zeitraum dort gespeichert, der benötigt wird, um den Doppelgänger zu finden. Sie würden für nichts anderes genutzt, wie Google in einem Blogeintrag erklärt.

Dieser Artikel erschien in abgeänderter Form bereits Anfang 2018.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chusik am 20.01.2018 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ernsthaft?

    Diese Bilder ähneln sicht nichteinmal ansatzweise..

    einklappen einklappen
  • mona am 20.01.2018 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die sehen...

    .... überhaupt nicht so aus wie auf den Bildern!!!! Vielleicht weil ich kein Interesse an der Kunst habe....

  • Peter am 20.01.2018 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt?

    Wie viel Promille braucht man wohl bis man da ein Ähnlichkeit bemerkt?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Beste Mann der Welt am 22.01.2018 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hättest besser

    illuminaten mit ägypter vergleichen sollen.

  • Golgotha am 21.01.2018 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ähnlichkeit

    Hab gestern zuviel getrunken, heute in den Spiegel geschaut, hab auch keine Ähnlichkeit festgestellt.

  • Sehender am 21.01.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht gar nicht!!

    Lückenfüller oder Praktikantenprojekt? Wenn das als Joke gemeint sein soll bitte auflösen, ansonsten Bericht löschen!

  • Flo am 21.01.2018 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine ähnlichkeit

    Bild 11 und 12 ok da ist eine gewisse ähnlichkeit. Aber bei den andern überhaupt keine ähnlichkeit!

  • r.b. am 21.01.2018 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Phantasie

    Nun ja, Mit viel Phantasie sehen sich einige ähnlich. Aber mehrheitlich ist die Ähnlichkeit kaum gegeben, oder bei dem Maßstab trifft es gleich auf hunderte anderen auch zu.