Kinostarts der Woche

31. Oktober 2018 19:40; Akt: 31.10.2018 20:56 Print

Hunde-Comedy versus Queen-Drama

von Mohan Mani - Kinofans können ab Donnerstag zwischen der Hundekomödie «Wuff» und dem Musikdrama «Bohemian Rhapsody» wählen.

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Hunde können sich aufs Liebesleben auswirken. (Bild: DCM)

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In der Hundekomödie «Wuff» treffen sich Cécile (Johanna Wokalek), Ella (Emily Cox), Lulu (Maite Kelly) und Silke (Marie Burchard) regelmässig, um einander ihr Lebenschaos zu klagen. Ella wurde von ihrem Freund verlassen und adoptiert den Mischling Bozer. Dieser bringt zwar ihren Alltag ordentlich durcheinander, führt sie aber auch gegen alle Widerstände in ein neues Glück. Als sie wiederum von Bozer verlassen wird, verguckt sie sich in einen Förster (Kostja Ullmann).

Ein Hund für alle Fälle

Cecile schlittert gerade in eine Ehekrise mit dem Konzertpianisten Max (Urs Jucker) – doch dem sanftmütigen Hund Simpson gelingt es, mit seiner Spürnase nicht nur für die Kinder da zu sein, sondern sogar den Familienfrieden zu retten. Und Katzenfreundin Lulu datet einen schrägen Hundeliebhaber – ein ziemlich heikles Unterfangen. Silke hingegen versteht sich als professionelle Hundetrainerin blendend mit den Vierbeinern, nur mit den Menschen hapert es – bis sie den Ex-Fussballer Olli (Frederick Lau) kennenlernt.

Bestens dressierte Vierbeiner

«Der Hund akzeptiert dich, wie du bist, und ordnet sich unter. Du musst für ihn sorgen. Und so führt er viele Menschen aus Krisen, aus Depressionen», sagt Regisseur Detlev Buck, der auch gleich noch eine Mini-Nebenrolle als Tierheim-Mitarbeiter Sandro spielt. Der «Bibi und Tina»-Macher und seine Drehbuchautorin Andrea Willson streifen die menschlichen Probleme aber nur marginal. So dümpelt ihre Komödie über weite Strecken mehr oder weniger langfädig dahin. Amüsante Einzelszenen wie die Auftritte von Katharina Thalbach und Judy Winter sind rar. Aber auch die bestens dressierten Vierbeiner sind eine Freude für alle Tiernarren im Publikum. Sie machen Bucks Lustspiel zu einer annehmbaren Feierabendunterhaltung.

Ab Donnerstag im Kino: «Bohemian Rhapsody»

Freddie Mercury (brillant: «Mr. Robot»-Star Rami Malek) widersetzte sich Klischees, trotzte Konventionen und wurde so zu einem der beliebtesten Entertainer der Welt. Dieser Musikfilm erzählt vom kometenhaften Aufstieg der Band Queen dank ihrer einzigartigen Songs und ihres revolutionären Sounds. Sie hatte beispiellosen Erfolg, bis Mercury, dessen Lebensstil ausser Kontrolle gerät, sich unerwartet von Queen abwendet, um eine Solokarriere zu starten.

Fast jugendfreie Freddie-Mercury-Nabelschau

War das jetzt wirklich so oder nicht? Queen-Puristen werden immer ein Haar in der Suppe finden, um dieser filmischen Hommage den einen oder anderen historischen Fehler zu unterstellen. Im Vergleich etwa mit dem erwachsen-wüsten «The Doors»-Trip von Oliver Stone ist diese nahezu jugendfreie Freddie-Mercury-Nabelschau ziemlich glatt geraten. Sie ist aber noch immer elektrisierend genug, um Song-Klassiker wie «We Are the Champions», «Somebody to Love», «We Will Rock You» oder eben «Bohemian Rhapsody» einer neuen Generation von Filmfans schmackhaft zu machen.