Kinostarts der Woche

20. November 2019 14:39; Akt: 20.11.2019 14:39 Print

Kino-Fortsetzungen à gogo

von Mohan Mani - Nicht nur das «The Shining»-Sequel «Doctor Sleep», sondern auch «Frozen 2» starten neu in den Schweizer Kinos.

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Im Horror-Original «The Shining» war Danny Torrance noch ein Kind. Dreissig Jahre später wird er (Ewan McGregor) in der Fortsetzung «Doctor Sleep» von seinem damaligen Shining-Mentor Billy Freeman (Cliff Curtis) vor dem Totalabsturz gerettet. Zugleich ermahnt er ihn, für die zwölfjährige Abra Stone (Kyliegh Curran) da zu sein, wie er selbst einst für Klein-Danny da war. Und so kommt's, dass Abra und Danny mit vereinten Kräften gegen die Sektenführerin Rose the Hat (stark: Rebecca Ferguson) antreten müssen.

Ganz nach der Kubrick-Schule

Hat schon Stanley Kubrick aus Stephen Kings seitenstarker Romanvorlage nur jene Stellen herausgepickt, die er für eine möglichst dramatische Jack-Nicholson-Show nutzen konnte, so kürzte auch Mike Flanagan die Fortsetzung aufs minimale Handlungsgerüst. Im Gegensatz zu Kubrick verpasst es Flanagan aber, eigene Akzente zu setzen und seinerseits für unvergessliche Szenen zu sorgen, die in Filmen wie «Ready Player One» (VR-Game) bis hin zu «Passengers» (Bar-Sequenz) immer wieder gut und gerne zitiert werden. Von Beginn weg ist er akustisch und visuell der Kubrick-Schule verfallen. Dies ufert gegen Filmschluss am Originalschauplatz derart aus, dass man sich schon fast in einer «Shining»-Hommage wähnt als in einer unvergesslichen Fortsetzung. Als Gruselfilm ist die Fortsetzung nicht zuletzt wegen Ewan McGregor und Bösewichtin Rebecca Ferguson gut genug, um zweieinhalb Stunden mal mehr, mal weniger spannend zu unterhalten.

Ebenfalls neu im Kino: «Frozen 2»

Aller Ernsthaftigkeit zum Trotz ist auch die «Frozen»-Fortsetzung ein Plädoyer, anders zu sein und alles loszulassen. Einen Song-Ohrwurm à la «Let it go» aus Teil Eins sucht man hier zwar vergebens, aber wunderbar animiert und schön vorgetragen ist das Sequel allemal - Anna, Elsa, Olaf, Sven und haufenweise Fabelwesen sei Dank.

Mehr Kino-Infos in der «20 Minuten»-Printausgabe vom Donnerstag.