Neu im Kino

26. Oktober 2018 13:39; Akt: 16.11.2018 13:17 Print

Zerrissen zwischen Glauben und Realität

Mit «Chrieg» wühlte Regisseur Simon Jaquemet 2014 auf. Jetzt lässt er eine Frau verzweifeln. «Der Unschuldige» läuft ab dem 1. November im Kino.

Wird für Gesprächsstoff sorgen: «Der Unschuldige»
Fehler gesehen?

Was ist, wenn eine Begegnung alles verändert? Wenn man in seinen Grundfesten erschüttert wird? Wenn alles, woran man geglaubt hat, plötzlich in einem anderen Licht erscheint? Regisseur Simon Jaquemet, der bereits mit seinem Erstling «Chrieg» reihenweise Preise gewinnen konnte, zeichnet in «Der Unschuldige» das Dilemma seiner Hauptfigur und ihre emotionale Reise visuell atemberaubend und faszinierend nach und beeindruckt gleichzeitig mit seiner Auseinandersetzung zum Thema Glauben. «Der Unschuldige» feierte am diesjährigen Toronto International Film Festival Weltpremiere als erster Schweizer Beitrag in der renommierten Sektion «Platform» im Wettbewerb.

Judith Hofmann spielt hervorragend Ruth, die ein Leben zwischen Wissenschaft und christlicher Tradition führt. Als sie einen Mann sieht, den sie vor langer Zeit geliebt hatte und der im Gefängnis sass, gerät ihre Welt ins Wanken. Ruth zerreisst sich zwischen der Anziehung zu ihrem früheren Geliebten, von dessen Unschuld sie heute noch überzeugt ist, und ihrer Glaubensgemeinschaft, die sie einst so herzlich aufnahm – sie aber gleichzeitig mit ihren strikten Ansichten überfordert. Wie wird sich Ruth entscheiden?