14. April 2005 04:20; Akt: 14.04.2005 10:47 Print

Eine Männerdomäne fällt: Die Beach-Soccer-Girls kommen

Attraktive Beach-Soccer-Girls kicken Vorurteile ins Offside und beweisen: Auch Frauen können im Sand Fussball spielen – und müssen dabei auch nicht aussehen wie Gozillas Mama mit O-Beinen.

Fehler gesehen?

Weibliche Fussballer? Entweder prusten Männer bei dieser Vorstellung lautstark ins Bierglas oder starten eine Standpauke zum Thema Entfremdung des «artgerechten Eigentums». Schön, lassen sich die Ladys davon nicht beirren und argumentieren überzeugend: «Metrosexuelle Männer vergehen sich auch an unseren Tagescremen.»

So strömen sie in Scharen auf den Rasen, oder besser gesagt: an den künstlich hergestellten Strand, denn
Frauen haben Beach-Soccer für sich entdeckt. «Der Sand vermittelt Ferien-Feeling», so Reto Wenger von Swiss Beach Soccer. «Zudem eignet sich die weiche Unterlage für Einsteigerinnen.»

Wer jetzt denkt, auf den Beach-Soccer-Feldern jagen sich unrasierte Frauenbeine, liegt falsch. Das Klischee der unweiblichen und ungepflegten Kickerinnen ist überholt.

Wenger: «Soccer-Spielerinnen werden je länger, je attraktiver.» Den Stein ins Rollen gebracht hat Mia Ham: Seit die hübsche US-Nationalspielerin auf Titelblättern glänzt, fühlen sich auch immer mehr Schweizerinnen zum Fussball berufen.

Und endlich versuchen Frauen ihre männlichen Mitstreiter auch nicht mehr zu kopieren: Sie sprinten, kicken und foulen einfach etwas sanfter – so, wie es ihrem Naturell entspricht.

Reto Wenger: «Seit die Damen ihre eigene Spielweise entdeckt haben, macht das Zuschauen richtig Spass.»
Martina Rissi