«Melinda and Melinda»

28. April 2005 04:34; Akt: 27.04.2005 20:22 Print

Zwei Love-Storys parallel erzählt

Woody Allen not at his very best: Liebesgeschichten zwischen Komik und Tragik.

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In beiden Geschichten gehts um eine junge Frau namens Melinda (Radha Mitchell; die Mutterfigur aus «Man on Fire»), welche völlig unverhofft in eine Dinner-Party platzt.

In der tragischen Story-Variante ist Melinda traurig, weil sie das Sorgerecht für ihre Kinder ihrem Ex-Mann überlassen musste. Jetzt lebt sie mit einer Highschool-Freundin (Chloë Sevigny) in einer New Yorker Wohnung.

In der komischen Story-Variante trifft Melinda auf eine ambitionierte Filmemacherin (Amanda Peet) und ihren neurotischen Ehemann (Will Ferrell).

«Melinda & Melinda» hätte Woody Allens Rückkehr zu seinen Seventies- und Eighties-Meis-terwerken markieren sollen. Doch nix gewesen: Der Workaholic bewegt sich auf altbekannten Pfaden. Zwar gelingt es ihm immer wieder, eine interessante Besetzung für seine Kino-Schauspiele zu verpflichten. Aber «Melinda and Melinda» ist allerhöchstens Mittelmass.

Vielleicht liegts auch daran, dass sich die beiden Melinda-Geschichten zu sehr ähneln. Als Zuschauer kann man sie nämlich gerade mal an Radha Mitchells Haarpracht unterscheiden: mal lockig, mal glatt.

Mohan Mani