Oscars 2019

26. Februar 2019 02:55; Akt: 26.02.2019 09:07 Print

Trump wirft Spike Lee «Rassismus» vor

Der Oscar-Gewinner hatte in seiner Dankesrede die Wähler aufgefordert, «das Richtige zu tun». Nun beschwert sich Donald Trump.

«Lasst uns auf der richtigen Seite der Geschichte stehen»: Spike Lee erinnert seine Landsleute an die nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA. Video: ABC/Webvideo Tamedia
Zum Thema
Fehler gesehen?

US-Regisseur Spike Lee hat mit seinen Worten bei der Oscar-Verleihung den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Trump warf dem afroamerikanischen Oscar-Gewinner vor, ihn «rassistisch» attackiert zu haben. Er habe mehr für die schwarze Minderheit getan als «fast jeder andere» US-Präsident vor ihm, schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Lee war am Vorabend für seine Rassismus-Satire «BlacKkKlansman» für das beste Drehbuch auf Basis einer Buchvorlage ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede sprach der 61-Jährige über die Geschichte der Sklaverei in Amerika und appellierte an die Wähler, bei der Präsidentschaftswahl 2020 «das Richtige zu tun».

Anspielung auf Mister President

Trump nannte der Regisseur zwar nicht beim Namen. Sein Appell an die US-Bürger, «die moralische Wahl zwischen Liebe gegen Hass» zu treffen, war jedoch eine offenkundige Anspielung auf den Präsidenten, dessen Rhetorik und Amtsführung die politischen und gesellschaftlichen Polarisierungen vertieft hat.

Lee hat sich in seinem Schaffen über Jahrzehnte hinweg dem Kampf gegen Rassismus verschrieben. Es war nun aber das erste Mal, dass er sich im Oscar-Wettbewerb durchsetzte. Bislang hatte er nur einen Ehren-Oscar – also eine Auszeichnung ausserhalb der Konkurrenz – erhalten, dies war vor vier Jahren.

(chk/afp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Al am 26.02.2019 03:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1966

    Bei Aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen, das AL BUNDY 1966 4 Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High Shool Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!

    einklappen einklappen
  • Chlis Chtudiere am 26.02.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder

    Wer austeilen kann sollte auch einstecken können Mister President.

    einklappen einklappen
  • tüechlidrugger am 26.02.2019 06:49 Report Diesen Beitrag melden

    Kulturbanause

    "do the right thing" war Spike's debut und es ist wohl genauso eine Anspielung darauf. Und in "do the right thing" geht es nicht darum die Afro-Amerikaner als Engel darzustellen sondern um die Vorurteile welche europäischstämmige, Latinos und Afro-Amerikaner gegenseitig von sich haben. Spike ist ein toller Regisseur und mit der Film war etwas besonderes, er sticht aus dem ganzen Mist von seichter Unterhaltung und Sedierung (den Lügen um die Menschen bei Laune zu halten) extrem heraus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Silberdistel am 26.02.2019 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Rede

    Ich habe mir die Rede 3x angehört, aber nichts von Rassismus bemerkt und von Mr DT hat er auch nicht direkt gesprochen.

  • René am 26.02.2019 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Oscars so silly

    Ist mittlerweile auch nichts anderes mehr als eine politisch korrekte Schwätzer- und Applaus-Show, wie der ganze Rest des Hollywood Zirkus.

  • Markus am 26.02.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    schon lange bekannt

    Dass Spike Lee ein (schwarzer) Rassist ist, wissen Insider seit Jahren und es ist ja offensichtlich, wenn man seine Aussagen genau liest. Der bewirtschaftet das Thema seit langem und profitiert davon, bei einem Weissen würde Zeter & Mordio geschrien.

  • Phil am 26.02.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mr. Spike Lee

    sollte sich wie alle Amerikaner vor Augen führen das der amtierende Präsident bisher. als einziger Präsident seit der Administration Reagen. noch keinen Krieg angezettelt hat und die Armee aus Syrien abzieht. Seine Umfragewerte liegen nach zwei Jahren Amtszeit auf dem gleichen Niveau wie die seines Vorgängers (Obama) zum gleichen Zeitpunkt, welcher den Messias-Bonus nach zwei Jahren verspielt hatte und trotzdem weiterhin von den Medien völlig ungerechtfertigter Weise verehrt wurde und wird. Auch ist er wie kein anderer Politiker gegen die Globalisierung, was ihm scheinbar alle übel nehmen.

  • Heaven am 26.02.2019 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Racist's

    Wenn man bedenkt dass unser Leben auf Erden sowieso nur befristet ist, sollte man schauen dass man ab und zu mal sein Gewissen gegenüber unserem allmächtigen Herrn, ins Reine bringt. Alles andere ist ein Eigengoal. Jeder Rassist beleidigt im Grunde genommen nicht nur die Person, sondern dadurch auch ein Geschöpf Gottes. Gott hat nicht nur die CH oder welches Land auch immer erschaffen. Was die Person sieht oder erfährt , sieht und erfährt auch Gott. Man vergisst's im Alltag. Aber fragt mal Menschen die dem Tod sehr nah waren wie sie darüber denken.