«FakesApp»

08. August 2018 11:43; Akt: 08.08.2018 11:43 Print

Whatsapp-Lücke erlaubt das Fälschen von Chats

Glaube nicht alles, was du liest, warnen Sicherheitsforscher. Ihnen ist es gelungen, Whatsapp-Kontakten Worte in den Mund zu legen und Chats zu ändern.

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Rund 1,5 Milliarden Menschen nutzen Whatsapp. 65 Milliarden Nachrichten werden pro Tag verschickt. Darunter befinden sich auch Spam, Geschwätz – und Fakes, wie Experten des Unternehmens Check Point Research in einem Bericht zeigen.

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Sie haben mehrere Schwachstellen im Messenger gefunden und ihnen den Namen «FakesApp» gegeben. Die Sicherheitsforscher haben in einem Video mehrere Szenarien gezeigt, wie Angreifer diese Lücken ausnutzen könnten.

Möglichkeit, um Fakes zu verbreiten

So können etwa Absender mit der Zitate-Funktion geändert werden. Auch können so dem Absender falsche Worte in den Mund gelegt werden. Dies funktioniere sowohl in privaten als auch in Gruppenchats, sagen die Experten. Die Inhaltsänderung beschränkt sich allerdings auf zitierte Nachrichten. Das Original bleibt weiter bestehen (siehe Bildstrecke).

Andererseits können Nachrichten in Gruppenchats verschickt werden, die nur der ausgewählte Empfänger sieht. Für diesen sieht sie aber aus wie eine Gruppennachricht. Seine Antwort ist dann für alle Gruppenmitglieder sichtbar, die aber die ursprüngliche Nachricht nicht kennen.

«Die Schwachstelle bietet Angreifern immense Möglichkeiten, um Fehlinformationen aus scheinbar vertrauenswürdigen Quellen zu erstellen und zu verbreiten», schreiben die Experten.

Whatsapp wurde informiert

Gefunden wurden die Lücken in der Browser-Version von Whatsapp. Betroffen sind allerdings auch Smartphone-Nutzer, da gefälschte Nachrichten auch ihnen zugestellt werden. Die Web-Oberfläche biete lediglich den Angriffspunkt, präzisieren die Sicherheitsforscher.

Whatsapp wurde bereits über die Schwachstellen informiert. Laut den Experten werde an der Schliessung der Lücke gearbeitet.


Hier ist zu sehen, wie die Lücken von Angreifern ausgenutzt werden können. (Video: Check Point Research)

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pater007 am 08.08.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt Schlimmeres

    Wichtige Themen kommuniziert man auch nicht via Whatsapp!

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  • MArtin am 08.08.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Fehler Nr. 1

    Whatsappen mit seinem Boss. Geht mal garnicht. Warum ? öffnet Tür und Tor auch nach Arbeitsende + Wochenende mit Aufgaben belegt zu werden. Viel Spass wer das mit sich machen lässt.

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  • c.c. am 08.08.2018 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen Sicherheit

    Wundert mich nicht. WhatsApp ist ja der gleiche Misst wie Facebook...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred A. am 08.08.2018 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    WhatsApp nervt gewaltig

    Seit Neuestem muss (!) man zustimmen, dass die WhatsApp Daten auf Google Drive zu sichern sind. Gleichzeitig "möchte" Google, dass man zustimmt, dass Google auf alle anderen Daten ebenfalls zugreifen darf und diese auch nutzen. Tut man das nicht kann man WhatsApp nicht mehr nutzen. Das ist nur noch dreister Datenklau und zudem eine höchst dubiose Machenschaft. Was erlaubt sich Google da?

  • Bruder Motzi am 08.08.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Huch!! Wer benutzt denn schon...

    Whatsapp??? So oder so "Haus (Mensch) der offenen Tür", mit FACEBOOK erst recht. Es ist Zeit, dass Werbung aufgeschaltet wird...

  • Shorty am 08.08.2018 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Überrascht?

    Jetzt sind alle verwundert? Whatsapp ist nicht mehr das Whatsapp von Früher. Der Zuckerberg hat nun mal seine Finger drin und deshalb ist es jetzt wie Facebook. Man will an alle Daten der Nutzer und mit diesen Geld scherbeln. Dazu braucht es Lücken die da vorher nicht waren. Capito?

  • SP am 08.08.2018 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hatte noch nie Probleme mit WhatsApp

    Seit Jahren habe ich nun die App und noch nie Probleme damit. Klar gibts andere Apps die vielleicht besser sind, aber dann ist meine Kontaktliste leer. Jeden dann einladen, nein danke.

    • Kritiker am 08.08.2018 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SP

      Das ist eine faule Ausrede. Wenn alle so denken würden, hätten wir noch nicht mal das Feuer kontrolliert. Weil man sich daran verbrennen kann.

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  • Yussuf am 08.08.2018 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Take good care

    Alos wer Whatsapp als vertrauenswürdige Quelle ansieht, hat definitiv etwas falsch gemacht in seinem Leben...