«Zwingli»-Stars im Interview

15. Januar 2019 05:54; Akt: 15.01.2019 08:05 Print

Was tut ihr, um die Welt besser zu machen?

von Katrin Ofner - Bei der Schweizer Reformation spielte Huldrych Zwingli die zentrale Rolle. Fast 500 Jahre später wird er dank Stefan Haupts «Zwingli» zum Kinostar.

Zwingli setzte sich für die Hungernden und Armen ein. Doch wie sieht es mit den Hauptdarstellern Max Simonischek, Anatole Taubman und Sarah Sophia Meyer aus? Wir haben sie gefragt. (Video: Tamedia / Phil Stirnemann / Katrin Ofner)
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488 Jahre nachdem Zwingli im Kampf um sein Lebenswerk auf dem Schlachtfeld gefallen ist, bringt Stefan Haupt (58) dessen Geschichte auf die Kinoleinwand. Der Zürcher Erfolgsregisseur («Der Kreis») schafft mit «Zwingli» einen zweistündigen Spielfilm über den Schweizer Kirchenreformator und dessen Krieg gegen die katholischen Innerschweizer.

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Im Historiendrama zeichnet Haupt ein neues Bild von Zwingli – weg vom arbeitsamen, beflissenen und sittenstrengen Gottesmann. Er zeigt ihn als Lebemann, der gern trank, musizierte, eine Frau und vier eheliche sowie ein uneheliches Kind hatte.

Reformation mit Liebe

Als Leutpriester fürs Zürcher Grossmünster wurde Zwingli (gespielt von Max Simonischek, 36) 1519 gewählt, wo er bald darauf für mehr Unabhängigkeit – vom Papst in Rom, vom Bischof in Konstanz und von der Grossmacht Frankreich – kämpfte. Er half den Armen, Hungernden und Waisen. Stets an seiner Seite: sein engster Freund und Wegbegleiter Leo Jud, im Film gespielt von Anatole Taubman (48).

Neben der Entstehung der Schweizer Reformation beleuchtet der Film aber auch Zwinglis Beziehung zur jungen Witwe Anna Reinhart, die seine Ehefrau wurde. «Da es kaum Dokumente über sie gibt, ist es schön, dass sie in dem Film eine Stimme bekommt», freut sich Anna-Darstellerin Sarah Sophia Meyer (34).


Der offizielle Trailer zu «Zwingli». Die Schweizer Grossproduktion ist ab 17. Januar in den Kinos zu sehen.

Ein grosses Stück Schweizer Religionsgeschichte

Stefan Haupt und Drehbuchautorin Simone Schmid gleisen in «Zwingli» gekonnt das Leben des Reformators linear auf. Der Film beginnt mit seiner Ankunft in Zürich am 1. Januar 1519 und endet mit seinem Tod am 11. Oktober 1531 auf dem Schlachtfeld, wo er gevierteilt und verbrannt wurde.

Obwohl das Thema schwere Kost ist, geht der Historienfilm leicht von der Hand, ist unterhaltsam, berührend – und informativ. Zwingli-Darsteller Simonischek sagt: «Wir Schauspieler tun mit unserer Kunst auch etwas für die Bildung.»

20 Minuten hat die drei Hauptdarsteller zum Interview getroffen und sie gefragt, ob sie die Geschichte der Schweizer Reformation vorher kannten, was sie für eine bessere Welt tun und wie es für Max Simonischek war, erstmals mit seiner Mutter Charlotte Schwab (66, sie spielt Anna Reinharts Mutter) vor der Kamera zu stehen. Die Antworten gibts oben im Video.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tell's Lady am 15.01.2019 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Back to the Roots

    Wenn man nicht (mehr) so genau weiss, was der Unterschied zwischen Katholiken und Reformierten, dem Islam oder Christentum ist, für den ist dieser Film sicher bestens geeignet. Viele unserer heutigen Freiheiten und Schweizer Werte gehen auf diese Zeit zurück.

  • Wegweiser am 15.01.2019 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sich zuerst ändern...

    wer versucht die Welt zu ändern wird Schiffbruch erleiden. Michael Jackson versucht alle Kinder zu retten, Greenpeace den Walfang zu stoppen, Bill Gates investiert Millionen in Forschung für Gesundheit, aber noch Keiner hats geschaft Frieden zu bringen für die Welt. Auch irgend ein Papst wird es nie schafen, den alle diese Menschen sind in eine Lüge geboren, und jeder folgt diesen Lügen und deshalb muss jeder für sich die Wahrheit finden und sich selbst ändern nicht versuchen andere Ändern zu wollen, das ist der Schlüssel zu Frieden, den inneren Frieden bei sich zu Finden, diese Welt kann das nie, einem Frieden geben.

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  • Sven am 15.01.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Orientierungslose Gesellschaft

    Früher haben sich die Menschen an der Bibel festgehalten heute am Handy.

Die neusten Leser-Kommentare

  • D. Bilo am 15.01.2019 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Also ich mache nichts

    Denn würde ich etwas machen, käme sicher der Staat und würde eine Steuer drauf erheben. Oder ein internationaler Multi würde mir die Idee klauen und selbst vermarkten. Dieser dann natürlich steuerfrei, weil es dann eine Patentbox wäre. Aber ich bin ja auch schon durch säkularisiert. Und den Film werde ich mir auch nicht anschauen, obwohl ich ihn mutmasslich mit subventioniert habe

  • Sven am 15.01.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Orientierungslose Gesellschaft

    Früher haben sich die Menschen an der Bibel festgehalten heute am Handy.

  • G.D. am 15.01.2019 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wer bitte

    Eine total ernst gemeinte Frage: wer um Himmels Willen schaut sich diesen Film an?!

    • Mike am 15.01.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      Wer bitte

      ich zum Beispiel.

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  • History sucks am 15.01.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Schüler

    Zu Kino werden nur die Schüler gehen. Sie werden gezwungen. Und die ältere LEute

    • Lirum Larum am 15.01.2019 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Freue mich auf den Film

      Das sehe ich überhaupt nicht so. Das ist ein Stück unserer Geschichte. Es interessiert mich sehr und ich freue mich auf den Film. Meine ganze Familie wird mich freiwillig begleiten. Alle Schüler/innen die den Film sehen dürfen, können sich darauf freuen. Und Sie dürfen sich weiterhin vor der CH-Geschichte verschliessen. Bildung macht schlau ; )

    • Theres am 15.01.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

      kaum historisch

      @ Lirum Larum Es ist grundsätzlich begrüssenswert, dass Sie sich für Geschichte intressieren. Nur ob so ein Film mit der historischen Wahrheit viel zu tun hat wage ich zu bezweifeln.

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  • Krösus am 15.01.2019 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als Kind des Wirtschaftswunders

    Geld verdienen. Nur das hat für mich wirklich was gebracht.

    • Christian Kaufmann am 15.01.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      IronForce

      Das ist eine traurige Ansicht...

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