Sicher im Internet

01. Juni 2011 12:43; Akt: 01.06.2011 13:53 Print

Wie man PC und Mac richtig schützt

Auf Surfer lauern heutzutage überall im Netz Gefahren. Dabei lassen sich die grössten Risiken mit wenigen Handgriffen ausschalten.

storybild

Wer ein paar einfache Grundregeln beachtet, kann sich wirkungsvoll vor Angriffen schützen. (Bild: Colourbox)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Unbekannte versuchen, in den PC oder Mac einzubrechen, um Daten zu klauen und damit grosse Schäden anzurichten. Ausserdem droht der Befall mit Viren, Würmern und Trojanern. Wir haben die wichtigen Fragen und Antworten rund um die Sicherheit des eigenen Computers zusammengestellt.

Wie kann man sich schützen?

Experten raten zu regelmässigen Updates des Betriebssystems und der installierten Programme. Eine Firewall und ein Antiviren-Programm sind heutzutage Pflicht. Vor allem aber sollten die Internetnutzer den gesunden Menschenverstand walten lassen. Anhänge von E-Mails unbekannter Absender sollten nicht geöffnet werden, auch dann nicht, wenn es sich dem Anschein nach um PDF-Dateien handelt. Wer sich auf zwielichtigen Websites herumtreibt oder über dubiose Kanäle Software runterlädt, handelt sich eher Ärger mit Computer-Schädlingen ein.

Welche Virenprogramme kann man nehmen?

Die meisten seriösen Hersteller von Anti-Viren-Software bieten kostenlose Versionen ihrer Programme an, die zwar nicht alle Funktionen enthalten, aber für den privaten Nutzer völlig ausreichen. Drei Beispiele für Windows-Computer stammen von AVG, Avast und Avira. Nutzer wählen einfach die als «free» gekennzeichnete Version.

Auch Mac-Besitzer sollten ihren Rechner schützen, beispielsweise mit dem kostenlos verfügbaren Antivirus-Programm von Sophos.

Auf keinen Fall sollten Computerbesitzer einfach den Begriff Virenscanner googeln und dann irgendein Programm aus den Suchresultaten wählen. Denn genau dabei können sie auf Kriminelle reinfallen, die mit sogenannter Scareware Geld verdienen wollen. Das Programm zeigt dann ein angebliches Virus an und behauptet, der verunsicherte Nutzer brauche ein weiteres - natürlich kostenpflichtiges - Programm, um den Schädling loszuwerden.

Welche Gefahren lassen sich beim Surfen und bei E-Mails umschiffen?

Mit ein paar Grundeinstellungen an Browser und E-Mail-Programm lassen sich die meisten Gefahren vermeiden. Wer E-Mails konsequent nur als Text anzeigen lässt und die HTML-Funktion ausschaltet, sieht zwar keine bunten Nachrichten mehr, vermeidet damit aber auch die meisten Gefahren, die darüber den Rechner erreichen können.

Im Browser sollten Nutzer die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Webseiten nicht allzu viel über sich zu verraten. Cookies enthalten Informationen über das Nutzerverhalten, die auf dem Computer gespeichert werden. Die gängigen Browser ermöglichen es, zum Beispiel die Cookies von Drittanbietern zu verbieten oder das automatische Löschen all dieser Informationen beim Schliessen des Programms einzustellen.

Ein weiteres Einfallstor für Schadprogramme sind sogenannte aktive Inhalte - Funktionen wie JavaScript. Experten warnen deshalb davor, sie standardmässig zu aktivieren. Für den Browser Firefox gibt es zum Beispiel das Zusatzprogramm «noscript», über das sich die Skripte flexibel an- und ausschalten lassen.

Was kann man tun, um die Schäden im Falle einer Infizierung gering zu halten?

Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall, dass trotz aller Vorsicht ein Schadprogramm auf den Computer gelangt. Bei Problemen gilt es, die Internet-Verbindung des infizierten Geräts sofort zu kappen. Anschliessend sollte von einer sicheren System-CD aus gestartet werden.

Durch ein Systemabbild lässt sich die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Wer das «Image» auf einer externen Festplatte erstellt hat, kann alle Daten auf einen Schlag wiederherstellen, wenn der Computer nach einer Infizierung neu aufgesetzt werden muss.

(dsc/ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc Lauener am 01.06.2011 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vor Viren...

    ...muss man sich schützen, sondern immer wichtiger wird der Schutz der persönlichen Daten. Am Besten installiert man Schnüffel-Blocker im Browser (Flash Block, Ghostery, ...), vermeidet das eingeben von persönlichen Daten auf Websites und das Besuchen von andern Websites während man bei einem Dienst (z.B: Google Mail, Facbook, ...) angemeldet ist. Generell sollte man auch mit Registrierungen vorsichtig sein. Alles, wofür man sich auf einer Website registrieren sollte, kriegt man anderswo auch umsonst!

  • Tajno am 01.06.2011 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Firewall-Mythos

    Die persönliche Firewall halte ich nach wie vor für einen entschiedenen Nachteil. Weshalb genau hat der CCC schon mehrfach ausgeführt - Der Ansatz das eine Firewall unter administrativen Rechten läuft und grundsätzlich das erste Ziel eines Angriffs ist (wenn es den eine Standard FW ist, die seit Jahren bekannt sind, z.B. ZoneAlarm etc.) - ist dies ein potenzielles Sicherheitsrisiko. ESET Nod32 ist von den kostenpflichten Programmen eines der stärksten.

  • Fredu am 01.06.2011 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Der Ultimative Schutz

    für den Heimcomputer muss man folgende Schritte unternehmen. 1. entfernen Sie sämtliche Kabel von ihrem PC 2. Öffnen Sie ihr Fenster 3. Nehmen Sie ihren Pc und mit einem Grazösen Schwung, schmeissen Sie ihn aus ihrer wohnung raus.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gianin May am 06.06.2011 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Geldmacherei

    Obwohl, wohl 1ner von 1'000 so sensible Daten auf dem PC hat, dass es nötig wird solche Software zu haben und auch noch verstehen muss.

    • Sir master am 07.06.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      Gratis?

      Absolut, nur 1ner von 1000 hat solche Daten. Doch jeder hat ein Recht seine Privatsphäre zu schützen. Wie im Beitrag erwähnt gibt es SEHR gute Lösungen (Gratis), Beim Mac muss man in die Tasche greiffen, doch das ist wohl nichts neues bei Mac ;)

    einklappen einklappen
  • Thom am 02.06.2011 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wie man PC und Mac richtig schützt

    Ganz einfach, in dem man Linux montiert. Ist heute eigentlich auch kein Problem mehr. Das größte Sicherheitsrisiko sitzt dann zwischen Stuhl und Tastatur. Klar gibt es da auch Sicherheitslücken. Um diese aber auszunutzen, braucht es aber schon einen sehr dussligen User.

  • 31337 am 01.06.2011 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Erster bekannter Virus war ein Mac-Virus

    1982 wurde von dem 15-jährigen amerikanischen Schüler Rich Skrenta ein Computerprogramm geschrieben, das sich selbst über Disketten auf Apple-II-Systemen verbreitete. Dies war der erste Virus... Von wegen es gibt keine Viren für Mac User :-))

    • Lavi am 08.06.2011 20:36 Report Diesen Beitrag melden

      Na, na na

      Niemand hat gesagt es gäbe keine Viren für Mac. Nur gibt's sehr wenig davon. ;)

    einklappen einklappen
  • Martin 1971 am 01.06.2011 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit den Admin-Rechten

    Etwas was sehr einfach ist und bereits erstaunlich viele Schädlinge einschränkt ist das Arbeiten ohne Adminrechte. Meiner Meinung nach ein Muss. Einfach ein zweites Konto anlegen, dem Adminrechte geben und darüber in Zukunft installieren. Die normale, tägliche Arbeit aber auf dem Konto OHNE Adminrechte erledigen.

    • Bruno am 01.06.2011 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      adminrights

      Genau....keine Adminrechte und eine virtuelle Umgebung fürs surfen....

    • Dominik Grieder am 02.06.2011 01:05 Report Diesen Beitrag melden

      Kommt darauf an.

      Das ist eine ziemlich veraltete Ansicht. Ein Schädlingsprogramm welches z.B. einen Exploit ausnutzt kann meistens machen was es will, egal ob man als Admin unterwegs ist oder nicht... Es gibt da unzählige weitere Möglichkeiten, die es nicht "interessiert" ob Admin oder Nicht-Admin. Virtuelle Umgebungen bringen da schon mehr wie Bruno es schreibt, wobei das umständlich sein kann wenn man es nicht richtig macht und einrichtet. Wenn meine Kunden einen Schädling haben der sich nicht 100% sicher entfernen lässt, wird auf das letzte Backup zurückgegriffen welches noch "sauber" ist.

    • Peter Hüppi am 02.06.2011 15:13 Report Diesen Beitrag melden

      Veraltet...

      Diese Ansicht ist schon ziemlich antiquiert. Heutige Malware und Viren hebeln die Adminrechte schon in der Source aus.

    einklappen einklappen
  • Marc Lauener am 01.06.2011 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vor Viren...

    ...muss man sich schützen, sondern immer wichtiger wird der Schutz der persönlichen Daten. Am Besten installiert man Schnüffel-Blocker im Browser (Flash Block, Ghostery, ...), vermeidet das eingeben von persönlichen Daten auf Websites und das Besuchen von andern Websites während man bei einem Dienst (z.B: Google Mail, Facbook, ...) angemeldet ist. Generell sollte man auch mit Registrierungen vorsichtig sein. Alles, wofür man sich auf einer Website registrieren sollte, kriegt man anderswo auch umsonst!