Gefloppt

09. Juli 2013 20:57; Akt: 10.07.2013 16:16 Print

«Who Killed Johnny?» wird zur Kinoleiche

von Isabelle Riederer - Gerade einmal 300 Leute sahen sich am Startwochenende den Schweizer Film «Who Killed Johnny?» im Kino an. Ein Totalflopp.

«Who killed Johnny?» mit Carlos Leal, Melanie Winiger und Max Loong läuft seit dem 4. Juli im Kino.
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Das Regiedebüt von Yangzom Brauen entwickelt sich an den Kinokassen zum Totschläger. Keiner will «Who killed Johnny?» sehen, dabei ist der Low-Budget-Film (ca. 40'000 Franken) aus der Feder der Schweizerin ziemlich gut. Solide Regie, witzige Szenen, toller Schnitt, grandiose Filmmusik und Schauspieler, die sich selbst mit viel Überzeugung spielen.

Doch keines der Argumente überzeugte und lockte die Besucher nach dem Kinostart am Donnerstag, dem 4. Juli, in die Kinosäle. Insgesamt sahen 600 den Film, aber nur 300 bezahlten auch dafür - der Rest waren Premierengäste.

«Ich habe gehofft, dass es mehr sind»

Für Filmverleiher Jonas Frei von Moviebiz eine herbe Enttäuschung. «Der Start war nicht ideal. Ich habe schon gehofft, dass es mehr sind.» Doch nicht nur das schöne Wetter und das Zürifäscht sind seiner Ansicht nach schuld: «Schweizer Filme haben es einfach schwer beim heimischen Publikum», sagt Frei und hat gar nicht mal so unrecht.

Zum Vergleich: Michael Steiners «Das Missenmassaker» sahen sich am Startwochenende im August 2012 knapp 7720 Kinobesucher an. Bei einem Budget von rund 3.2 Millionen Franken eine Katastrophe. Auch den Schweizer Horror-Streifen «One Way Trip 3-D» schauten sich am ersten Wochenende im September 2011 gerade mal 8499 Schweizer an. Noch schlechter erging es dem Streifen «Hard Stopp». Das Pseudo-Porno-Drama vom letzten Sommer schauten sich gerade mal 248 Leute an.

Trotz Flopp Fortsetzung geplant

Für die 33-jährige Regisseurin selbst sind diese Zahlen kein Beinbruch: «Ich habe es nicht anders erwartet. Ich bin schon stolz, dass wir es ins Kino geschafft haben mit unserem Film.» Fest steht auch, dass es garantiert eine Fortsetzung geben wird. Denn: «Die Zuschauerzahlen waren nie ausschlaggebend ob wir weitermachen oder nicht. Eine Fortsetzung ist nur abhängig von der Finanzierung», sagt Brauen gegenüber 20 Minuten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Söfel am 10.07.2013 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht sehenswert

    Habe den Film angeschaut. Zum Glück mit zwei vorigen Kinogutscheinen die ich mal bekommen habe. ES LOHNT SICH NICHT! auch nur einen CHF für diesen Film zu bezahlen. Es hat ein paar wenige witzige Szenen. Aber der Rest des Films ist wirklich nicht sehenswert und langweilig.!

  • AlexKeller am 09.07.2013 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Werbetechnisch ein Flop

    Werbetechnisch ist es sicher ein totaler Flop, weil ich zum ersten Mal von diesem Film gelesen habe. Momentan regiert halt World War Z & Co die Medienwelt.

  • Blake am 10.07.2013 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne bloss 3

    Ich kenne genau nur DREI schweizer Filme beim Namen und diese waren ein riesen Erfolg. Alles andere keine Ahnung. Aber das ist ja normal oder...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Malcom Wunderich am 11.07.2013 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sehen, sehen, sehen!

    Jordan Carver macht im Film mit! Da ist die Story doch wohl Nebensache! Zur Not kann man den Film ja auch ohne Ton schauen.

  • Urs am 10.07.2013 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrott

    Totale Schrott dieser Film!Die einzigen guten CH-Kinofilme sind meiner Meinung nach sowieso Breakout und Achtung Fertig Charlie!Freue mich auf Achtung Fertig WK :))

  • Chris am 10.07.2013 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ex- Missen

    Fehlt nur noch das Anita Buri oder Christa Rigozzi in einem solchem, unterirdischen Film Ihr Debut geben. - Wäre ja nicht verwunderlich.

  • Peter am 10.07.2013 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ojeoje...

    Die Vorschau beinhaltet so in etwa alles was ich bei einem schweizer Film anzutreffen befürchte. Schlechte Schauspieler, schlechtes Drehbuch, schlechte... naja, alles schlecht halt (und zwar "Mein 16-jähriger Nachbar kann's besser"-schlecht, nicht bloss "nicht so gut wie Spielberg"-schlecht). Wieso nur? Es können doch schon rein statistisch nicht alle derart schlecht sein? Der Trailer ist einfach schauderhaft.

  • rubistubi am 10.07.2013 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweizer filme sind trocken und kalt

    klingt doch eigentlich gut....naja ich glaube zu wissen weshalb schweizer filme in der schweiz nicht beliebt sind.... 1. die schweizer können sich ihre eigene sprache nicht im tb anschauen. schweizer die "hochdeutsch" reden sind noch schlimmer anzusehen. 2. schweizer filme sind szenariomässig immer sehr sehr trocken und kalt gemacht. egal ob bei 40° in der sonne am strand, irgendwie wirken die szenen immer kalt kälter frostig und trocken wie die wüste. liegt es an den schauspielern die nicht lebendig genug sind, bzw. die rolle nicht glaubhaft rüberbeingen? oder haben die schlichtweg die falsche videokamera genommen? selbst die schlechtesten low budget filme mit miserabler schauspielleistung aus amerika waren ernsthaft "gut" gemacht bezogen auf die beschriebenen aspekte. die dialoge zwar nicht ein ohrenschmaus aber dennoch gut. den film den ich meine heisst das kondom des schreckens oder ähnlich. ein richtig billiger trash movie zum totlachen, obschon schauspieler und dialoge nebendurchgehen. one way trip war verwirrend und komisch, sennentuntschi noch mehr. das missenmassaker hab ich leider nicht gesehen. ein sehr guter schweizer film ist cannabis, oder breakout, diese aber lehnen stark an deutsche und amerikanisch blockbuster an, von den dialogen bis zur szeneneinstellung waren diese filme wirklich richtig richtig gut und die schaue ich auch immer wider gerne mehrmals an.