Kinostarts der Woche

05. September 2019 17:41; Akt: 05.09.2019 17:41 Print

Der Horror-Clown Pennywise ist zurück

von Mohan Mani - Die Grusel-Fortsetzung «It – Chapter 2» frei nach Stephen King ist gar noch düsterer als Teil Eins – ab Donnerstag im Kino.

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Im Jahre 1988 gab es noch keine Handys. Ganz anders 27 Jahre später: So nutzt der Bibliothekar Mike Hanlon (Isaiah Mustafa) das Smartphone, um seine einstigen Freunde vom Club der Verlierer erneut zusammenzutrommeln, um sich ihren grössten Ängsten zu stellen: In einem China-Restaurant kommt's zum Wiedersehen mit Bill Denbrough (James McAvoy), Beverly Marsh (Jessica Chastain), Ben Hanscom (Jay Ryan), Richie Tozier (Bill Hader), Eddie Kaspbrak (James Ransone) und Stanley Uris (Andy Bean). Aber sie alle werden von Mike an ein altes Versprechen erinnert … und erneut mit dem Gruselclown Pennywise (Bill Skarsgård) konfrontiert.

Abgründiger Horrortrip

Seit dem Jahr 2017 warten «It»-Fans aus aller Welt, wie es denn nun mit den einstigen Kids im Erwachsenenalter weitergeht. In Zeiten, in denen viele Horrorstreifen oft genug nurmehr als billige Effektshow daherkommen, wirkt das klassische, stellenweise etwas gar ausufernde Erzählkino des Bestsellerautors Stephen King sehr anziehend. Der Maestro ist gar in einer Nebenrolle zu sehen. Inszenierte Andy Muschietti das erste Kapitel im «Stranger Things»-Stil der 1980-er Jahre, so orientiert sich diese wesentlich düsterere Fortsetzung primär an der Gegenwart. Nur schon das Gay-Bashing gleich zu Beginn bringt die rauhe Weltsicht auf den Punkt. Fast drei Stunden dauert der abgründige Horrortrip bis zum Finale, das hier nicht ausgeplappert werden soll. Nur soviel: Die «Stand by me»-Atmosphärenzeichnung und Pennywise-Schocks sitzen perfekt.

Ebenfalls ab Donnerstag im Kino: «Late Night» mit Emma Thompson

Die Welt der legendären Late-Night-Talkmasterin Katherine Newberry (Emma Thompson) steht Kopf, als sie mit Molly Patel (Mindy Kaling) die erste weibliche Schreiberin zur Verstärkung des Teams einstellt. Ursprünglich gedacht, um Bedenken bezüglich Diversity und Frauenquote entgegenzuwirken, hat ihre Entscheidung unerwartet komische Folgen.

Lustspiel mit Feelgood-Charme

Keine Frage: Diese schablonenhafte Showbiz-Komödie «Late Night» lebt ganz vom Zusammenspiel von Emma Thompson und Mindy Kaling. Beide Schauspielerinnen hatten an ihren Rollen sichtlichen Spass, was sich unmittelbar auf den Feelgood-Charme dieses Lustspiels auswirkt. Da geraten die Männergeschichten (mit Hugh Dancy und John Lithgow) glatt zur Nebensache.

Mehr Kino-Infos in der «20 Minuten»-Printausgabe vom Donnerstag.