Facts zu den Oscar-Schauspielern

07. Februar 2020 11:30; Akt: 07.02.2020 11:30 Print

Sie wollte unbedingt bei «Harry Potter» dabei sein

In der Nacht auf Montag steigt die Oscar-Verleihung 2020. Wir verraten Interessantes zu allen nominierten Schauspielerinnen und Schauspielern.

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In der Nacht auf Montag werden zum 92. Mal die begehrten Oscars verliehen. Wir liefern dir quasi zur Vorbereitung wenig bekannte Facts zu allen nominierten Haupt- und Nebendarstellerinnen und -darstellern. (36) spielt im Drama «Marriage Story» einen Regisseur, der sich in den Wirren einer Kampfscheidung zu verlieren droht. Der Amerikaner, der mit der TV-Show «Girls» bekannt und mit «Star Wars» berühmt wurde, war nicht immer Schauspieler. Kurz nach 9/11 schloss er sich als Soldat der U.S. Army an. Kurz bevor er in den Irak entsandt werden sollte, verletzte er sich schwer und wurde aus dem Dienst entlassen. Danach versuchte er es nochmals an der renommierten Schauspielschule Juilliard in New York City. And the rest is history, wie man so schön sagt. überzeugte die Academy als abgehafteter Western-Star Rick Dalton, der in «Once Upon a Time in Hollywood») unabsichtlich in eines der grausamsten Verbrechen der Geschichte verwickelt wird (oder doch nicht?) Für den 45-Jährigen ist es bereits die sechste Oscar-Nominierung. Obwohl der Schauspieler ein Millionenvermögen besitzt, soll er notorisch sparsam sein. Während seiner Club-Hopping-Zeit Mitte bis Ende der 90er Jahre, als er mit seiner sogenannten Pussy Posse um die Häuser in Los Angeles zog, soll er dafür bekannt gewesen sein, auch gern mal das Trinkgeld zu «vergessen». Zu seiner Boys-Truppe gehörten unter anderem Tobey Maguire (44) und Magier David Blaine (46). Vier Monate hat es gedauert, bis (45) das gruselige Lachen von Arthur Fleck aka Joker draufhatte. Hat sich gelohnt, der Amerikaner holt sich dafür einen Preis nach dem anderen ab. Phoenix, der in einer veganen Hippie-Familie gross wurde, mag es nicht, mit Fans für Selfies zu posieren. Stattdessen nimmt er sich Zeit für die Leute und plaudert ein bisschen mit ihnen, um mehr über sie zu erfahren. begeisterte 2019 mit seiner Darstellung des spanischen Kultregisseurs Pedro Almodóvar (70) in «Pain and Glory.» Der 59-Jährige hat aber bestenfalls Aussenseiter-Chancen. Als Banderas 1995 «Evita» drehte, soll Co-Star Madonna (61) so verknallt in den Spanier gewesen sein, dass sie seine damals frisch angetraute Ehefrau Melanie Griffith (62) vom Set werfen liess. Der britische Schauspieler (72) erhielt eine Nominierung für den Streifen «The Two Popes». Darin spielt er Papst Franziskus. Obwohl er viel weniger bekannt als Co-Star Anthony Hopkins (82) ist, schaffte es sein Name in den Opening Credits dennoch auf den ersten Platz. (50) kehrte Hollywood einige Jahre den Rücken. Mit «Judy» ist sie nun als Leinwand-Diva Judy Garland zurück. Und wie! Sie gewann diese Award-Season so ziemlich jeden Preis dafür. Dabei lief es nicht immer so glatt für die Schauspielerin mit Schweizer Wurzeln. Als am Anfang der Karriere die Jobs ausbleiben, arbeitete Zellweger als Kellnerin in einem Striptease-Schuppen. In «Marriage Story» brilliert (35) als Schauspielerin Nicole, die sich von Regisseur Charlie (Adam Driver) scheiden lässt und um ihr Kind kämpft. Als Achtjährige stand Johansson erstmals auf der Theaterbühne am Broadway. Und dann gleich neben Superstar Ethan Hawke (49)! Im Stück «Sophistry» hatte sie allerdings nur eine einzige Zeile Text. (33) beeindruckte die Academy dieses Jahr als Harriet im gleichnamigen Biopic über die amerikanische Freiheitskämpferin Harriet Tubman, die es aus den Fängen der Sklaverei zu einer Volksheldin schaffte. Die 33-jährige Britin könnte am Sonntag die erst 16. Person sein, die es zu EGOT-Ehren schafft. Das bedeutet, einen Emmy, einen Grammy, einen Oscar und einen Tony gewonnen zu haben. Wenn sie ein Goldmännchen bekommt, wäre sie die jüngste Person, der das jemals gelungen ist. Sie hat sogar gleich zwei Chancen: Neben der Kategorie «Beste weibliche Hauptdarstellerin» ist sie auch für einen «Best Original Song» nominiert. In Greta Gerwigs (36) Roman-Adaption von «Little Women» ist in der Hauptrolle der Jo March zu sehen. Damit ist die 25-Jährige bereits zum vierten Mal für einen Oscar nominiert. Erst vor drei Jahren durfte sie ebenfalls unter der Regie von Gerwig in «Ladybird» auf einen Academy Award hoffen. Die in New York geborene Irin sprach in den 2000er Jahren für die Rolle von Luna Lovegood in «Harry Potter and the Order of the Phoenix» vor. Die Rolle ging schlussendlich an Evanna Lynch (28). Trotz ihres riesigen Erfolgs bedauert Ronan bis heute, dass sie nicht Teil des Potter-Universums wurde. ist in «Bombshell» dank Gesichtsprothesen kaum wiederzuerkennen. Sie spielt Nachrichtensprecherin Megyn Kelly, die zusammen mit einer Handvoll weiterer Frauen «Fox News»-Chef Roger Ailes zu Fall bringen. Dafür ist die zweifache Mutter für einen Oscar in der Kategorie «Beste weibliche Hauptrolle» nominiert. Die Muttersprache der 44-Jährigen ist Afrikaans – eine Mischung aus verschiedenen holländischen Dialekten, die die niederländischen Siedler in Südafrika sprachen und die sich im Laufe des 18. Jahrhunderts als eigenständige Sprache weiterentwickelte. In der Kategorie «Bester männlicher Nebendarsteller» konnte in dieser Award-Season keiner das Wasser reichen. Als Stunt-Double Cliff Booth in «Once Upon a Time in Hollywood» begeisterte er auch das Publikum. Die Hit-Komödie «Mr. & Mrs. Smith» hätte es fast nicht gegeben –- wegen Pitt (56). Er bemängelte die fehlende Chemie zwischen sich und der zunächst besetzten Nicole Kidman (52). Als die Produzenten ihm sagten, sie würden Angelina Jolie (44) die Rolle geben, unterschrieb er sofort. Während der Dreharbeiten verliebten sich die beiden dann und Pitt liess sich wegen ihr von Jennifer Aniston (50) scheiden. war in den USA gerade als Mister Rogers in «A Beautiful Day In the Neighborhood» zu sehen. Rogers erlangte als Moderator im amerikanischen Kinder-TV Kultstatus. Dafür ist Hanks (63) nun für einen Nebenrollen-Oscar nominiert. Seine Ehe mit Schauspielkollegin Rita Wilson (63) gilt als beispielhaft in Hollywood. Die beiden sind seit über 30 Jahren ein Paar. Und er machte ihr einen ganz besonderen Liebesbeweis: Vor der Hochzeit konvertierte der Amerikaner aus Liebe zu Wilson zum Griechisch-Orthodoxen Glauben. gibt mit 79 nochmals richtig Vollgas. Er ist für seine Rolle als Jimmy Hoffa in Martin Scorseses (77) Gangsterepos «The Irishman» nominiert. Was viele nicht wissen: Pacino ist quasi Leonardo DiCaprios Schwiegervater. Pacino ist schon viele Jahre mit der Mutter von Model Camila Morrone (22) zusammen. Morrone datet seit einer Weile Frauenschwarm DiCaprio. ist spätestens seit seinem Auftritt als Hannibal Lecter in «The Silence of the Lambs» ein Kultstar. In «The Two Popes» ist der 82-Jährige in einer besinnlicheren Rolle zu sehen. Als Papst Benedikt hofft er auf einen Oscar als Nebendarsteller. Am 12. April 2000 erhielt der Waliser die amerikanische Staatsbürgerschaft. Das feierte er mit einem Roadtrip quer durch die USA. Er legte stolze 5000 Kilometer zurück. Damit kennt er sein neues Heimatland vermutlich besser als die meisten gebürtigen Amerikaner. (Mitte) darf ebenfalls auf ein Goldmännchen hoffen. In «The Irishman» spielt er den Gangster Russell Bufalino. Pesci, der am Abend der Oscars seinen 77. Geburtstag feiert, ist eigentlich schon seit 20 Jahren im Ruhestand. Trotz florierender Karriere wollte er lieber Golf spielen und sein Leben geniessen. Aber wenn Martin Scorsese anruft, sagt man natürlich nicht nein. Und dafür gibts am Sonntag vielleicht ein Goldmännchen. gilt als haushohe Favoritin auf einen Sieg in der Kategorie «Beste Nebendarstellerin». In «Marriage Story» spielt sie eine Scheidungsanwältin, die wie ein Rottweiler für die Interessen ihrer Mandantin (Scarlett Johansson) kämpft. Die Eltern der 52-Jährigen waren erfolgreiche Schauspieler: Bruce Dern und Diane Ladd. Die Schauspielerei wurde ihr also in die Wiege gelegt. Dern wurde sogar auf einem Filmset gezeugt, wo ihre Eltern gemeinsam vor der Kamera standen. Sie ist die vielleicht grösste Überraschung bei den diesjährigen Nominierten: Newcomerin . Die 23-Jährige, die im herbst im Arthouse-Horrofilm «Midsommar» zu sehen war, heimste für ihre Rolle in «Little Women» eine Nominierung ein. Die Britin, die bald in Marvels «Black Widow» zu sehen ist, datet den 21 Jahre älteren Schauspieler Zach Braff (44), der als J.D. in «Scrubs» bekannt wurde. Auf Instagram verteidigte sie kürzlich den Altersunterschied der beiden. ist nach «I, Tonya» erneut für einen Oscar nominiert. Diesmal als Nebendarstellerin im Drama «Bombshell», in dem es um sexuelle Belästigung durch einen US-Senderchef geht. Ihre Sexszene mit Leonardo DiCaprio in «The Wolf of Wall Street» machte sie auf einen Schlag berühmt. Doch bevor die Kameras liefen, war die heute 29-Jährige so nervös, dass sie sich um 9 Uhr drei Shots Tequila gönnte. (35) ist erst die 12. Schauspielerin überhaupt, die gleich in zwei Darsteller-Kategorien nominiert ist. In «Jojo Rabbit» spielt sie die Mutter eines kleinen Jungen, der sich nichts mehr wünscht, als Hitlers Freund zu sein. Johansson leidet an einer krankhaften Angst vor Vögeln, der sogenannten Ornithophobie. ist schon lang im Geschäft. Für «Misery» gewann sie 1990 schon einen Oscar. Jetzt ist sie für Clint Eastwoods Drama «Richard Jewell» nominiert. Bates ist eine echte Kämpferin. 2003 besiegte sie den Eierstockkrebs. 2012 dann den Brustkrebs. Heute gilt die 71-Jährige als geheilt.

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Die Oscar-Verleihung ist der Abschluss der Award Season, die sich seit Herbst hinzieht. Und immer wieder standen die vier gleichen Darsteller oben auf dem Podest: Renée Zellweger, Laura Dern, Brad Pitt – und natürlich Joaquin Phoenix. Der «Joker»-Star und Umweltaktivist, der an jeder Preisverleihung denselben Smoking trägt, tut sich mittlerweile wohl schwer damit, die Klamotten rechtzeitig aus der Reinigung zurückzubekommen.

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Zellweger wird sich ziemlich sicher wieder einen Preis für ihre Darstellung von Judy Garland in «Judy» abholen. Dern wird wohl erneut für «Marriage Story» ausgezeichnet und Brad Pitt für «Once Upon a Time in Hollywood».

Oscars gehen an «Alte»

Auffällig hoch ist das Alter der diesjährigen nominierten Schauspieler. Lediglich Florence Pugh (24), Saoirse Ronan (25) und Margot Robbie (29) sind unter 30.

Besonders die Kategorie «Bester männlicher Nebendarsteller» hebt den Altersschnitt: Joe Pesci (feiert in der Oscar-Nacht seinen 77. Geburtstag), Anthony Hopkins (82), Al Pacino (79), Tom Hanks (63) und Brad Pitt. Letzterer ist mit 56 Jahren der Jungspund der Truppe.

Die überraschendsten Facts zu den nominierten Hauptdarstellerinnen, Hauptdarstellern, Nebendarstellerinnen und Nebendarstellern verraten wir dir oben in der Bildstrecke.

(cat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • asdf am 07.02.2020 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ah, die Oscarverleihung

    die wichtigste Selbstbeweihräucherungsveranstaltung im US-Amerikanischen Filmgeschäft.

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  • A. Schwab am 08.02.2020 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Amerikanisch ... und SRF2 sendet live!!!

    Meines Erachtens ist es ein amerikanisches Format mit meist amerikanischen Gewinnern. Warum müssen wir Gebührenzahler akzeptieren, dass wiederum live gesendet wird auf SRF2. Und dann immer jammern, man habe zuwenig Geld. Übertragung bitte einstellen - sofort!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A. Schwab am 08.02.2020 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Amerikanisch ... und SRF2 sendet live!!!

    Meines Erachtens ist es ein amerikanisches Format mit meist amerikanischen Gewinnern. Warum müssen wir Gebührenzahler akzeptieren, dass wiederum live gesendet wird auf SRF2. Und dann immer jammern, man habe zuwenig Geld. Übertragung bitte einstellen - sofort!

    • I_AM_VAMPIRE am 08.02.2020 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @A. Schwab

      Wieso den nicht? Ist immerhin interessanter als der sonstige Müll was da gezeigt wird.

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  • asdf am 07.02.2020 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ah, die Oscarverleihung

    die wichtigste Selbstbeweihräucherungsveranstaltung im US-Amerikanischen Filmgeschäft.

    • Sahra Furgler am 07.02.2020 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      genau

      bist Du es ? Assad?

    • Klaus07 am 07.02.2020 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      Ja und? Es ist ja auch ein Amerikanischer Filmpreis!

    • D.G. am 07.02.2020 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      Das ist die größte Scheisse die ich je gesehen habe. Das ist etwas für Idioten.

    • D.G. am 07.02.2020 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      So einen Schwachsinn gibt es ja nur in Amerika. Die haben ja auch den größten Idioten als Präsident.

    • marko 34 am 07.02.2020 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      Super

    • M. am 07.02.2020 20:25 Report Diesen Beitrag melden

      D.G.

      Wenigstens schwafelt der richtige Präsident an Empfängen nicht einfach irgendetwas von Bienchen und roten Malfarben daher...

    • Corinne am 08.02.2020 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      Och ja, wo sie alle wieder herzzerreissend unter Tränen hervorbringen, dass niemand auf der Welt so hart arbeitet wie sie... diese armen Geschöpfe.

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