Kinostarts der Woche

23. Mai 2019 18:14; Akt: 23.05.2019 18:14 Print

Jeder Kopf hat seinen Preis

von Mohan Mani - Die Fortsetzung «John Wick Chapter 3: Parabellum» mit Keanu Reeves bringt durchgestylte Action par excellence – ab Donnerstag im Kino.

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«Si vis pacem, para bellum» heisst es im Lateinischen. Oder auf Deutsch: «Wenn du Frieden willst, dann bereite den Krieg vor». Just so fühlt sich der vorzeitig aus dem Ruhestand geholte Super-Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) in «John Wick Chapter 3: Parabellum». Als ihm die hohe Kammer nämlich ihre Schutzdienste entzieht und plötzlich 14 Millionen Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt sind, lauern die Feinde an jeder Ecke.

Kinetische und emotionale Thrills

Im Jahre 2014 zeigte das erste «John Wick»-Spektakel, wie Actionfilme im 21. Jahrhundert ausschauen müssen: stylisch, brutal und wie die neueren «Fast & Furious»-Movies jenseits jeglicher Logik. Auch «John Wick 2» zeigte eine hartgesottene Welt voller bestens ausgebildeter Auftragsmörder, die im dritten Teil zur Jagd auf den Titelhelden bläst. Dem einstigen «The Matrix»-Neo Keanu Reeves sitzt diese Rolle perfekt. Auch mit bald 55 Jahren muss er stoisch dreinblicken, verzichtet auf jegliche Gefühlsduselei und erweist sich stets als Schlagfertigkeit in Person. Reeves früheres Stuntdouble Chad Stahelski hat die moderne film-noir-Story auf das Nötigste reduziert, bis nur noch ungeschminkte kinetische und emotionale Thrills übrig waren – ob im Pferdestall oder mit Kampfhunden.

Ballermann-Action total

Fans der Vorgängerfilme kriegen noch mehr Popcorn fürs Auge vorgeführt: Die minutiös einstudierten Shootouts, Verfolgungsjagden und Prügeleien sind aufwändig produziert und lenken immer wieder von der dünnen Handlung ab. Wer sich darauf einstellt, der kommt auch bei John Wicks drittem Ballermann-Trip voll auf seine Kosten.

Ebenfalls ab Donnerstag: «Dolor y gloria»

Die Einladung, seinen grössten Film an einer Retrospektive in Madrid vorzustellen, veranlasst den alternden Regisseur Salvador (Antonio Banderas), sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Freundschaft, Liebe und Leidenschaft ziehen sich als prägende Elemente durch sein Leben.

Alter-Ego-Trip von Pedro Almodóvar

Nach haufenweise Komödien und Dramen mit starken Frauenfiguren richtet der Filmemacher Pedro Almodóvar den Fokus auf sich selbst. Die Parallelen zu seinem Alter Ego Salvador sind jedenfalls unübersehbar, immer wieder höchst amüsant und nachvollziehbar.

«Aladdin» mit Will Smith als Flaschengeist

In der Realverfilmung des Walt-Disney-Zeichentrickfilms «Aladdin» von 1992 tritt Will Smith als Flaschengeist Dschinni in die Comedy-Fussstapfen von Robin Williams. Die restliche Besetzung besteht aus weit weniger bekannten, aber nicht minder talentierten Gesichtern. Und die Songs dieses farbenfrohen Märchenspektakels funktionieren auch in der Gegenwart.

Mehr Kino-Infos am Donnerstag in der «20 Minuten»-Printausgabe.