«X-Men: First Class – Erste Entscheidung»

08. Juni 2011 19:23; Akt: 08.06.2011 19:28 Print

Boys und Girls auf dem Weg zu X-Men

Zurück zu den Anfängen: Das erste «X-Men»-Prequel kann sich sehen lassen und macht Lust auf mehr.

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Im Polen des Jahres 1944 wird der junge KZ-Insasse Erik Lehnsherr von seinen Eltern getrennt und von einem Nazi-Doktor auf grässliche Weise dazu gezwungen, mittels Einsatz seiner übersinnlichen Fähigkeiten Metall durch Gedankenkraft zu verformen. In New York begegnet derweil der junge Telepath Charles Xavier einem chamäleonartigen Mädchen namens Raven. Schnitt und Zeitsprung ins Jahr 1962: zwischen Ost und West droht ein Nuklearkrieg. Inmitten des schwelenden Konflikts versucht der Geschäftsmann Sebastian Shaw (stark: Kevin Bacon) mit Hilfe von Mutanten, den Dritten Weltkrieg auszulösen. Doch Xavier (James McAvoy) und Erik (Michael Fassbender) stellen sich ihm mit anderen X-Boys und -Girls in die Quere. Ihre Freundschaft wird spätestens am Schluss auf eine harte Probe gestellt.

Häufige Schauplatzwechsel, ein grössenwahnsinniger Bösewicht, die Zeit des Kalten Kriegs und auch sonst Sixties-Kult pur – bei «X-Men: First Class» wähnt man sich gleich mehrmals fast wie in einem James-Bond-Streifen von anno dazumal. Der Engländer Matthew Vaughn («Kick-Ass») inszenierte das erste «X-Men»-Prequel jedoch mit Spannung, Witz und Tempo. Klar richtet sich die Story primär an Comic-Fans in aller Welt. Doch die Handlung bietet Effekte, Spass und Nervenkitzel auch für Leute, die ­bislang nicht viel mit der Mutantentruppe anzufangen wussten. So bringt nur schon die düster-bedrohliche Eröffnungssequenz die Fähigkeit des X-Boys Erik auf den Punkt und macht damit auch fachliche Laien mit der «X-Men»-Comicwelt vertraut.

Kurz: Nicht zuletzt wegen der erstklassigen Besetzung braucht «First Class» den Vergleich mit den früheren «X-Men»-Movies nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Man kriegt nach diesem Intro umso mehr Lust, sich die früher produzierten Streifen nochmals reinzuziehen.

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