«Kokowääh»

02. Februar 2011 23:01; Akt: 03.02.2011 08:39 Print

Wie der Vater, so die filmbegabte Tochter

Til Schweiger erneut als zärtlicher Chaot, der sich in seiner jüngsten Komödie mit seiner leiblichen Tochter Emma herumschlagen muss.

Kokowääh - Der Trailer.
Fehler gesehen?

Der Drehbuchautor Henry (Til Schweiger) hangelt sich von einer glücklosen Liebschaft zur nächsten und beruflich kommt er auch auf keinen ­grünen Zweig. Wie aus heiterem Himmel erhält er ein Top-Angebot: Er soll als Co-Autor an einer Bestsellerverfilmung arbeiten – zusammen mit der Autorin, seiner Ex-Freundin und grossen Liebe Katharina (Jasmin Gerat). Während ­Henry auf seine grosse zweite Chance hofft, taucht unverhofft die achtjährige Magdalena (Emma Tiger Schweiger) vor seiner Wohnungstür auf und stellt sein Leben auf den Kopf. Sie soll seine Tochter aus einem vergessenen One-Night-Stand sein, und Henry soll sich erst mal – solange die Kindsmutter Charlotte (Meret Becker) in den USA eine Gerichtsverhandlung hat – um Magdalena kümmern. Aber Henry ist mit der neuen Situation völlig überfordert.

Ob Nick Keller («Barfuss»), Ludo Dekker («Keinohr­hasen», «Zweiohrküken») oder jetzt neu Henry Lehnbach, die Rolle des liebenswert-zärtlichen Chaoten beherrscht der Hauptdarsteller, Regisseur, Co-Autor und Produzent Til Schweiger mittlerweile perfekt. Und das Publikum scheint sich daran kaum sattsehen zu können. Doch damit noch nicht genug vom Schweiger-Clan: Nach zwei Nebenrollen darf Tils leibliche Tochter Emma Tiger nun als Co-Star auftreten.
Inhaltlich bietet «Kok­owääh» (Kindersprache für «coq au vin») nichts Neues, zeigt Vater-Tochter- und Patchwork-Family-Konflikte locker, leicht und mit garantiertem Happy End. Abgesehen von wenigen allzu aufdringlich eingesetzten Songs kommt diese Publikumskomödie wie gerufen, um die Wartezeit bis zur nächsten Schweiger-Show «Keinohrhasen 3» zu über­brücken, die voraussichtlich schon zu Weihnachten ins Kino kommen wird.