«Dschungelkind»

16. Februar 2011 19:29; Akt: 16.02.2011 19:34 Print

Urwaldleben fernab der Zivilisation

Die Verfilmung des gleichnamigen Berichts von Sabine Kuegler erweist sich als Geduldsprobe.

«Dschungelkind» Filmtrailer.
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Sabine (Stella Kunkat) ist acht Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter (Nadja Uhl) und ihren beiden Geschwistern nach West-Papua auswandert. Ihr Vater (Thomas Kretschmann) ist Sprachwissenschaftler und hat es geschafft, einen der begehrtesten Aufträge seines Fachgebiets, die Erforschung der Sprache eines Eingeborenenstammes, zu erhalten. Dafür wird die ganze Familie mehrere Jahre im Urwald fernab jeglicher Zivilisation leben müssen. Sabine freut sich am meisten darüber. Sie scheint wie gemacht für ihre neue Umgebung voller Abenteuer und fühlt sich schnell zu Hause.

Verglichen mit anderen deutschen Afrika-Dramen wie etwa «Nirgendwo in Afrika» oder «Die weisse Massai» fällt «Dschungelkind» deutlich ab. Allen prächtigen Bildern zum Trotz erweist sich die Story als langwierig. Die Unterteilung der Handlung in einzelne Kapitel sowie die Betonung der Dschungel-Romantik anstelle des weit interessanteren Kulturschocks machen alles noch schlimmer.