Hollywood

26. Mai 2011 08:36; Akt: 26.05.2011 09:26 Print

Diese Frau verfilmt Bin Ladens Tod

Jetzt steht es fest: Die Oscar-prämierte Regisseurin Kathryn Bigelow wird einen Film über die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden drehen.

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Der Führer des Terrornetzwerks Al Kaida wurde am 2. Mai 2011 von einer US-Sondereinheit in Pakistan erschossen. Bin Laden wurde in weniger als 100 Kilometer von Islamabad entfernt, aufgespürt und liquidiert. Einwohner von Abbottabad berichten, dass sich die Feuergefechte in diesem Anwesen zugetragen haben sollen. Bereits wenige Stunden nach seinem Tod wird - und zwar auf hoher See. Die USA wollen so verhindern, dass sein Grab eine Pilgerstätte wird. US-Präsident Barack Obama liess es sich nicht nehmen, In den frühen Morgenstunden des 2. Mai 2011 (Schweizer Zeit) trat er in Washington D.C. vor die Medien. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer um den Globus. In den USA - wie hier - versammeln sich die Menschen und feiern den Tod Bin Ladens. Auch in Washington D.C. wird gefeiert. finden sich Tausende ein und skandieren «USA! USA!». Auf das Konto von Bin Laden geht eine ganze Reihe von Terrorakten, allen voran der Am gleichen Tag erfolgte der Angriff auf das Bei beiden Anschlägen - im Bild der Ground Zero in New York - fanden fast 3000 Menschen den Tod. Doch der Terror der Al Kaida beginnt nicht erst mit 9/11: Am ... und in der Hauptstadt Tansanias. Mindestens 224 Menschen sterben. Der Angriff auf den im jemenitischen Aden mit 17 Toten wird ebenfalls Al Kaida zugeschrieben. Auch nach den Anschlägen von New York schlug Al Kaida immer wieder zu, etwa am 191 Menschen fanden den Tod. Am Vier Selbstmordattentäter zünden in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus Bomben. 56 Menschen starben. Nach dem 11. September 2001 wird Osama Bin Laden in den USA und vielen Ländern des Westens zum Noch im selben Herbst um die dortigen Al-Kaida-Ausbildungscamps zu zerstören und die regierenden fundamentalislamischen Taliban zu vertreiben. In auf Kuba errichten die USA ein Gefangenenlager für mutmassliche Al-Kaida-Kämpfer, das ausserhalb jeder Rechtsordnung geführt wird und deswegen in den folgenden Jahren im In- und Ausland immer wieder unter Beschuss gerät. Im Dezember 2001 erobern die Alliierten die Al-Kaida-Basis in Um ein Haar wäre ihnen dabei Osama Bin Laden in die Hände gefallen. Doch er kann sich nach Pakistan absetzen. Der Al-Kaida-Führer sollte für fast zehn Jahre der bleiben. Er kann sich dem Zugriff der US-Truppen und -Geheimdienste immer wieder entziehen. Am 20. Juni 2005 sagt CIA-Chef Porter Gos gegenüber dem Magazin «Time», er wisse, wo Bin Laden stecke. Geschnappt wird der Terrorfürst dennoch nicht. Auf Hinweise zum Verbleib des Al-Kaida-Führers setzt der US-Senat im Juli 2007 ein aus. Mehrmals meldet sich der Terrorfürst per so etwa am 7. September 2007. Er erwähnt darin unter anderem den damals frisch gewählten französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, um die Aktualität des Videos zu beweisen. Nach Bin Ladens Tod steigt die langjährige zum neuen Führer der Al Kaida auf, ... ... – und damit zum meistgesuchten Terroristen der Welt.

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Das US-Studio Columbia Pictures teilte mit, die Rechte zum Verleih des nächsten Film Bigelows und des Drehbuchschreibers Mark Boal in den USA erworben zu haben. Bigelow und Boal hatten bereits für das preisgekrönte Kriegsdrama «The Hurt Locker» zusammengearbeitet.

Drehstart für ihren neuen Film ist der Spätsommer, der Streifen soll dann Ende 2012 in die Kinos kommen. Der Filmtitel steht noch nicht fest. Bigelow und Boal hätten bereits seit 2008 an einem Projekt zur Jagd nach Bin Laden gearbeitet, teilte Sony Pictures Entertainment mit, zu der Columbia Pictures gehört.

Die «neuesten Ereignisse» sollten in den Film eingebaut werden. Eine US-Sondereinheit hatte Bin Laden Anfang Mai in seinem Versteck in der pakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad getötet. Bereits am folgenden Tag hatte die Zeitung «Hollywood Reporter» über die Pläne für einen Spielfilm über die Aktion berichtet.

(sda)