Kinostarts der Woche

27. August 2019 21:42; Akt: 27.08.2019 21:42 Print

Hirnrissige Action mit Gerard Butler

von Mohan Mani - Nach «Olympus Has Fallen» und «London Has Fallen» gibts ab Donnerstag den dritten Teil im Kino: «Angel Has Fallen».

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Mike Banning (Gerard Butler) ist der loyalste Mann des Secret Service. Als bei einem Drohnen-Anschlag auf den US-Präsidenten Trumbull (Morgan Freeman) aber fast das gesamte Einsatzteam stirbt, steht Mike plötzlich als Hauptverdächtiger da. Während der Präsident im Koma liegt, wird Banning von seinen Kollegen und dem FBI quer durch die USA gejagt und muss seine Unschuld beweisen.

Nick Nolte als Action-Zugabe

Schon bei den beiden Vorgängerfilmen «Olympus Has Fallen» und «London Has Fallen» konnte man sich über die hirnrissige Actionstory, die sinnlose Brutalität und das frühe Bekanntgeben des Oberbösewichts aufregen – aber letztlich macht auch «Angel Has Fallen» zu viel Spass, um einfach als simpler Action-Brutalo abgestempelt zu werden. Insbesondere Gerard Butler weiss mittlerweile ganz genau, wie er die Rolle des ultra-rechtschaffenen Mike Banning verkörpern muss. Schauspielerische Unterstützung erhält er diesmal nicht nur von Morgan Freeman, sondern auch von Nick Nolte, welcher seinen Daddy-Auftritt als Lederstrumpf-Bombenbastler sichtlich geniesst. Der ganze Rest ist eine Actionshow wie gehabt, wobei insbesondere das Zusammenspiel von Butler/ Nolte bestens unterhält. Actionfans greifen hier gerne zu.

Ebenfalls ab Donnerstag im Kino: «Nurejew – The White Crow»

In den 1950er Jahren avanciert Rudolf «Rudi» Nureyev (stark: Oleg Ivenko) zum grössten Ballettstar der Sowjetunion. Er wird von dem kommunistischen Reich vereinnahmt, doch er fühlt sich dort nicht wohl. Im Jahre 1961 ergibt sich endlich die Chance, mit dem Kirov Ballett in Paris aufzutreten. Nureyev begeistert die Leute … und will im Westen bleiben.

Spannendes Finale

Nur schon die Erzählform mit mehreren Zeitebenen, aber auch höchst intime Momenten zeigen, wie sehr sich der Schauspieler und Regisseur Ralph Fiennes um eine originelle Inszenierung bemüht. Der bewusste Verzicht aufs gegenseitige Wetteifern und die üblichen Training-Drillszenen macht diese Nureyev-Filmbiografie unbedingt sehenswert. Auch die klassische Filmmusik zieht einen regelrecht hinein ins Pariser Nachtleben der damaligen Zeit … bis zum gekonnten Finale in spannender Thriller-Manier.

Mehr Kino-Infos in der «20 Minuten»-Printausgabe vom Donnerstag.