Jetzt im Kino

28. Februar 2019 00:00; Akt: 13.03.2019 13:59 Print

Verehrt wie eine Superheldin

«On the Basis of Sex»: Ein Film, wie er aktueller nicht sein könnte. Jetzt im Kino.

It was a Man’s World, so she changed it.
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Wieso sie eigentlich einen Studienplatz besetze, der einem Mann gehören könnte: Solchen Fragen musste sich Ruth Bader Ginsburg 1956 stellen, als sie als eine von nur neun Frauen ein Jurastudium an der Harvard-Universität antrat. Sie blieb dem Dekan die Antwort nicht schuldig: damit sie ihrem Mann, der ebenfalls Jura studiere, eine verständnisvollere Ehefrau sein könne. Dies war nur eine von vielen Ungerechtigkeiten, denen Ruth Bader Ginsburg in den 1950er-Jahren ausgesetzt war – benachteiligt aufgrund ihres Geschlechts. Damit wollte sie sich nicht abfinden.

Zusammen mit ihrem Ehemann Marty war sie Jahre später für ein wegweisendes Urteil am US-Berufungsgericht verantwortlich, das auf Basis der Geschlechterdiskriminierung für gleiche Rechte von Mann und Frau einstand. Sie hatte sich endlich die Anerkennung in einer Männerdomäne erkämpft und schaffte es bis zur Berufung ans Oberste Bundesgericht der USA – als erst zweite Frau.

Ruth Bader Ginsburg wird verkörpert von Felicity Jones, in die Rolle des Ehemannes schlüpft Armie Hammer. «Der Film ist heute relevanter als je zuvor», meint Regisseurin Mimi Leder. «Es ist eigentlich eine Superhelden-Geschichte, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat.»