«Tschutter» am Ende

22. März 2012 13:28; Akt: 22.03.2012 13:59 Print

«Frische Unterwäsche wäre uns lieber»

Die letzte Folge von «Tschutter» ist vorbei – was für ein Unglück. Deshalb haben wir der zuständigen Produktionsfirma 13 Fragen gestellt. Die wichtigste zuletzt.

«Tschutter» - das grosse Finale (Video: Lineli Solutions / 20 Minuten Online)
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Sie kamen zu uns, wir gaben ihnen eine Bühne, und sie haben sie genutzt. Heute, nach dreieinhalb Wochen und neun Episoden, endet die Sitcom «Tschutter». Wie ist es, wenn man plötzlich berühmt ist? Wenn man von wildfremden Menschen sowohl gefeiert als auch beleidigt wird? Wir haben versucht, für einmal ernsthaft mit den Tschuttern zu reden – mit der Betonung auf: versucht.

«Tschutter» ist vorbei – zufrieden?
Lineli Solutions
: Endlich überstanden, wir werden uns heute Abend genüsslich das eine oder andere Glas Petite Arvine und Humagne Rouge gönnen. Besondere Momente verdienen besondere Walliser Weine.

Welches war die bisher heftigste Reaktion?
Es soll im Muotatal doch tatsächlich einen Typen geben, der sich das «Tschutter»-Logo auf den Oberarm tätowieren liess. Positiv überrascht waren wir auch von den Reaktionen aus dem Nachbardorf Varen. Die Gemeinde Varen lobte uns, obwohl wir sie in der Sitcom etwas in die Mangel nahmen. Sehr sportlich, bravo!

Uns ist zu Ohren gekommen, dass ihr im Wallis mit Unterwäsche beworfen worden seid.
Das kann schon vorkommen. Wir möchten aber deswegen niemanden verurteilen. In Zukunft wäre uns frische Unterwäsche aber lieber.

Ähnliche Zwischenfälle in der Öffentlichkeit? Werdet ihr erkannt?
Was für eine Frage! Wenn ihr eure User während drei Wochen mit unseren Gesichtern vollspamt, wäre es wohl etwas peinlich für euch, wenn uns niemand erkennen würde. Wir werden aktuell schon angesprochen: Von unsern Eltern, bei Tagungen, im Offizierslehrgang, an Rockkonzerten, beim Einkaufen, Müllraustragen etc.

Ihr wolltet es nicht anders. Ich erinnere mich genau, wie ihr zu uns kamt: Gierig nach Ruhm, wild entschlossen, für ein wenig Publicity die Hosen runterzulassen.
Ach hör doch auf! Für Publicity hätten wir eine schwarze Luxus-Limousine in euer Redaktionsgebäude gefahren. Ihr habt uns versichert, dass wir zu Aeschbacher eingeladen werden und eine eigene Sendung bei Joiz bekommen - nichts davon ist eingetreten.

Wir haben aber von Anfragen gehört – Openairs und Werbung?
Die Werbeverträge werden aktuell noch evaluiert, da hat es durchaus spannende Angebote gegeben. Die kommende Tour von TheFutures (Radioaktiv Tour) wird von einem Stromkonzern unterstützt und deshalb auch definitiv in den grossen Hallen des Wallis Halt machen.

Wie viel Aufwand habt ihr eigentlich für «Tschutter» betrieben?
Wenig. Es ist alles real time und one take gefilmt worden. Wir haben insgesamt zwei Tage gedreht, zwei Stunden geschnitten, das Zeug an euch gesendet. Katsching.

Und wie kamt ihr auf die Idee, so was zu machen?
Nach der langen Produktionszeit wissen wir nicht mehr so genau, was der Auslöser war. Es war uns wohl langweilig und anstatt bei DGST mitzumachen, bastelten wir eine Sitcom. Wir wollten den Walliser Alltag in die Üssuschwiiz bringen. Jetzt im Ernst, «Tschutter» ist schon ein bisschen «Next level shit», nicht!? Viele Leute haben es ja bis heute noch nicht ganz geschnallt...

Was gibt es da zu schnallen?
Dass wir niemandem etwas schulden. Wir haben die Sitcom indie, auf eigenes Risiko, unter Freunden, aus Spass an der Sache produziert. Man darf das Ganze nicht überbewerten. Die Leute, denen es gefällt, sollen «Tschutter» feiern und 20 Minuten Online dankbar sein. Die anderen sollen uns vier Löffel aus dem Wallis ignorieren.

Welche Serien schaut ihr denn selbst?
«Entourage», «Shameless», «It's Always Sunny in Philadelphia», «Sopranos», «Breaking Bad», «The Wire», «Extras», «Sons of Anarchy», das Übliche halt.

Ihr wurdet oft gelobt – aber auch kritisiert. Wie habt ihr das verdaut?
Wir mögen Kritik. Wir haben aber erfahren, dass die kritischen Kommentare meist von ein und derselben Person geschrieben wurden. Hier soll es sich um einen frustrierten liechtensteinischen Filmschaffenden handeln, der aktuell eine ähnliche Sitcom über vier aufsteigende Unihockeyaner realisieren will.

Die Frage, die sowohl den Fans als auch den Hatern unter den Nägeln brennt: Gibt es eine zweite Staffel?
Wir werden noch eine saubere Auslegeordnung machen und uns dann entscheiden. Wenn nicht mindestens eine Million Menschen in irgendeiner Weise mit «Tschutter» in Kontakt gekommen sind, werten wir die Staffel als Misserfolg und werden die nötigen Schritte einleiten.

Die da wären?
Wir träumen schon lange von einem Walliser Western. Es geht um vier Typen, die während der Woche einen ganz normalen Job in einer Fabrik erledigen; am Wochenende werden zwei von ihnen zu Indianern und zwei zu Cowboys. Das Spannungspotenzial ist enorm.

(tog)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Bollschweiler am 22.03.2012 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unterwäsche

    Witz:In der Verlegung gab der Feldweibel eine gute Nachricht bekannt,Heute könnt ihr die Unterwäsche wechseln,Meier wechselt mit Müller,Senn wechselt mit Breitschmid,Hofmänner wechselt mit Zimmerman.................usw

  • HP köstli am 22.03.2012 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    LOS!

    anstatt do dumm Interview zgä, gschieder neui Folge mache! ^^

  • Licci am 22.03.2012 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Meh Meh Meh

    Super Idee Jungs! Warte scho uf staffle 2!!! :-) Wiiter so

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Mustermann am 25.03.2012 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Genial.

    Wirklich fantastisch was die 4 Jungs da geleistet haben. Und von dem Halbschuh welcher da ständig kritisiert hat, hat da zufällierweise jemand den Namen von dem Typen. Danke! Schönen Sonntag allen. Grüsse aus Zürich ins Wallis!

  • köbi ab am 24.03.2012 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lacher sind supper

    Unbedingt beibehalten

  • philipp am 24.03.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    die beste Kernaussage

    wänd bis hiä glüägt hesch, bisch entweder sälbär ä tschuttär odär sälbär ä tubil :-) Supär gsi Jungs, di wa jetz di ganz zit gjamrut hend und doch alles glüägt heint fühlund schich jetz hoffuntli als nid Tschuttär agsprochu :-) Bringäd meh!!!

  • Patric am 24.03.2012 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    20 Min Umfrage

    was soll eindentlich die Umfrage zu Tschutter. In keiner Frage wurde nachgefragt, ob einem die Sitcom gefällt.

    • Dragomir am 24.03.2012 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      In die Ecke mit dir

      Frage 7: Wie gefiel Ihnen die erste Staffel von «Tschutter»? Sensationell, Gut, War Ok, Naja, Schlecht, Keine Ahnung

    einklappen einklappen
  • Andreas am 24.03.2012 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Lacher nerven.

    Bitte keine Lacher mehr. Die stören enorm; und wenn man die gleichen Lacher zum x-ten Mal gehört hart, wirken sie sehr künstlich.