Snob, Affe, Unschuld

25. Februar 2011 15:19; Akt: 25.02.2011 15:32 Print

Die Film-Flops der Oscar-Anwärter

Colin Firth ist zwar ein Favorit für einen Oscar, doch der «King’s Speech»-Star hat nicht immer nur die Königsrolle gespielt. Das gilt auch für die Konkurrenten Franco und Bale.

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Die wichtigsten Oscar-Nominierten in der Übersicht.

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Sobald bekannt wird, wer für einen Oscar nominiert ist, werden die Filmsünden der Betroffenen hervorgekramt. Das ist 2011 selbstredend nicht anders - und natürlich hat auch Colin Firth nicht bloss Shakespeare-Filme gedreht, bevor er für seine Rolle als King Georg VI in «The King’s Speech» für eine Auszeichnung als bester Hauptdarsteller vorgeschlagen worden ist. «Georg» schreibt sich hinten wirklich ohne e.

Der Darsteller hat beispielsweise 2003 in dem Streifen «What a Girl Wants» mitgewirkt. Der Titel kommt von einem Christina-Aguilera-Song: In dem Film erfährt eine amerikanische Göre, dass ihr Vater ein britischer Millionär ist. Weil der aber gerade für ein politisches Amt kandidiert und der Teenie nicht seine Chancen zerstören will, hält sie mit ihrer Herkunft hinter dem Berg.


Wildes US-Mädchen trifft auf britischen Snob-Papa. Trailer für «What a Girl Wants». Quelle: YouTube

Eine ähnliche Leinwand-Sünde hat Firths Kategorie-Konkurrent James Franco auf dem Kerbholz, der für «127 Hours» nominiert ist. Und ihn trifft ungleich mehr «Schuld» an seinem eigenen Fauxpas als seinen britischen Kollegen. Denn in «The Ape» von 2005 hat der Schauspieler nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern gleich auch noch Regie geführt und am Drehbuch mitgeschrieben. Es geht um einen jungen Autor nahe am Nervenzusammenbruch, der in eine Wohnung zieht, in der ein sprechender Proleten-Affe im Hawaii-Hemd lebt.


Crazy Jungautor trifft auf fluchenden Affen. Ein Trailer für «The Ape». Quelle: YouTube

Christian Bale ist zwar nicht für den Hauptrollen-Oscar vorgeschlagen, doch dafür könnte er den Preis für den besten Nebendarsteller absahnen. Und selbst der ehrgeizige «Batman» hat einen Streifen aus der Schmunzelecke im Repertoire: «All the Little Animals» heisst das Werk von 1998, in dem Bale den behinderten Jungen Bobby spielt, der vor seinem bösen Stiefvater flieht. So unmenschlich ist er, dass er die Tiere des Knaben getötet hat. Bobby flieht und trifft auf einen alten Mann trifft, der ihm die Schönheit der Natur nahebringt. Bis der böse Stiefvater wieder auftaucht …


Die schöne Natur, der unschuldige Junge, der böse Stiefvater: Der Trailer zu «All the Little Animals». Quelle: YouTube

(phi)