MGM Resorts

21. Februar 2020 09:47; Akt: 21.02.2020 10:25 Print

Wer hier übernachtete, wurde bestohlen

Hacker haben persönliche Daten von über zehn Millionen Gästen der MGM-Hotels im Netz veröffentlicht. Das steckt hinter dem Datenleck.

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Popstar Justin Bieber, zahlreiche andere Promis, Beamte, CEOs, darunter Twitter-Chef Jack Dorsey, und auch Millionen Touristen aus aller Welt sind betroffen. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie schliefen in einem Hotel von MGM. Die Hotelkette betreibt mehr als 30 Hotels weltweit. Das MGM Grand Resort in Las Vegas zählt mit 5044 Zimmern zu den grössten Hotels der Welt.

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Jetzt sind persönliche Daten von mehr als zehn Millionen Gästen in einem Hackerforum aufgetaucht, wie Zdnet.com berichtet. Die Tech-Website hat die veröffentlichten Daten diese Woche mit einer Sicherheitsfirma und betroffenen Hotelgästen verifiziert.

«Unautorisierter Zugriff»

Auf dem Hackerforum sind die Namen der Gäste, Geburtstage, E-Mail-Adressen, Postanschriften und Telefonnummern publiziert. Gegenüber Zdnet.com hat ein Sprecher der Hotelkette den Vorfall bestätigt. Die Daten sollen im Sommer 2019 geklaut worden sein. «Wir haben einen nicht autorisierten Zugriff auf Server entdeckt. Auf diesem waren Informationen von Gästen gespeichert», erklärt der Sprecher gegenüber der Website.

Laut MGM wurden bei dem Datenabfluss keine Kreditkartendaten und keine Passwörter gestohlen. Nachdem die Daten 2019 abhandengekommen waren, habe man die betroffenen Gäste informiert, sagt der Sprecher. Nach dem Vorfall wurde die Sicherheit des eigenen Hotel-Netzwerks verstärkt.

Experten warnen

Die nun veröffentlichten Daten sind eine Fundgrube für Hacker, weil sie die Angaben von zahlreichen hochkarätigen Nutzern enthalten. Die Experten der Sicherheitsfirma warnen, dass diese Nutzer nun besonders vorsichtig sein müssten, da ihre privaten Telefonnummern und E-Mail-Adressen durchgesickert seien.

Es ist nicht das erste Mal, dass es bei einer grossen Hotelkette zu einem solchen Zwischenfall gekommen ist. Im Jahr 2017 erlebte die Marriott-Gruppe den GAU. Hacker hatten von der internationalen Hotelkette die Daten von rund 500 Millionen Hotelgästen geklaut. Damals kamen neben Namen teilweise auch deutlich heiklere Angaben wie Passnummern oder Kreditkartendaten abhanden.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wasserratte_kiki am 21.02.2020 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle neue Welt

    Es reicht wohl nicht mehr alle Woche alle Passwörter zu wechseln nun müssen wir auch noch ständig die Tel. Nummer und die E-Mailadresse ändern. Und wenn's noch besser kommt, müssen wir auch noch alle paar Jahre umziehen.... :-( Es ist leider gar nicht's sicher was im Netz ist. Einer wird immer häcken können...

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  • Tango Korrupti am 21.02.2020 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider...

    Es wird erst in Sicherheit investiert, wenn etwas passiert. Gewinn-Optimierung geht vor. Ist überall so, ausser bei der CRYPTO und den korrupten Politikern.

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  • Beobachter am 21.02.2020 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kreditkartenzahlungen

    Viele Leute sind sich nicht bewusst, dass halt auch Kreditkartenzahlungen an seriöse Firmen mit einem Risiko verbunden sind. Dieses Risiko besteht darin, dass diese Firmen jederzeit "gehackt" werden können und so in den Besitz wichtiger Daten kommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Melchior am 22.02.2020 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Smart Stromzähler

    Alles was Smart betitelt wird ist gefährlich.

  • Mitnik am 22.02.2020 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider ein Thema das zu wenig ernst genommen wird

    Mich wunder es, dass noch niemand Anzeige erstattet hat. Ich meine nicht das Hotel, sondern von den Gästen. Schliesslich hat sich die Hotelkette nicht genügend geschützt. Nur wenn es einmal richtig teuer wird, werden solche Konzerne mehr in die Sicherheit von Fremddaten investieren. In der Schweiz ist der Umgang mit heiklen Daten oftmals ein Witz und sogar grosse Firmen "vertrauen" Anbietern, welche per se einen laschen Umgang mit persönlichen Daten haben (Google, Amazon, etc..) Mich verwundert nur, dass nicht noch mehr geschieht oder besser gesagt, mich würde die Dunkelziffer interessieren.

    • Chlöni am 22.02.2020 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      elektronische Wahlen sind ganz sicher,

      Abstimmung elektronisch? Gute Nacht Demokratie, soweit die noch vorhanden ist! Schon vergessen, Bush jun. wird Präsident durch gefälschte Wahl.

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  • ThomasS am 22.02.2020 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Mit einem VPN und Verschlüsselung in öffentlichen WiFi-Netzen ist man schon vor dem plumpen abhören sicher. Nichts desto Trotz, in Sicherheitssysteme werden immer Hintertüren aus Eigennutz und Faulheit eingebaut, von denen niemand etwas weiss... :-)) Bzw. eine in der Schweizer ansässige Firma, die von Geheimnisgierigen ausländischen Besitzern manipulierte Kryptographische Produkte verkauft hat, beweisen es.

  • geil am 21.02.2020 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geil

    geil

  • Rennnault am 21.02.2020 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Altmodische Sitze.

    Und immer noch diese altmodischen, nach hintek kippbaren, Sitze drinn. Nichts gelernt Airbus.