Kinostarts der Woche

24. Oktober 2019 20:37; Akt: 30.10.2019 18:25 Print

Die Addams Family und der Terminator sind zurück

von Mohan Mani - Im Kino gibts nicht nur ein Wiedersehen mit der Addams Family, sondern auch ein «Terminator»-Comeback von Arnold Schwarzenegger.

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Darauf haben Fans gewartet. So ist im Kino erstmals zu sehen, wie sich Morticia und Gomez an ihrer morbiden Hochzeit das Jawort geben, von besorgten Spiessbürger vertrieben und schliesslich in einer verlassenen Irrenanstalt hoch oben in New Jersey sesshaft werden. Und schon ist man mittendrin im neuen alten Addam Family Clan. Während sich der hoffnungslos untalentierte Sohn Pugsley auf seine Mazurka-Feier vorbereiten muss, bandelt die mordlüsterne Tochter Wednesday mit der neuen Schulkollegin Parker – was wiederum deren Mutter Margeaux Needler nicht passt. Vielmehr möchte die TV-Raumplanerin ihre Stadt in eine piekfeine Plastikhochburg namens Assimilation umfunktionieren, die wunderbar ins heutige Trump-Amerika passt.

Schräg-makaberer Charme

Nach der subversiven Cartoon-Vorlage von Charles Addams, einer TV-Serie und zwei Kinohits aus den 1990-er Jahren ist die schrecklich nette Addams Family im heutigen Handy-, Internet- und Social-Media-Zeitalter gelandet. Die beiden «Sausage Party»-Macher Conrad Vernon und Greg Tiernan inszenierten den computeranimierten 3D-Plausch ganz fürs heutige Familienfilmpublikum, wobei der schräg-makabere Charme der Vorlage immer wieder sanft durchschimmert. Während Erwachsene die vielen Filmzitate (u.a. auf «It») geniessen, konzentrieren sich die Kids vielmehr auf irrwitzige Kultfiguren wie das eiskalte Händchen. So bringt dieses Update Fans aller Altersklassen dazu, sich auf amüsante Art mit sonst eher ernsten Themen wie Akzeptanz und Normalität auseinanderzusetzen. Und spätestens beim Titelabspann «schnippt» der ganze Kinosaal mit dem Titelsong mit.

Ebenfalls neu im Kino: «Terminator: Dark Fate»

Nicht zuletzt wegen seiner langjährigen Freundschaft zum gefallenen Actionstar Arnold Schwarzenegger hat sich James Cameron zur Mitwirkung am sechsten «Terminator»-Spektakel entschlossen. Die Story orientiert sich ganz am Original von 1984: Eine Maschine und ein Mensch werden in die Vergangenheit entsandt, um eine junge Frau umzubringen beziehungsweise zu beschützen. Ein Rätsel ist nur, weshalb es dafür sage und schreibe fünf Drehbuchautoren braucht.

Mehr Frauenpower mit Linda Hamilton & Co.

Der «Deadpool»-Regisseur Tim Miller orientiert sich bei der Inszenierung ganz am Erzählstil von James Cameron und knüpft nur schon beim Logo und Filmbeginn direkt bei «Terminator 2: Judgment Day» an. Dank dem Comeback von Linda Hamilton und den beiden Neuzugängen Natalia Reyes und Mackenzie Davis gibts Frauenpower pur. Und sogar Mr. «I'll be back!» und «Hasta la vista, Baby!» gefällt mit Vollbart und grauen Haaren.

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