Filmjahr 2014

10. Juli 2014 09:09; Akt: 10.07.2014 09:10 Print

Jolie ganz oben – Depp grosser Verlierer

Das Verhalten des Publikums an den Kinokassen wird immer unberechenbarer. Ein Superstar ist längst kein Garant mehr für Erfolg, wie das erste Kinohalbjahr 2014 zeigt.

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Als Captain Jack Sparrow in der «Pirates of the Carribean»-Franchise ist Johnny Depp ein Publikumsmagnet. Mit dem Sci-Fi-Thriller «Transcendence» schaffte er es diesen Frühling aber nicht, die Leute in die Kinosäle zu locken. Der Streifen spielte in den USA nur ein Fünftel seiner Produktionskosten ein. Eine ziemliche Bruchlandung für den Star. Ganz anders sieht es bei Angelina Jolie aus. Ihr dunkles Märchen «Maleficent», das derzeit im Kino läuft, ist ihr kommerziell erfolgreichster Film überhaupt. Die 39-Jährige ist eine der wenigen Frauen im Filmgeschäft, die einen Blockbuster auf ihren Schultern tragen kann. Hauptrollen für Frauen sind in der Traumfabrik immer noch Mangelware. Mit dem Agenten-Thriller «Salt» fuhr Jolie 2010 auch einen Grosserfolg ein. Mit dem Klamauk «Grown Ups 2» scheffelte Adam Sandler als Darsteller und Produzent Millionen. Doch immer läuft es für den Komiker nicht nach Plan. Seine romantische Komödie «Blended», in der er an der Seite von Drew Barrymore spielte, performte in den USA weit unter den Erwartungen. Zu den Gewinnern 2014 zählt Shailene Woodley. Die 22-Jährige ist zurzeit im Drama «The Fault in Our Stars» zu sehen und begeistert als Krebs-Patientin Publikum und Filmkritiker. Bereits im Frühling erfüllte die Jugendbuch-Verfilmung «Divergent», in der Woodley die Hauptrolle spielt, die Erwartungen. Die Fortsetzungen sind bereits in der Pipeline. 2011 wurde die Amerikanerin einem breiten Publikum bekannt, als sie in «The Descendants» die aufmüpfige Tochter von George Clooney gab. Dafür heimste sie prompt eine Golden-Globe-Nominierung ein.

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Johnny Depp – Flop
Lange Jahre war er extrem erfolgsverwöhnt, begeisterte mit den «Pirates of the Caribbean»-Filmen ein Millionenpublikum rund um den Globus und bescherte den Studios Milliardengewinne. Doch Johnny Depp legte dieses Jahr eine ziemliche Bruchlandung hin. Nachdem bereits seine Western-Komödie «Lone Ranger» zu einem der grössten Kinoflops 2013 wurde, sieht es dieses Jahr nicht viel besser für den 50-Jährigen aus. Sein Sci-Fi-Thriller «Transcendence» gehörte diesen Frühling eindeutig zu den Verlierern an der Kinokasse. Bloss 23 Millionen Dollar nahm der Streifen am amerikanischen Box Office ein. Und das bei einem Produktionsbudget von 100 Millionen Dollar.

Angelina Jolie – Top
Ganz anders sieht es bei Angelina Jolie aus. Die 39-Jährige legte mit dem dunklen Märchen «Maleficent» ihr bis dato kommerziell erfolgreichstes Filmprojekt vor. Seit dem 30. Mai läuft der Streifen in den Kinos und hat bereits über 630 Millionen Dollar weltweit eingespielt. Jolie gehört zu den beliebtesten weiblichen Darstellern. Bereits 2010 hat ihr Action-Thriller «Salt» knapp 300 Millionen Dollar eingenommen. Keine Selbstverständlichkeit für einen Film, dessen Hauptfigur weiblich ist. Das Vertrauen in Jolies Macht an der Kinokasse war so gross, dass die im Drehbuch zuerst männliche Hauptfigur für die Amerikanerin in eine weibliche umgewandelt wurde. Zuerst war Tom Cruise für die Titelrolle des Agenten Salt vorgesehen gewesen.

Adam Sandler – Flop
Mit «Grown Ups 2» fuhr der Komiker 2013 noch einen riesigen Erfolg ein. Knapp 250 Millionen Dollar weltweit spülte die infantile Gag-Reihe mit Sandler, Kevin James («King of Queens»), Chris Rock und Salma Hayek in die Kasse der Produzenten (und zu denen zählt Adam Sandler selbst). Doch an der Seite von Drew Barrymore in der romantischen Komödie «Blended» wollte kaum jemand den 47-Jährigen sehen. Seit dem Start in den USA vor über einem Monat verdiente der Klamauk weniger Geld als «22 Jump Street» an seinem Startwochenende.

Shailene Woodley – Top
Ebenfalls zu den Gewinnern darf man die 22-jährige Woodley zählen. Die Jungschauspielerin fiel erstmals als Tochter von George Clooney in «The Descendants» auf, heimste gar eine Golden-Globe-Nominierung ein. Diesen Frühling starteten gleich zwei Grossprojekte mit ihr in der Hauptrolle. Zwar nahm die Jugendbuch-Verfilmung «Divergent» nicht die erhofften Dimensionen einer «Hunger Games»-Saga ein, performte aber gut genug, um die geplanten Fortsetzungen zu rechtfertigen. Und auch ihr zweiter Film 2014, das Krebs-Drama «The Fault in Our Stars», kam trotz des schwierigen Themas beim Publikum an und begeistert auch die Filmkritiker.

Welche Filme haben Sie im ersten Halbjahr 2014 begeistert? Diskutieren Sie mit.


(cat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ... am 10.07.2014 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    adam sandler....

    ...für mich der schlechteste schauspieler aller zeiten!

  • Chris am 10.07.2014 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Edge of tomorrow

    Auch wenn er an der Kinokasse eher geflopt ist, ist Edge of Tomorrow wohl der beste Blockbuster in diesem Jahr. Eine gute mischung aus SciFi, Action und Komik.

  • hans meiser am 10.07.2014 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    transcendens fand ich gar nicht so schlecht?! bissi übertrieben aber dafuer ist hollywood so oder so bekannt. mich hats unterhalten

Die neusten Leser-Kommentare

  • ... am 10.07.2014 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    adam sandler....

    ...für mich der schlechteste schauspieler aller zeiten!

  • Chris am 10.07.2014 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Edge of tomorrow

    Auch wenn er an der Kinokasse eher geflopt ist, ist Edge of Tomorrow wohl der beste Blockbuster in diesem Jahr. Eine gute mischung aus SciFi, Action und Komik.

  • hans meiser am 10.07.2014 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    transcendens fand ich gar nicht so schlecht?! bissi übertrieben aber dafuer ist hollywood so oder so bekannt. mich hats unterhalten

  • Männchen am 10.07.2014 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag keine Filme mehr

    Ich gehe seit Jahren nicht mehr ins Kino und kaufe auch keine Filme mehr. Ich schaue online Serien und wäre bereit, dafür zu bezahlen. Leider werden Angebote wie Netflix von der Content-Mafia gnadenlos ausgebremst und geblockt. Weiterhin: Auf Steam bekommt man für 20.- Games, mit denen man ein Vielfaches an Stunden verbringen kann (auch mit Freunden). Die Angebote dort sind besser und fair.