Die Lochis

21. Dezember 2015 14:07; Akt: 22.12.2015 10:29 Print

«Auf einen Chef haben wir keinen Bock»

von Catharina Steiner - Die Zwillinge Roman und Heiko Lochmann haben 1,6 Millionen Youtube-Follower. Und mit «Bruder vor Luder» ihren eigenen Kinofilm.

Der Trailer zum Film der Lochis. Quelle: Youtube.com
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Von Youtube zum eigenen Kinofilm. Krass, oder?
Roman: Ja, megakrass. Das hätten wir nie gedacht. Das war eine riesige Erfahrung für uns, wir haben wahnsinnig viel erlebt. Es war aber auch sehr anstrengend, wir haben ja Regie geführt und auch am Drehbuch mitgeschrieben. Das macht uns natürlich stolz.

Wie geht ihr mit so viel Verantwortung um?
Heiko: Wir sind es ja schon gewohnt, im Rampenlicht zu stehen. Wir wissen, dass uns mittlerweile 1,6 Millionen Leute auf Youtube folgen. Die Leute sehen uns oft als Vorbild.
Roman: Wir machen aber auch das, worauf wir Bock haben. Von anderen Sachen wollen wir uns nicht gross beeinflussen lassen. Das tragen wir, glaube ich, auch ein bisschen nach aussen: Man soll sich selbst sein.

Verdient ihr schon mehr als eure Eltern?
Roman: Ja klar, aber das ist auch kein Geheimnis mehr. Wir können sehr gut von Youtube leben.

Wie ist das für Mama und Papa?
Heiko: Die haben sich daran gewöhnt und unterstützen uns, wo sie können. Das Ganze hat sich ja in den letzten drei Jahren ziemlich entwickelt, so dass wir das alleine nicht mehr schaffen. Aber sie wissen, dass wir megahart arbeiten. Wir haben gerade ziemlich viele Projekte am Laufen. Wir sind immer unterwegs und daneben gehen wir ja auch noch zur Schule.

Müsst ihr auf dem Pausenhof Autogramme geben?
Heiko: Wir sind seit einem Jahr auf einer neuen Schule, da sind alle älter als wir. Die kennen uns schon, aber dieses typische Fangirl-Getue gibt es da nur selten. Was wir aber gar nicht gut finden, ist, wenn Fans vor der Schule auf uns warten.
Roman: Oder vor der Haustür. Wir sagen den Fans dann aber, dass das nicht okay ist. Wir teilen eh schon so viel von unserem Leben mit, dass wir unser öffentliches und privates Leben definitiv trennen.

Passiert das oft?
Heiko: Ein paar Monate lang hat es jeden Tag an unserer Haustür geklingelt. Eine Zeitlang ging auch meine Handynummer rum. Ich konnte dann gar nichts mehr machen. Das war voll krass.

Ihr verbringt extrem viel Zeit miteinander. Habt ihr oft Zoff?
Roman: Als Geschwister hat man oft die eine oder andere Auseinandersetzung, aber nach zwei Minuten ist alles wieder gut. Wir können nicht lange aufeinander böse sein.

In «Bruder vor Luder» kommt euch ein Mädchen in die Quere. Ist euch das auch schon passiert?
Roman: So richtig noch nie. Man muss aber generell total aufpassen, wem man vertraut. Wir checken mittlerweile schnell, ob uns jemand ausnutzen will.

Könnt ihr euch vorstellen, mal einen Normalo-Beruf zu haben?
Roman: Nein, gar nicht. Was wir machen, ist mehr als nur ein Beruf, es ist eine Lebenseinstellung. Wir sind extrem viel unterwegs, das macht Spass. Und wir wollen selbstständig bleiben, auf einen Chef haben wir keinen Bock.
Heiko: Das Internet wird immer schnelllebiger, man muss sich nonstop damit beschäftigen. Wir schreiben während der Schulpausen oder spät abends noch E-Mails. Trotzdem ist es wichtig, auch mal abzuschalten und Zeit mit alten Freunden zu verbringen, die nichts mit unserem Job zu tun haben.

Gibt es unter euch Youtubern auch Neid?
Roman: Eigentlich nicht. Einen gewissen Konkurrenzkampf ist da, aber die meisten kennen sich gut, verstehen sich super, weil alle im selben Boot sitzen.
Heiko: Im Vergleich zum Fernsehen ist es ja auch kein Kampf um die Quoten. Die Leute müssen sich für einen Sender entscheiden. Bei Youtube kann man das eine gucken und danach das andere. Wenn wir Bock haben, promoten wir uns auch einfach gegenseitig.

«Bruder vor Luder» startet am 24. 12. im Kino.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Fraglich am 21.12.2015 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt mal ehrlich..

    Wer sind die beiden? Muss man die wirklich kennen?

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  • Lsbw am 21.12.2015 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitverschwendung

    Sie haben kein Bock auf einen Chef ...niemand hat Bock auf sie...

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  • Stef am 21.12.2015 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kampf um Quoten?

    Na wartet mal ab. Beim TV muss ich mich auch nicht für einen Sender entscheiden und kann dann den ganzen Abend nur noch diesen Sender schauen. Das ist doch genau das Gleiche. Irgendwann sinkt der Stern, dann heisst es "welcome to reality"...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • martin winter am 21.12.2015 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleines Licht

    War oft auf YouTube unterwegs aber von denn Typen hab ich noch nie was gehört. was machen die ?

  • Nanotoe27 am 21.12.2015 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Youtube

    Ich verstehe diesen Youtube-Hype eh nicht, wie man die so hart Feiern kann, als wären sie berühmte Prominente. Erstellen Youtube Videos machen Parodien oder lesen Kommentare vor. Werde es wohl nie verstehen, wie man sowas feiern kann.

  • Maik am 21.12.2015 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fangirls

    Habe grundsätzlich nichts gegen die Lochis, aber da der Film in der Schweiz wohl eh nicht in die Kinos kommen wird für mich micht von Interesse. Viel Spass ihr Fangirls da draussen

  • das loch von ... am 21.12.2015 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    herzig

    Naja... Was sie da anbieten ist Geschmacksache... Allerdings gilt, dass nur wenige den Lebensunterhalt so verdienen können, wie die Lochis. Von Vorbildfunktion kann man da nicht reden. Wer also einen Zahltag möchte, muss sich wohl oder übel mit einem Chef abfinden... auch wenn das heutzutage gar nicht mehr in die Lebenseinstellung passt, dass einem Jemand sagt, was er tun soll.

  • Markus49 am 21.12.2015 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kino-Trailer

    Ehrlich, den Trailer zum Kinofilm fand ich recht lustig, auch wenn ein paar Gags doch recht flach, vorhersehbar und ausgelutscht sind, die schauspielerischen Leistungen grösstenteils Laienniveau haben, musste ich trotzdem ein paar Mal schmunzeln. Erinnert mich etwas an die US Highschool- und College Filme. Die beiden Jungs sind ja erst 16, haben also ihr ganzes Leben noch vor sich, da wird die eine oder andere Veränderung noch stattfinden, keine Frage. Früher oder später werden auch sie sich für eine Ausbildung/Beruf entscheiden müssen.