«Switzerländers»

29. Oktober 2019 22:18; Akt: 29.10.2019 22:18 Print

«Die Bilderwelten sind gigantisch»

Erfolgsregisseur Michael Steiner will aus Alltagsepisoden von Schweizerinnen und Schweizern einen Kinofilm machen. Jetzt steht der erste Schnitt des ambitionierten Projekts.

«Switzerländers»-Creative-Director Michael Steiner erklärt, worum es im Projekt geht.
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25 Minuten von «Switzerländers» stehen bereits. Auf einer Terrasse in Malibu, mit Meerblick, hat Regisseur Michael Steiner dem Produzenten Stephan Anspichler auf seinem Laptop den ersten Rohschnitt gezeigt.

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Die Macher sind auf Kurs – und haben nun die Gewissheit, dass aus dem Experiment, dass sie gemeinsam mit 20 Minuten im Sommer starteten, ein Kinostoff werden kann. «Wie Menschen in allen Regionen der Schweiz zu allen Tages- und Nachtzeiten gefilmt haben, um ein authentisches, persönliches Abbild des Landes zu schaffen, ist phänomenal», sagt Produzent Anspichler. «Die Bilderwelten sind gigantisch.»

«Es wird ein authentisches, persönliches Abbild der Schweiz.»

Die Vision hinter dem Projekt: einen «ungeschönten» Blick hinter die Kulissen eines ganz normalen Tages in der Schweiz zu werfen. Dazu montiert Erfolgsregisseur Steiner zusammen mit seinem Team aus Tausenden von eingesendeten Handy-Filmchen einen Dok-Film in Kinoformat.

Produzent Anspichler: «Wir stehen mit den Menschen auf, verbringen mit ihnen den Tag und gehen mit ihnen zu Bett. Dabei erfahren wir, dass das Leben hoffnungsvoller ist, als wir es im Trubel unseres Alltags manchmal wahrnehmen.»

«Das Leben ist hoffnungsvoller, als es im Alltag manchmal scheint.»

Die grösste Herausforderung für Regisseur Steiner ist bei «Switzerländers», aus den Tausenden von eingesendeten Clips einen Film zu erschaffen, der «unterhält und berührt». Material sei genug da, es gebe Szenen, die emotional aufwühlen würden, andere seien visuell stark, so Steiner.

Von den Einsendungen schaffen es natürlich nicht alle Videos in den fertigen Film. Rund drei Prozent dürften letztlich zu sehen sein. «Wir versuchen, so viele Beiträge wie möglich zu berücksichtigen, aber nicht alles passt in den Film», sagt Steiner.

«Nicht alles passt in den Film.»

Bis Ende Februar soll «Switzerländers» fertiggestellt sein, inklusive Soundtrack. Der Release ist fürs Frühjahr 2020 angesetzt. Initiator Ridley Scott wird die Endfassung noch absegnen. «Ehrensache», so die Filmemacher.

Michael Steiner ist zurzeit auch noch aus einem anderen Grund in Los Angeles. Er rührt in Hollywood die Werbetrommel für seine Hit-Komödie «Wolkenbruch», die als Schweizer Beitrag im Oscar-Rennen ist.

«Die Konkurrenz im Oscar-Rennen ist gross.»

Damit es für eine Nomination als bester ausländischer Film reicht, ist erstmal noch Lobby-Arbeit angesagt. «Wir zeigen den Film in diversen Screenings den Academy-Mitgliedern. Bis jetzt haben wir gute Reaktionen erhalten, aber die Konkurrenz ist gross, und es braucht viel, um es auch nur in die Shortlist zu schaffen.»

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • J.R.B. am 29.10.2019 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    für was?

    was kostet die übung, wer zahlt die zeche und was bringt es uns?

  • Ganjaflash am 29.10.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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