Academy Awards

28. Februar 2011 03:40; Akt: 28.02.2011 12:12 Print

Portman und «King's Speech» räumen ab

von David Cappellini - «The King's Speech» ging als Favorit ins Rennen – und konnte vier Oscars abräumen. Weitere Gewinner des Abends waren Natalie Portman und der Film «Inception».

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Colin Firth ist «Bester Hauptdarsteller» - «The King's Speech» räumte insgesamt vier Trophäen ab. Die schwangere Natalie Portman gewinnt den Preis als «Beste Hauptdarstellerin» für ihr Schauspiel im Film «Black Swan». Grund zur Freude: Tom Hooper nahm die Statue für den besten Film entgegen - «The King's Speech». Hooper bekam den Preis auch für die beste Regie. Christian Bale (in «Gucci») erhielt für die Rolle als Boxer in «The Fighter» das goldene Männlein in der Kategorie «Bester Nebendarsteller». Die «beste Nebendarstellerin» ist Melissa Leo («The Fighter»). Die Schauspielerin verneigt sich erst vor Laudator Kirk Douglas. Und hält dann eine bewegende Rede. Sie führten durch den Abend - und ernteten Häme und Kritik von Presse und Publikum: James Franco und Anne Hathaway. Kuss auf der Bühne: Die beiden Schauspieler Josh Brolin und Javier Bardem - eher unkonventionell, aber gut für die Schlagzeilen. Aaron Sorkin gewinnt eine Statue für das beste adaptierte Drehbuch - der erste Oscar der Nacht für «The Social Network» - am Schluss waren es deren drei. Der Oscar für die beste Kamera geht an Wally Pfister für seine Arbeit in «Inception». Der Film mit Leo di Caprio gehört zu den absoluten Gewinnern des Abends. Robert Stromberg und Karen O'Hara gewinnen den Oscar für die beste Art Direction in «Alice in Wonderland». Justin Timberlake und Mila Kunis durften gemeinsam einen Oscar vergeben. Justin sorgte für zahlreiche Lacher, als er scherzhaft verkündete: «Ich bin Banksy.» David Seidler gewinnt den Oscar für das beste Original-Drehbuch für «The King's Speech» Lee Unkrich nimmt den Oscar für «Toy Story 3» entgegen - der Film gewinnt den Oscar als bester Animationsfilm. Shaun Tan (links) and Andrew Ruhemann bedanken sich für die Statue für «The Lost Thing». Amy Adams (im Kleid von «L’Wren Scott») gewann in der Kategorie «best live action short and best documentary». Susanne Bier gewinnt für «In a Better World» den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Trent Reznor (links) und Atticus Ross kriegen das Männlein für die beste Filmmusik («The Social Network»). TV-Ikone Oprah Winfrey übergab den Preis für den besten Dokumentarfilm - an die Macher von «Inside Job». Matthew McConaughey übergibt Lora Hirschberg den Preis für «Bester Ton» (in «Inception»). Golden und glänzend: Die Statuen in voller Pracht.

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Zwölf Mal nominiert, vier Mal gewonnen - und dies in drei der vier wichtigsten Kategorien: «The King's Speech» geht als strahlender Sieger aus den 83. Oscar-Verleihungen hervor. So gewann nicht nur Hauptdarsteller Colin Firth als stotternder König Georg VI. den Oscar als bester Hauptdarsteller - Tom Hooper stach Konkurrent David Fincher auch als «Bester Regisseur» aus. Neben dem begehrten Preis als «Bester Film» wurde zudem David Seidler auch noch für das «Beste Original-Drehbuch» ausgezeichnet.

Durchbrochen wurde der Siegeszug des Historien-Dramas von der schwangeren Natalie Portman. Sie wurde für ihre Darstellung einer psychotischen Ballerina in «Black Swan» von Laudator Jeff Bridges zur «besten Hauptdarstellerin» gekürt.

(Quelle: APTN Video)

Zehn Mal nominiert und doch kein Oscar

In ihrer Rede dankte Portman ihrer «wunderschönen Liebe, Benjamin Millepied, der diesen Film choreografiert hat und mir nun die schönste Rolle meines Lebens gibt». Für «Black Swan» blieb es allerdings der einzige Oscar, während neben «The King's Speech» auch «Inception» vier Trophäen einheimsen konnte - gefolgt von «The Social Network» mit drei Oscars. «The Fighter» und «Alice in Wonderland» kamen auf je zwei Goldstatuen.

Als Verlierer des Abends gelten die Coen-Brüder mit dem Western «True Grit»: Sie waren ganze zehn Mal nominiert - und gingen in der Nacht auf Montag leer aus. Aber auch «Winter's Bone», «The Kids Are Alright» und «127 Hours» konnten dieses Jahr keine Statue abstauben.

Oscar-Gewinnerin sagte «F-Wort» bei Dankesrede

Für einen kleinen Oscar-Skandal war indes Melissa Leo besorgt, die als «Beste Nebendarstellerin» ausgezeichnet wurde. Bei ihrer Dankesrede zeigte sie sich emotional und liess das am amerikanischen TV verpönte «F-Wort» fallen. «Als ich vor zwei Jahren Kate Winslet dabei zugesehen habe, hat es so 'fucking easy' ausgesehen», so die 50-Jährige.

Das Moderatoren-Duo James Franco und Anne Hathaway agierte während der Show eher verhalten. So sorgte denn auch Komiker Billy Crystal für den Lacher des Abends: «Where was I?», fragte er als Seitenhieb auf die nicht wirklich witzigen Jungschauspieler und Nachwuchs-Moderatoren.

Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging an Dänemark. Ausgezeichnet wurde der Film «In a Better World» der Regisseurin Susanne Bier. Die 83. Oscar-Gala im Kodak Theatre in Los Angeles dauerte insgesamt dreieinhalb Stunden und endete um 5.45 Uhr Schweizer Zeit.