Die Chipmunks

20. Dezember 2011 07:16; Akt: 20.12.2011 10:08 Print

Drei Nervtöter scheffeln eine Milliarde

Wer schaut sich piepsende Eichhörnchen im Kino an? Mehr Leute, als man denkt. Die «Chipmunks»-Serie geht mit gutem Grund in die dritte Runde. Die Nager sind wahre Goldesel.

Am 22. Dezember kommt «Alvin und die Chipmunks 3 - Chipbruch» in die Kinos. Mit dem dritten Teil dürften die Gesamteinnahmen der erfolgreichen Kinoreihe die Milliardengrenze sprengen.
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Als ob zwei Teile nicht genug wären, kündigt sich dieser Tage der dritte «Alvin und die Chipmunks»-Kinofilm an. Den meisten schlackern schon nach eineinhalb Minuten Trailer die Ohren. Wer sich Alvin und seine Nager-Freunde auf der grossen Leinwand anschaut, ist den computergenerierten Fiepsstimmen der coolen Truppe eineinhalb Stunden lang im Dolby-Surround-Sound ausgesetzt. Das Schlimmste daran: Die sprechenden Eichhörnchen quasseln nicht nur in einem fort, sie singen auch noch.

Das Geschäft mit den Kleinen lohnt sich

Wer tut sich das freiwillig an? Reihenweise Kinder – und Erwachsene, die die Tortur dem Nachwuchs zuliebe über sich ergehen lassen. Mindestens zwei, im Schnitt wahrscheinlich sogar drei Kinotickets (zwei Kinder plus der Elternteil, der beim Auslöseln verloren hat) gehen pro Familie über den Ladentisch. Über 700 Millionen Dollar haben die ersten beiden Teile der «Chipmunks»-Reihe weltweit eingespielt – bei einem jeweiligen Produktionsbudget von rund 70 Millionen Dollar. Man muss kein Raketenphysiker sein, um zum Schluss zu kommen, dass sich das lohnt. Kein Wunder, hat sich 20th Century Fox für eine weitere Auflage des Trickfilm-Abenteuers entschieden. Damit dürften die Gesamteinnahmen der drei Eichhörnchen die Milliardengrenze sprengen. Der Filmblog Moviefone hat die Zahlen anhand einer spassigen Grafik in Relation gesetzt – wobei etwas schleierhaft bleibt, woher die Movie-Freaks ihre Zahlen genommen haben.

Andere Animations-Stars backen noch grössere Brötchen

Dabei sind die Chipmunks längst nicht die grössten Verdiener im Familien-Business. Dies liegt in erster Linie daran, dass andere Animationsfilme es schaffen, auch das kinderlose Erwachsenenpublikum anzusprechen. «Toy Story 3» alleine hat den Produzenten über eine Milliarde Dollar eingebracht. Zusammen mit den beiden anderen Teilen hat die Kinoreihe weltweit knapp zwei Milliarden Dollar eingespielt. Gerüchten zufolge arbeitet Pixar an einer vierten Auflage. Bestätigt ist diese bereits für den erfolgreichen «Ice Age»-Franchise. Im Juli 2012 soll «Ice Age 4 - Voll verschoben» in den Kinos anlaufen. Mit ihren letzten drei Abenteuern haben Faultier Sid und Co. bereits rund zwei Milliarden Dollar verdient. Der vierteilige «Shrek»-Franchise hat dem Dreamworks-Studio sogar rund drei Miliarden Dollar in die Kassen gespült.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kenny Achteins am 20.12.2011 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Problem mit Unterhaltung

    Wobei man auch sagen muss, dass einige dieser Animationsfilme wirklich hervorragend gemacht sind. Eben wunderbare Unterhaltung. There's nothing bad about that. Abgesehen davon würde ich beispielsweise jedes Schweizer's Liebling "James Bond" auch nicht gerade als hochwertige Filme bezeichnen.

  • Merlin am 20.12.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Unterhaltung

    Mal den Sinn des Wortes Unterhaltung studieren! Unten behalten! Begonnen hats im alten Rom mit "Brot und Spiele", angekommen sind wir zwischenzeitlich bei dämlich klingenden, animierten Nagern. Was für ein Fortschritt!

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  • S. Bernhard am 20.12.2011 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Volksverdummung

    Der Erfolg des Films ist ein Stück weit ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ein halbes Jahrhundert aktive mediale Volksverdummung zeigt seine Wirkung, nicht nur in Übersee.

Die neusten Leser-Kommentare

  • melanie am 22.12.2011 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    wo sind meine disneyfilme

    das vermisst man doch glatt wieder einmal die guten alten zeiten als es noch gezeichnete walt disney filme gab... schneewittchen & co. sind auch heute noch klassiker.

  • Kenny Achteins am 20.12.2011 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Problem mit Unterhaltung

    Wobei man auch sagen muss, dass einige dieser Animationsfilme wirklich hervorragend gemacht sind. Eben wunderbare Unterhaltung. There's nothing bad about that. Abgesehen davon würde ich beispielsweise jedes Schweizer's Liebling "James Bond" auch nicht gerade als hochwertige Filme bezeichnen.

  • Chris Fogg am 20.12.2011 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst doch die Kinder

    Es ist ein Kinderfilm. Gönnt doch den Kinder diesen Film. Es zwingt Euch ja keiner ins Kino zu gehen. Meine Kinder mich schon.

    • Hyperion am 20.12.2011 15:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Chris Fogg

      Es ist ja nicht so, dass ich den Kindern keine Kinderfilme gönnen würde, im Gegenteil! Ich wäre klar dafür, dass in den Kinos mehr Kinderfilme gezeigt werden. Es wäre aber auch zu wünschen, dass diese ein höheres Niveau besitzen als Alvin and the Chipmunks. Doch gute Animationsfilme für Kinder sind offenbar immer mehr "Geheimtipps" und werden in der Deutschschweiz gar nicht mehr in den Kinos gezeigt. 2 Beispiele habe ich genannt.

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  • Merlin am 20.12.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Unterhaltung

    Mal den Sinn des Wortes Unterhaltung studieren! Unten behalten! Begonnen hats im alten Rom mit "Brot und Spiele", angekommen sind wir zwischenzeitlich bei dämlich klingenden, animierten Nagern. Was für ein Fortschritt!

    • Marco am 21.12.2011 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      ja und?

      Tja, dann guck mal das Kinderprogramm am Samstagmorgen. Dagegen sind die Chipmunks wahre Blockbuster. Die Geschmäcker sind verschieden, daher gefällts einem nicht, guckt man nicht.

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  • S. Bernhard am 20.12.2011 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Volksverdummung

    Der Erfolg des Films ist ein Stück weit ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ein halbes Jahrhundert aktive mediale Volksverdummung zeigt seine Wirkung, nicht nur in Übersee.