73. Golden Globe

11. Januar 2016 02:15; Akt: 11.01.2016 07:52 Print

«The Revenant» ist grosser Sieger

In Hollywood fanden diese Nacht die Golden Globes statt. Kate Winslet, Silvester Stallone und Lady Gaga durften die goldene Kugel abholen. Bester Film ist «The Revenant» mit DiCaprio.

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Gewinner des Abends: Leonardo DiCaprio als Hugh Glass im Film «The Revenant». Der Film, DiCaprio und Regisseur González Iñárritu siegten in ihren Kategorien. Der Weg zum ersten Oscar ist geebnet. Leonardo DiCaprio ist an den 73. Golden globes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden. Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu – an seiner Seite María Eladia Hagerman – hat für den Rachethriller «The Revenant» den Golden Globe als bester Regisseur gewonnen. Denzel Washington brachte seine Frau und seine Kinder auf die Bühne mit und las seine Dankensrede nervös ab. Er wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Für Brie Larson war es die erste Nominierung und der erste Sieg. Sie holte die begehrte Trophäe mit ihrer Rolle in dem Mutter-Sohn-Drama «Room». Sängerin Lady Gaga erhielt für ihre Rolle im TV-Film «American Horror Story: Hotel» ihre erste Auszeichnung als Schauspielerin. «Ich wünschte mir, Schauspielerin zu werden, bevor ich Sängerin wurde.» Sylvester Stallone ist für seine Rückkehr als «Rocky Balboa» in «Creed» mit einem Golden Globe als bester Nebendarsteller belohnt worden. Der Schauspieler mit goldener Kugel und seinen drei Töchtern Sophia, Scarlet und Sistine. Nach sieben Nominierungen hats endlich geklappt: Matt Damon erhielt seinen ersten Golden Globe als Schauspieler. Seine Frau Lucinda Damon begleitete ihn an die Verleihung. Begehrte goldene Kugel: Kate Winslet gewinnt für ihre Nebenrolle im Film «Steve Jobs» den Golden Globe. Es ist bereits der vierte Golden Globe für die Schauspielerin. .... sie stach unter anderem Jane Fonda aus. Show-Moderator Ricky Gervais macht gleich zu Beginn ein paar Witze über Kollege Sean Penn. Dieser hatte den Drogenboss «El Chapo» in einem geheimen Versteck interviewt. Jennifer Lawrence erscheint in der Teppichfarbe. Dieses Jahr staubte sie ihren dritten Golden Globe für ihre Rolle in «Joy» ab. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP) Gleich fünfmal ist «Carol» mit der zweifachen Oscarpreisträgerin Cate Blanchett nominiert. Sam Smith und Jimmy Napes halten den Golden Globe für den James-Bond-Titelsong «Writing's on the Wall» in den Händen. Harrison Ford und seine Lebenspartnerin Calista Flockhart. Oscarpreisträger Eddie Redmayne kommt ohne seine Gattin an die Verleihung. Zurück in den 60er Jahren scheint Sängerin Katy Perry gelandet zu sein. Jamie Lee Curtis wird von ihrer Tochter Annie Guest begleitet. Auch David Hasselhoff ist an der Veranstaltung im Beverly Hilton Hotel dabei. Patricia Arquette und Eric White haben sich im schwarz-weissen Partnerlook gekleidet.

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Noch nie hat Leonardo DiCaprio einen Oscar gewonnen. Mit einem Dreifacherfolg seines Films «The Revenant» bei den Golden Globes reist er kommenden Monat als Favorit nach Los Angeles. Dort dürfte ein weiterer Abräumer des Sonntags sein Hauptkontrahent werden.

Der rastlose Historien-Thriller «The Revenant – Der Rückkehrer» und der Science-Fiction-Film «Der Marsianer – Rettet Mark Watney» sind die grossen Gewinner der 73. Golden Globes. Bei der Preisverleihung am Sonntagabend in Beverly Hills gewann «The Revenant» die Preise für das beste Filmdrama, den besten Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio) und die beste Regie (Alejandro González Iñárritu). «Der Marsianer» wurde als beste Komödie ebenso geehrt wie Hauptdarsteller Matt Damon als bester Komödien-Schauspieler. Das Liebesdrama «Carol» ging trotz fünf Nominierungen leer aus.

Witze über Sean Penn

Durch die Sendung führte in diesem Jahr wieder Komiker Ricky Gervais. Nach einer kurzen Pause war es seine dritte Moderation der Gala. In den vergangenen drei Jahren waren die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler als Gastgeberinnen auf der Bühne gestanden.

In gewohnt bissiger Manier holte er in seinem Eröffnungsmonolog gleich zum verbalen Rundumschlag aus. Unter anderen bekam US-Schauspieler Sean Penn sein Fett weg. Gervais witzelte, er wolle den Monolog möglichst zügig hinter sich bringen, damit er sich schnell wieder in sein Versteck zurückziehen könne – und das dort, wo ihn selbst Penn nicht finde. Der Schauspieler hatte am Wochenende in der Zeitschrift «Rolling Stone» über seine Begegnung mit Drogenboss Joaguín «El Chapo» Guzmán berichtet. Das Interview soll die Fahnder auf Guzmáns Spur gebracht haben, ehe er am Freitag nach Monaten auf der Flucht wieder gefasst wurde. Penn sei offenbar ein «Spitzel» gewesen, meinte Gervais.

Blanchett geht leer aus

Eine der umkämpftesten Kategorien entschied US-Schauspielerin Brie Larson für sich. Sie wurde zur besten Hauptdarstellerin in einem Drama gekürt und liess die «Carol»-Schauspielerinnen Cate Blanchett und Rooney Mara sowie Saoirse Ronan («Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten») und Alicia Vikander («The Danish Girl») hinter sich.

Beste Komödien-Darstellerin wurde Hollywood-Darling Jennifer Lawrence («Joy – Alles ausser gewöhnlich»). Die Preise für die besten Nebendarsteller erhielten Sylvester Stallone («Creed – Rocky's Legacy») und Kate Winslet («Steve Jobs»). Stallone verschwand nach einem Dank an sein fiktives Alter Ego Rocky Balboa und donnerndem Applaus von der Bühne, kehrte in der Werbepause aber schnell zurück, um «Creed»-Direktor Ryan Coogler und seinem Filmkollegen Michael B. Jordan auch seinenTribut zu zollen.

Preis für Lady Gaga

Weitere Preise in den Filmkategorien bekamen der Animationsfilm «Alles steht Kopf», Drehbuchautor Aaron Sorkin («Steve Jobs»), Komponist Ennio Morricone für den besten Soundtrack («The Hateful Eight») sowie Sam Smith und Jimmy Napes für den James-Bond-Titelsong «Writing's on the Wall» überreicht. Bester fremdsprachiger Film wurde «Saul FIA» aus Ungarn.

Bei den Golden Globes werden traditionell auch Preise für Fernsehproduktionen verliehen. Lady Gaga gewann für ihr Schauspiel in «American Horror Story: Hotel» erstmals einen Preis als beste Darstellerin in einer Fernsehserie. Bestes Seriendrama wurde «Mr. Robot», beste Comedy-Sendung «Mozart in the Jungle».

(afo/sda)