Kinostarts der Woche

22. August 2019 20:07; Akt: 23.08.2019 12:30 Print

Halbwüchsige tun alles für den ersten Kuss

von Mohan Mani - Die Komödie «Good Boys» zeigt die Odyssee dreier Zwölfjähriger in der Erwachsenenwelt – ab Donnerstag im Kino.

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Die zwölfjährigen Klassenkameraden Max (Jacob Tremblay), Thor (Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) sind an ihrer Schule Aussenseiter, bis sie von den coolen Kids unverhofft zu einer sogenannten Kiss-Party eingeladen werden. Max sieht darin die einmalige Chance, mit seiner Kollegin Brixlee (Millie Davis) anzubandeln. Da er aber vom Küssen keine Ahnung hat und das Internet auch nicht viel hilft, filmt er zwei benachbarte Teens mit Papis wertvoller Kameradrohne. Als diese kaputt geht, wollen die drei Jungs eine Ersatzdrohne beschaffen, bevor der verreiste Daddy etwas mitkriegt. Die Comedy-Odyssee kann beginnen.

Ein höllischer Spass

Unglaublich, aber wahr: Ein Actionreisser wie «Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw» kann noch so blutig und brutal sein, er erhält eine US-Altersfreigabe ab 12 Jahren. Ganz anders die Screwball-Comedy «Goody Boys», in denen es Max & Co. unfreiwillig, höchst amüsant und damit ganz zur Freude des Zuschauers mit Drogen, Alk und Sextoys zu tun kriegt … und schon kriegt der Streifen ein R-Rating ab 17 Jahren. Hierzulande ist der Steifen ab 12 Jahren freigegeben … und das ist auch gut so. Der kurzweilige, pointierte Mix aus «American Pie»-Comedy, «Ferris Bueller’s Day Off»-Abenteuer, «Stand by Me»-Freundschaft und «South Park»-Schnurre ist aus Kinderperspektive erzählt und macht von Anfang bis Schluss höllisch Spass. Da werden glatt Erinnerungen ans eigene Erwachsenwerden wach.

Ebenfalls ab Donnerstag im Kino: «Blinded by the Light»

Javed (Viveik Kalra) ist ein britischer Teenager pakistanischer Abstammung, der 1987 in der englischen Stadt Luton lebt. Inmitten der ethnischen und wirtschaftlichen Unruhen der damaligen Zeit schreibt er Gedichte, um der Intoleranz seiner Heimatstadt und der Unbeugsamkeit seines konservativen Vaters (Kulvinder Ghir) zu entkommen. Als ihm ein Klassenkamerad (Aaron Phagura) die Musik von Bruce Springsteen vorspielt, erkennt Javed in Springsteens eindringlichen Liedtexten Parallelen zu seinem eigenen Leben in der Arbeiterschicht.

Feelgood-Verneigung vor dem «Boss»

Nach Queen («Bohemian Rhapsody»), Elton John («Rocketman») und den Beatles («Yesterday») kommt nun eine filmische Verneigung vor dem Boss Bruce Springsteen. Die Regisseurin Gurinder Chadha findet jedoch einen Feelgood-Ansatz, der geradewegs an ihren früheren Publikumsrenner «Bend it like Beckham» erinnert.

Mehr Kino-Infos in der «20 Minuten»-Printausgabe vom Donnerstag.