Kuriose TV-Show

03. Oktober 2011 16:05; Akt: 03.10.2011 16:06 Print

Wenn die Religion dran glauben muss

Wie macht man es Leuten schmackhaft, sämtliche Religionen abzuschaffen? In einer australischen TV-Show befassten sich Werbestrategen mit just dieser Frage. Die Resultate überraschen.

Fehler gesehen?

In der australischen TV-Show «The Gruen Transfer» dreht sich alles um die bunte Welt der Werbung und des Marketings. Im Segment «The Pitch» bekommen zwei sich konkurrierende Agenturen die Aufgabe, für eine vermeintlich unverkaufbare Idee einen Werbekampagne zu kreieren. Dabei kommen mitunter kontroverse Ideen auf den Tisch: Die Wiedereinführung von Kinderarbeit, die Invasion Neuseelands oder Sterbehilfe für alle über 80 und Dergleichen.

Doch im September 2011 geschah es zum ersten Mal in der vierjährigen Erfolgsgeschichte von «The Gruen Transfer», dass sich einige Agenturen weigerten, bei einem Challenge mitzumachen. Es ging um nichts weniger als die Abschaffung von Religion.

Veralteter Aberglaube

Dennoch fanden sich Werbeagenturen, die die Idee umsetzten. Die zwei besten Vorschläge kamen ins finale Stechen. Die erste Agentur wählte einen durchaus einleuchtenden Ansatz: Man nehme alle Konzepte, die sich in der Menschheitsgeschichte wie gute Ideen anhörten, aber irgendwann veraltet waren: Der Glaube an die flache Erde, menschliche Opfergaben, Hexenverbrennungen, Sklaverei und so weiter. Mit fortschreitender menschlicher Entwicklung wurden diverse Aberglauben und Märchen über Bord geworfen – bis auf eine. Höchste Zeit also, der Glaube an einen Allmächtigen in die Pension zu schicken!

Die zweite Agentur ging vom Ansatz aus, dass eine Welt ohne Religion ein glücklicherer Ort wäre. Wie viele unschuldige Opfer wurden schon im Namen der Religion gefordert? Unsere Kinder verdienen ein Leben ohne Indoktrination. Deshalb der Slogan: Lasst uns Religion verlieren und zueinander finden!

Beides treffende Argumente – offensichtlich so treffend, dass sich die «The Gruen Transfer»-Jury nicht entscheiden konnte und beide Werbestrategien für gleich gut befand.

Für welche Idee könnten Sie sich erwärmen, liebe Leser? Diskutieren Sie mit im Talkback!

(obi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • maxburg am 03.10.2011 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beide unbrauchbar

    Für keine von beiden. Weil sie individuelle Wahrnehmungen und Gefühle als subjektive Blickwinkel verwerfen. Null Weisheit und Null Erleuchtung. Also ausschliesslich dumpfes materielles Denken. Aber wer erwartet von solchen Agenturen, dass sie auch ausserhalb ihrer festgelegten Programme agieren können?

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  • Frei Ohnegott am 03.10.2011 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Klar der erste Ansatz

    Der erste Ansatz ist besser, weil er einen positiven Ansatz wählt: der mensch hat die Chance sich weiter zu entwickeln, also eine Evolution zu einem besseren Wesen. Die zweite Botschaft packt zwar mit den Emotionen des unglaublichen Leids, welches im Namen der Religion verbreitet wurde und wird, aber die Gläubigen sehen darin immer nur Ausnahmen und können die sozialen Aspekte als Gegenargument hervorkramen und damit ihre Ohren verstopfen.

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  • Sepp am 03.10.2011 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    ohne auch nicht besser

    Träumt nur schön weiter. Wenn es keine Religionen mehr gibt dann findet der Mensch einfach etwas anderes dass er für seinen Vorteil missbrauchen kann. Da müsste schon der machtgierige, egoistische und selbstsüchtige Mensch selbst abgeschafft werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • A.Muhsin Sabanci am 17.11.2011 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Glauben an Gott oder an eine Religion?

    Die Frage lautet: Glauben Sie an den Schöpfer- Gott oder lieber an eine Religion? Damit meine ich, dass es nicht nötig ist, einer Institution anzugehören und dafür auch noch Geld zu bezahlen. Vor Gott sind alle Menschen gleich und eine Religion hat vor Gott keine Vorteile. Das Benehmen des Menschen macht den Glauben aus und jeder entscheidet selbst über sein Schicksal nach dem Tode. Dabei spielt Religion keine Rolle. So auch in meinem Buch "Das Wort Gottes für Kinder und Erwachsene".

  • Jean.S am 03.10.2011 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube

    Religion hat nichts mit Glaube zu tun. Es giebt viele Leute die Glauben an eine Gott, oder wie sie ihn nennen ohne einer Religion anzughoeren. Es geht glaube ich nur darum die Institution abzuschaffen, was mMn vollkommen in Ordnung ist. Glauben darf aber jeder was er will.

  • D.Menzi am 03.10.2011 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache !

    Ich finde das voll in Ordnung, wird Zeit Glaube braucht keine Religion! Man sollte mehr in Gesunde Menschverstand als in abergläubische Halbwahrheiten investieren

  • Pascal Hintermüller am 03.10.2011 21:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sofort umsetzen

    Eine super Idee! Eines der grössten Probleme weniger auf Erden. Den Religion ist die Ursache und die Rechtfertigung nicht nur in der Vergangenheit sondern auch in unserer Gegenwart von unglaublichem Leid, Rassismus, Völkermord, Diskriminirung, Folter, usw. Menschen, welche nur wegen der Religion gut sind, sind alles Heuchler.

  • praiseGOD am 03.10.2011 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    auf keine Fall abschaffen!

    Dazu kann ich nur eines sagen: Ohne Religion (Christentum) gäbe es mich schon laaange NICHT mehr!!