Handy-Film

24. Februar 2011 10:20; Akt: 24.02.2011 11:05 Print

iPhone-Horror aus Korea

Kult-Regisseur Park dreht den ersten Kurzfilm nur mit dem iPhone – und gewinnt einen Goldenen Bären am Berlin-Filmfestival.

Der koreanische iPhone 4 Horror-Kurzfilm «Night Fishing» gewinnt den Goldenen Bären in Berlin.
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Der koreanische Kult-Regisseur Park Chan-Wook drehte einen halbstündigen Horror-Kurzfilm mit dem iPhone 4. Ein Handy-Filmchen kann doch jeder drehen? Vielleicht, aber Park ist der erste Regisseur, der mit einem Smartphone-Film einen renommierten Filmpreis gewinnt. «Paranmanjang», im englischen Titel «Night Fishing», wurde an der Berlinale in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, schreibt der Tech-Blog Basic Thinking.

Der Plot handelt von einem Mann, der nachts beim Fischen ertrinkt und in eine Zwischenwelt eintaucht. Seine Familie versucht darauf, ihn mit einem schamanischen Ritual zurück in die Welt der Lebenden zu holen.

Hoher technischer Aufwand

Die Filmqualität kann erwartungsgemäss nicht mit gewohnter Kino-Kost mithalten. Da der Film aber viel im Nachtmodus und mit schemenhaften Gestalten arbeitet, sei die Bildqualität in Ordnung. Park ist kein Amateur, der mit dem iPhone in der Hand nachts durch die Sümpfe schleicht und ein zweites, verwackeltes «Blair Witch Project» drehte. Der Koreaner, in der Filmszene kein unbeschriebenes Blatt, war bereits zwei Mal für den Goldenen Bären nominiert. Die übrige Kamera- und Beleuchtungstechnik entsprach denn auch der eines gewöhnlichen Kinofilms. Tele-Objektive, Stative, Kamerawagen, Scheinwerfer – alles dabei. Ausserdem wurde der Streifen im Studio nachbearbeitet, wie Basic Thinking schreibt.

(owi)