Kinostarts der Woche

15. August 2019 09:44; Akt: 16.08.2019 09:28 Print

Es war einmal im Sixties-Hollywood

von Mohan Mani - Quentin Tarantinos Retro-Trip «Once Upon a Time in … Hollywood» und «Toy Story 4» spielen ab Donnerstag in den Schweizer Kinos.

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Willkommen im Los Angeles des Jahres 1969, als der angeschlagene Westernstar Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) vom Filmproduzenten Marvin Schwarz (Al Pacino) die Hauptrolle in einem Spaghetti-Western angeboten kriegt. Rick will aber nicht nach Italien wechseln, sondern mit seinem Stunt-Double Cliff Booth (witzig: Brad Pitt) in Hollywood bleiben, um den Bösewicht in der TV-Serie «Lancer» zu spielen. Und dann ist da noch der gefeierte «Rosemary’s Baby»-Nachwuchsregisseur Roman Polanski (Rafal Zawierucha), der mit seiner Ehefrau und Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie) in die Nachbarsvilla eingezogen ist.

Mal spannend, mal witzig

Während sich Stars wie Jackie Chan oder Tom Cruise damit brüsten, ihre Stunts selbst zu erledigen, blendet Quentin Tarantino zurück in eine Zeit, in der Actionhelden wie Steve McQueen oder Burt Reynolds mit ihren Stunt-Doubles (Bud Ekins bzw. Hal Needham) beruflich und privat fast eine Einheit bildeten. Just diese Symbiose zelebrieren auch DiCaprio/ Pitt in ihrer ersten Zusammenarbeit: Im Film sorgt der Eine für den Anderen und vice versa. Anders als etwa in den imposanten Sergio-Leone-Epen «Once Upon a Time in the West» und «Once Upon a Time in America» plätschert die dialogstarke «Once Upon a Time in ... Hollywood»-Handlung während 167 Minuten mal spannend, mal witzig vor sich hin. Wie schon in «Pulp Fiction» gibt’s einige herrlich einprägsame Filmszenen zwischen viel cineastischem Füllmaterial. Die letzte Viertelstunde kommt dann völlig überraschend. Mehr sei aber hier nicht verraten

Ebenfalls ab Donnerstag im Kino: «Toy Story 4»

Cowboy Woody und Astronaut Buzz müssen diesmal einer Plastikgabel (!) den Vorrang lassen, die es ihrer neuen Besitzerin Bonnie angetan hat. Als Forky jedoch in Gefangenschaft gerät, sind alte und einige neue Helden gefragt. Und wieder einmal gilt: Nobody does Animation better. Auch das vierte «Toy Story»-Abenteuer überzeugt von Anfang bis Schluss, wo dann glatt die Tränen kullern.

Mehr Kinoinfos in der «20 Minuten»-Printausgabe vom Donnerstag.