Kinostarts der Woche

12. September 2018 18:48; Akt: 12.09.2018 18:48 Print

Action, bis die Bude kracht

von Mohan Mani - Das Update des Action-Klassikers «The Predator» bietet weniger Spannung, dafür mehr Splatter-Spass.

Der Trailer zu «The Predator» – Kinostart ist am 13. September. (Video: 20th Century Fox)
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Eigentlich will der Scharfschütze Quinn McKenna (Boyd Holbrook) mit seinen Männern eine Entführerbande stellen, als ein Raumschiff vom Himmel stürzt und ein ausserirdischer Predator aus allen Rohren feuert.

Obwohl sich das Monster wie ein Chamäleon unsichtbar machen und verwandeln kann, gelingt es Quinn, ihm vor der Festnahme einige Ausrüstungs-Utensilien abzunehmen und an seinen autistischen Sohn Rory («Room»-Star Jacob Tremblay) zu senden. Doch lange bleibt der Predator nicht in Gefangenschaft.

Mit seiner starken Figurenzeichnung in Actionreissern wie «Lethal Weapon» oder «The Long Kiss Goodnight» hat der Drehbuchautor Shane Black das Heldenkino der 1980-er und 1990-er Jahre massgeblich mitgeprägt. Von diesem Know-how profitiert auch sein «Predator»-Update.

Keine Chance gegen Arnold Schwarzenegger

So lernt Quinn in der Gruppentherapie schrille Kollegen wie den Sprücheklopfer Coyle (Keegan-Michael Key) oder den am Tourette-Syndrom leidenden Baxley (Thomas Jane) kennen. Zusammen mit der sexy Wissenschaftlerin Casey Bracket (Olivia Munn) ergibt sich eine schlagkräftige Truppe, die sich den Predators in den Weg stellt. Sie alle haben aber keine Chance gegen Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger), der sich im Jahre 1987 mit dem Predator duellierte.

Die Spannung von anno dazumal erreicht das Remake in keiner Sekunde. Dafür gibts eine geballte Ladung blutiger Splatter-Effekte, Action-Oneliner und viel Humor – der Dreadlock-Vergleich mit Whoopi Goldberg etwa ist genial. Spätestens ab dem letzten Filmdrittel ist der Spass vorbei und die Originalität weicht Hollywoods obligater Action-Routine.

«Mile 22» mit «Marky Mark» Wahlberg

Wenn die Diplomatie und militärische Lösungen versagen, dann kommt der amerikanische Elite-Agent James Silva (Mark Wahlberg) zum Zug. Jüngster Einsatz ist die Wiederbeschaffung von radioaktivem Material, mit dem man mehrere Grossstädte weltweit auslöschen könnte.

Zur Schlüsselfigur wird der Spion Li Noor (Kampfsport-Könner Iko Uwais), der für die Bekanntgabe von Geheimnissen schnellstmöglich ausser Landes gebracht werden will. Dies wiederum ruft zahlreiche Gegner auf den Plan, die den 22 Meilen langen Weg von der Botschaft irgendeines (!) ostasiatischen Landes zum Flughafen zum Spiessrutenlauf machen.

Die vierte Zusammenarbeit von Regisseur Peter Berg mit Mark Wahlberg (nach «Lone Survivor», «Deepwater Horizon» und «Boston») erweist sich als routinierter Actionthriller, der auf der Zielgeraden eine arg subversive Route einschlägt. Mehr sei hier nicht verraten.