Neuer Insta-Hinweis

11. Juli 2019 04:48; Akt: 11.07.2019 06:17 Print

Wenn du das siehst, bist du gemein

Künftig sollen auf der Fotoplattform gemeine Kommentare überdacht werden. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz will man so Mobbing-Attacken reduzieren.

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«Du bist hässlich und dumm.» Vor solchen und ähnlich fiesen Kommentaren und Schikanen ist man auch auf Instagram nicht geschützt. Im Gegenteil: Erst kürzlich eskalierten die Situationen an einer Grenchner Oberstufe sowie am Bildungszentrum Uster.

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Dass Online-Mobbing oder Cyber-Bullying tagtäglich stattfindet, ist auch Adam Mosseri, Head of Instagram, bewusst: «Wir wissen, dass viele Menschen Bullying ausgesetzt sind – besonders unsere jungen Nutzer», heisst es auf dem offiziellen Blog von Instagram. Um fiese Kommentare zu reduzieren, setzt Instagram auf ein neues Tool, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) arbeitet.

Kommentare überdenken

Ist ein Nutzer im Begriff, etwas Gemeines zu posten, oder ist der Inhalt fragwürdig, dann würde das KI-Tool die Frage stellen: «Bist du sicher, dass du das wirklich posten möchtest?» Dadurch hätten Nutzer die Chance, ihre Botschaft zu überdenken. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie erfolgreich dieses Tool tatsächlich sein wird.

Mosseri ist jedoch positiv eingestellt: «Bei den ersten Tests dieser Funktionen haben wir herausgefunden, dass manche Personen ihren Kommentar zurückziehen und einen weniger verletzenden posten, wenn sie die Chance hatten, darüber nachzudenken.» Die neue Funktion soll zunächst für englischsprachige Kommentare verfügbar werden. Weitere Sprachen sollen im Laufe des Jahres folgen.

Konten einschränken

Neben der Identifikation und der Entfernung von Mobbing-Content will Instagram seine Community ermutigen, gegen Cyber-Bullying-Attacken aktiv zu werden. Denn oft würden sich junge Menschen nicht trauen, entsprechende Personen zu blockieren, ihnen nicht mehr zu folgen oder sie gar zu melden, meint Mosseri.

Dazu will Instagram mit Restrict ein Tool lancieren, mit dem User ihr Online-Image besser schützen können, indem sie Accounts von Bullies einschränken. So werden die Kommentare der eingeschränkten Person auf dem eigenen Profil nur für diese und einen selbst sichtbar. Dadurch werde verhindert, dass ein gemeiner Kommentar unter dem eigenen Foto sofort für alle sichtbar ist. Auch würden die Bullies nicht mehr sehen, wann man aktiv sei oder ob man Direktnachrichten gelesen habe. Erste Tests sollen demnächst starten.

(vhu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marge x am 11.07.2019 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    no kommentar

    Wenn nicht jeder sein Leben auf irgendwelchen social media Kanälen ausbreiten würde, müsste man sich auch nicht mit dem Feedback dazu befassen....

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  • Dolores am 11.07.2019 05:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wird wohl nicht viel helfen

    Menschen die mobben wollen werden das auch weiterhin tun, egal ob da jemand noch kurz eine warnfunktion aktiviert. Vielleicht muss die Gesellschaft auch einfach damit leben und sich selber stärken, damit einem so böse Botschaften nicht gleich den Boden wegziehen

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  • Sehnsucht 6 7 am 11.07.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Mit dem ist zu rechnen . Je mehr Follower man hat ist die Wahrscheinlichkeit das gemobbt wird umso grösser. Gefährdet sind solche die täglich ihr leben auf soziale Netzwerke ausbreiten mit informativen pots wie was sie gegessen haben und wo sie waren und das sie duschen gehen etc etc, da ist es nicht verwunderlich das negative Kommentare kommen man kann es schließlich nicht jedem recht machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tamaro Fumi am 11.07.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tamara Fumiciello

    Gilt dies auch bei Tamara Fumiciello?

    • Analyst am 11.07.2019 20:47 Report Diesen Beitrag melden

      Immer locker bleiben

      Na bei dir würde auch nichts schaden mal näher hinzusehen.

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  • 90er Bez-Schüler am 11.07.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant..

    ...ich wurde in der schule in grenchen auch vor sozial media gemobbt und das intresse der schule war dabei beschränkt... sollten meine überforderten eltern damals alleine lösen...fazit: musste die schulklasse wechseln. Meiner meinung liegt das problem bei den überforderten lehrkörper und zu wenig zeit für die einzelnen schüler. Diese erfahrung hat mein leben lange bestimmt und ich leide noch heute darunter. Aber daran ist definitiv nicht social media schuld sondern die nicht ausreichende betreuung und aufklärung der kinder auf augenhöhe..

    • Mobbing am 11.07.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      ist Diskriminierung

      Zu meiner Zeit wurde auch gemobbt. Leider unternahmen die Lehrer wenig. Eigentlich sollten die Eltern von den mobbenden Kinder zur Rechenschaft gezogen werden, wegen der schlechten Erziehung. Zum Beispiel mit saftigen Bussen, Verwarnungen. So dass sie die Verantwortung ernst nehmen.

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  • Amüsant am 11.07.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Viele wettern hier über Social Media

    Obwohl Sie selbst auf Social Media unterwegs sind;) Unter Social Media werden alle Medien (Plattformen) verstanden, die ihre Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen.

  • Heaven burns red am 11.07.2019 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ki

    Am besten währe es wenn dan die KI den komentar quasi zensieren kann so das es andere nicht mehr lesen können, wie früher bei Habbo hotel wo jedes schimpf wort durch ein boba ersetzt wurde. Oder einfach so etwas ähnliches.

  • Alcatraz am 11.07.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht hilfreich

    Das mit dem "wollen Sie wirklich" ist keine große Hilfe. Man klickt auf ja und es wird geprostet, trotzdem. Und dann ? So viele ignorieren diese Frage, die es seit Windows 3.1 gibt (gefühlt :) ) ignorieren dies,, lesen es gar nicht und klicken einfach. Warum sollte es hier anders sein ? Auch wenn es ein paar Testpersonen gewesen sind, die das Posting zurück gezogen haben, die Mehrheit wird es nicht Sorry an den Entwickler

    • Eli am 11.07.2019 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alcatraz

      Na dann Prost - wohl bekomms :-)

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