«Biutiful»

16. März 2011 19:55; Akt: 16.03.2011 20:00 Print

Trotz Krebs der beste Dad

Javier Bardem in einer Paraderolle als todkranker Vater in einer versifften Ecke von Barcelona.

«Biutiful» Kinotrailer.
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Urin im Blut, erneutes Windeltragen, schwindende Kräfte: Trotz seiner Krebserkrankung ist Uxbal (Javier Bardem) ein hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer ­Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Eduard Fernández). Wie ein Wanderer bewegt sich Uxbal zwischen den Welten am Rande eines modernen, unbekannten Barcelonas, das keineswegs «biutiful» ist, wie Ana in einer Szene falsch schreibt.

Unter der Regie des Mexi­kaners Alejandro González Iñár­ritu zeigt der Spanier Javier Bardem («No Country for Old Men») erneut seine faszinierende Leinwandpräsenz. Als Mann, der selbst in Momenten der Verzweiflung nie vergisst, seinen Kindern ein guter Vater zu sein, liefert er eine epochale Darstellerleistung. Abgesehen von wenigen inhaltlichen Längen lockt hier ein Film wie ein Gedicht – über Liebe, Glaube, Schuld, Vergebung, Hoffnung und Sterblichkeit.