Kinostarts der Woche

11. Dezember 2019 10:29; Akt: 31.12.2019 10:59 Print

Abtauchen nach Jumanji … oder ins Nirgendwo

von Mohan Mani - «Jumanji: The Next Level» mit Dwayne Johnson und «Where'd you go, Bernadette» mit Cate Blanchett hoffen auf viele Kinofans.

«Jumanji: The Next Level»: Auch die Kinohit-Fortsetzung bietet über weite Strecken hinweg spassige Unterhaltung.
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Weil die «Jumanji 2»-Spielwelt diesmal vom sogenannt «brutalen» Bösewicht Jurgen bedroht wird, liegt alle Hoffnung erneut auf den Game-Helden Dr. Bravestone (Dwayne «The Rock» Johnson), Ruby Roundhouse (Karen Gillian), Mouse Finbar (Kevin Hart) und Professor Oberon (Jack Black).

Da aber nebst Martha (Morgan Turner), Anthony (Ser'Darius Blain) und Spencer (Alex Wolff) auch dessen Grossvater Eddie (Danny DeVito) und sein langjähriger Geschäftspartner Milo (Danny Glover) ins Spiel gelangen, werden die Avatar-Karten neu gemischt … und es kommt erneut zu urkomischen Verwechslungen und einer halsbrecherischen Jagd nach einem orangefarbenen Diamanten, der unbedingt wieder zum Sonnenlicht geführt werden sollte.

Das volle «Jumanji»-Programm

Handlungsmässig wird in dieser Fortsetzung nicht viel Neues geboten. Dafür gibt’s amüsante Situationskomik und haufenweise Anspielungen auf Klassiker der Filmgeschichte. Ob Wüstenparade à la «Lawrence of Arabia», Hängebrücken-Action à la «Indiana Jones and the Temple of Doom», «Game of Thrones»- oder «Star Wars»-Verweise, Fans kriegen in der ersten Filmhälfte das volle «Jumanji»-Programm geboten. Und dass man mit computergenerierten Straussen und Affen weit schlagfertig umgehen darf als mit realen Tieren, kostet das Sequel gleich mehrfach aus. Einzig gegen Filmschluss lässt die Gag-Dichte nach und die Action wird repetitiv. Am Unterhaltungswert gibt’s aber nichts zu rütteln. Und ein dritter Teil kann gerne kommen.

Ab Donnerstag im Kino: «Where'd you go, Bernadette» mit Cate Blanchett

Wer hoch steigt, fällt tief: So wie ihr Lieblingsgebäude in Los Angeles erbarmungslos abgerissen wurde, ist auch die Karriere der einstigen Stararchitektin Bernadette Fox (Cate Blanchett) implodiert. Der Stadt der Engel hat sie den Rücken gekehrt und ist ihrem IT-Ehemann Elgie (Billy Crudup) und der gemeinsamen Teenie-Tochter nach Seattle gefolgt. Doch spätestens die Konfrontation mit der peniblen Nachbarin Audrey (Kristen Wiig) lässt Bernadette endgültig auf dem Boden einer knallharten Realität landen. Wie weiter?

Etwas gar glatter Selbstfindungstrip

Einmal mehr nutzt Cate Blanchett die weibliche Hauptrolle für eine Parforce-Leistung, die ihr so schnell niemand nachmacht. Als Bernadette ist sie eine Wucht, die glatt jeden Co-Star an die Wand spielt … und sogar den etwas gar glatten Selbstfindungstrip goutierbar macht. Das hätte ein Regisseur vom Kaliber eines Richard Linklater («Bodyhood») bestimmt noch besser hingekriegt. Sehenswert aber alleweil.

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