Tessinerin Aomi Muyock

15. Februar 2019 07:27; Akt: 15.02.2019 08:16 Print

«Ich werde nie mehr Sex vor der Kamera haben»

2015 sorgte Aomi Muyocks Auftritt im Arthouse-Film «Love» für einen Skandal. Die Tessinerin schlief vor der Linse mit ihren Co-Stars. Jetzt meldet sie sich als taffe Kriegerin zurück.

Die Tessinerin in einem Clip zu ihrem neuen Film «Jessica Forever». Quelle: Berlinale
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Aomi Muyock, im weissen Hosenanzug und nahezu ungeschminkt, spricht fast schon schüchtern über ihren neuen Film. Man merkt ihr an, dass sie nicht gern im Mittelpunkt steht.

Jetzt muss sie aber: «Jessica Forever» wird an der Berlinale gezeigt, und die Tessinerin spielt in der französischen Produktion die Hauptrolle. Im Gespräch lacht sie oft verlegen, entschuldigt sich dafür, dass sie «schlecht in Interviews» ist.

Eltern liessen Adresse aus dem Telefonbuch streichen

Kaum zu glauben, dass diese Frau so mutig war, in einem Kinofilm Sex vor der Kamera zu haben. In Gaspar Noés Arthouse-Film «Love» spielte sie die weibliche Hauptrolle und sorgte damit 2015 am Filmfestival in Cannes für einen handfesten Skandal.

Kaum zu glauben, dass diese Frau so mutig war, in einem Kinofilm Sex vor der Kamera zu haben

Der explizite Streifen, inklusive einer Ejakulation direkt in die 3-D-Kamera, machte das ehemalige Model auf einen Schlag berühmt. Und berüchtigt. Als Schauspieler Sex vor der Kamera zu haben, ist eine Grenzüberschreitung, die nur wenige wagen. Angeblich liessen ihre Eltern nach der Premiere ihre Adresse aus dem Telefonbuch streichen.

Angesprochen darauf, wie sich ihr Leben seit diesem Experiment verändert hat, reagiert sie zurückhaltend. «Wir alle verändern uns. Ich hoffe, dass ich heute ein bisschen reifer bin. Aber das Erwachsenwerden fällt mir schwer.»

«Ich will keinen Film mehr über Sex machen»

Eines steht für die 30-Jährige aber fest: Sex vor der Kamera wird sie nie wieder haben. «Es ist eine Erfahrung, die man einmal macht. Es war interessant, aber ich will keinen Film mehr über Sex machen. Ich möchte mich einfach nicht wiederholen.»

Das gelingt ihr mit «Jessica Forever» definitiv. Sie spielt eine taffe Kriegerin, die eine Gruppe von Männern anführt und gleichzeitig eine Art Mutter für sie ist. Und nicht sexualisiert wird.

Aomi ist mittlerweile wieder von Paris nach Lugano gezogen

Mittlerweile ist Aomi, die aus einer Künstlerfamilie stammt, wieder von Paris nach Lugano gezogen. Mit den Angeboten aus der Schweiz klappt es trotzdem nicht. An Aomi soll es nicht scheitern. «Ich wäre offen dafür», sagt sie.

Der Trailer zu «Love»:


(cat)