Leila Lowfire und Ines Anioli

13. November 2018 15:23; Akt: 13.11.2018 15:23 Print

Sie teilen ihr Sexleben mit der ganzen Welt

Offenherzig und unverblümt sprechen Ines Anioli und Leila Lowfire in ihrem Podcast «Besser als Sex» über die schönste Nebensache der Welt. Wir haben sie zum Quickie-Talk gebeten.

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Über 150'000 Hörer lauschen einmal wöchentlich den unverkennbaren Stimmen der beiden Deutschen Ines Anioli (32, links) und Leila Lowfire (25). In ihrem offenherzigen Podcast «Besser als Sex» plaudern die zwei Freundinnen nämlich seit 2016 (damals hiess er noch «Sexvergnügen») über ihre besten und schlimmsten Sexerfahrungen – inklusive Analsex-Fails und Fisting. 20 Minuten hat ebenfalls mit ihnen gesprochen. «Die Gespräche mit Leila über Sex waren immer intensiver und aussergewöhnlicher als mit anderen Leuten. Und ich dachte mir, es wäre doch perfekt, wenn sie keine Angst hat, ihre Geschichten ins Mikrofon zu erzählen, und somit den Podcast zu starten. Wir haben es dann ausprobiert, und es hat wunderbar funktioniert.» «Viele Dinge erleben wir natürlich selbst und wollen dann auch darüber reden. Schliesslich macht man das ja auch mit Freundinnen. Es gibt aber auch viele Zuhörer-Nachrichten, die uns erreichen und inspirieren.» «Niemals Sex ohne Kondom mit fremden Menschen», sagt Ines und lacht. Leila hingegen ist bewusst geworden, dass man während des Podcasts über einige Sachen nochmals objektiv nachdenkt und darüber kommuniziert. «Sex ist etwas sehr Intimes, weil man sehr viel von sich preisgibt. Gerade in einer Gesellschaft, in der man immer perfektionistisch sein möchte und vieles auf Erfolg und Leistung getrimmt ist, ist so etwas wie Sex, wo man sich öffnet, sehr emotional ist und Schwächen oder Gefühle zulässt, ein grosses, schweres Thema», verrät Ines. Auch die Erziehung spielt laut Leila eine wichtige Rolle. Bei «Besser als Sex» gibt es in dem Sinn keine Tabuthemen, wie Leila gegenüber 20 Minuten verrät. Allerdings erwähnen sie keine Namen und «schützen auch die Privatsphäre von den Leuten, mit denen wir Sex haben». «Ich hatte schon Männer, die damit ein bisschen ein Problem hatten und sich sehr unter Druck gesetzt fühlten. Sie wussten halt, wenn es richtig schlecht wird, werden wir auf jeden Fall im Podcast darüber sprechen. Es gab auch schon Männer, die wollten keinen Sex mit uns haben, weil sie darauf keinen Bock hatten.» «Ich hatte mal jemanden, den fand ich echt sexy und wollte ihn daten. Er hat aber gesagt: ‹Nee, sonst bin ich nachher nur eine Geschichte in deinem Podcast.› Ich fand es sehr schwach von ihm. Ich hab mir nur gedacht: ‹Bilde dir mal nicht ein, dass wir hier über jeden reden.›» «Verschlossene, spiessige und böse Menschen, die nicht über sich selbst lachen können und keinen Humor besitzen» sind für Ines ein No-go. Auch Männer, die keine Caps tragen, denn «Cap-Träger sind nämlich sehr fuckable». Leila sieht es ähnlich. Für sie sind «Menschen, die sich selbst zu ernst nehmen, auch im Bett sehr unfuckable». Wer ein Ticket für die Tour von Leila und Ines ergattern konnte, darf sich auf eine lustige, spannende und offenherzige Show freuen. «Wir werden das Publikum miteinbeziehen und auch mal Live-Acts haben», verspricht Ines. Es werden zudem Themen behandelt, über die die beiden noch nicht im Podcast gesprochen haben, wie Leila ergänzt. Am 26. November sorgen die beiden Frauen im Zürcher Plaza mit ihrem Live-Programm «Die Unfuckable Tour» für lustige Momente und vermutlich auch beschämte Gesichter. Mittlerweile ist die Show ausverkauft.

Zum Thema
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Welche Sexstellung passt zu eurer Persönlichkeit?
Leila: Der Seestern.
Ines: Jene, wo der Mann kniet und man den Penis im Mund hat. Von wegen «grosse Schnauze, nichts dahinter». Einfach ein Blowjob auf eine andere Art und Weise.

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Welches Sexspielzeug würdet ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?
Leila: Bei mir ist es definitiv ein richtig starker Vibrator.
Ines: Es sollte ja etwas sein, was man vielseitig verwenden kann. Daher würde ich Liebeskugeln mitnehmen. Mit denen kann ich, wenn ich Langeweile habe, auch noch jonglieren.

Mit welchem Promi hättet ihr gern mal Sex?
Ines: Mit Jude Law. Das ist aber kein Geheimnis. Also, wenn er das Interview lesen sollte, weil er zufällig in der Schweiz ist, kann er sich gern bei mir melden.
Leila: Ich gebe meinen Promiwunsch auf, damit Ines mit Jude Law schlafen kann.

Wovor habt ihr beim Sex am meisten Angst?
Leila: Vor Scheisse. (lacht) Bei mir sind Fäkalien unter den Top-3-Ängsten.
Ines: Meine grösste Angst ist es, schwanger zu werden. Ich habe nämlich keine Lust auf Kinder. Mittlerweile bin ich auch in einem Alter, in dem man sich der Verantwortung stellen muss und es durchziehen sollte.

Welches war euer peinlichste Erlebnis im Schlafzimmer?
Ines: Ich glaube, es war mal beim Analsex, wo er dann Fäkalien am Penis hatte.
Leila: Sozusagen Dreck am Stecken.
Ines: Ich fand es aber ehrlich gesagt nicht so peinlich. Es kommt eben immer auf dein Gegenüber an. Ist diese Person entspannt, dann sind die peinlichsten Erlebnisse gar nicht so peinlich. Für meinen ersten Muschi-Furz habe ich mich aber sehr geschämt.
Leila: Mittlerweile gehe ich mit jeder Situation mit sehr viel Humor um. Aber weil Ines gerade den Furz erwähnt hat: Ich hatte vor langer Zeit mal Sex im Stehen. Auf einmal habe ich gesquirtet – damals wusste ich noch nicht, dass ich das kann, und habe es auch nicht mitbekommen – und wir standen plötzlich in einer grossen Pfütze Wasser. Es konnte nur von mir kommen, da wir mit Kondom Sex hatten. Es war mir sehr unangenehm.

Was war der schrägste Spitzname, den ihr jemals im Schlafzimmer bekommen habt?
Ines: Schlampe. (lacht) Ich finde Kosenamen häufig ganz schlimm und meistens kam es gar nicht dazu. Viele nennen einen aber «Baby».
Leila: Die Amerikaner sind kreativer und haben auch nicht so viele Grenzen, was die verbale Kommunikation beim Sex angeht. Da wurde ich schon öfter Good Girl genannt, was man eigentlich nur zu einer Hündin oder einem braven Pferd sagen würde. Oder: Little Bitch.

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mann38 am 13.11.2018 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gleichberechtigung

    Man stelle sich vor 2 Männer die so über Frauen reden würden z.b. Über die Körperlichen Merkmale, Breite, Länge usw. der Brüste und Vagina der Frauen die Sie hatten.... Die Emanzen würden Sturm laufen.

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  • Holz Michel am 13.11.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Stolz

    Die Eltern müssen wahrscheinlich sehr stolz auf die beiden sein.

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  • alfredo am 13.11.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    aufmerksamkeit

    ...um jeden preis. mehr gibts dazu wohl nicht zu sagen. ausser vllt. dass genau diejenigen, welche sich am meisten über sexismus im alltag beklagen, sich genau diesen zu nutze machen um erfolgreich zu sein. es ist halt einfach eine heuchlerische welt und man muss lernen sich damit abzufinden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cornelia Frei am 14.11.2018 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Till Lindemann...

    ...hatte ja mal was mit der Lowfire...leider nur kurz, darum muss die Dame jetzt andersweitig schauen, dass sie in den Medien bleibt. Dass man offen über Sex redet ist absolut ok und in der heutigen Gesellschaft kein Tabu mehr, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass man das auch bewusst so gewählt hat, damit wieder über einen geredet wird... langweilig stell ich mir den Sex mit Lindemann nicht vor, das hatte die Leila sicher was zu tun, bück Dich ;-)

  • Hybres am 14.11.2018 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute zeiten

    sie erinnern mich an die pausenhofmatzrazen zu meiner oberstufenzeit ;)

    • Georg H. am 14.11.2018 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hybres

      An diesem Ausdruck stört mich, dass man die Matratze verachtet, das Gegenstück dazu aber nicht. Auch Männer, die es mit jeder treiben, sind billig.

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  • Maike am 14.11.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja, die lieben kleinen

    Zwei Mädels reden über Sex den sie praktizieren. Was ist daran so toll ? Und liebe Ines, mit Liebeskugeln kann man nicht jonglieren. Sie sind zu klein und zudem verbunden. Und das Du zur Luststeigerung echte Jonglierbälle benutzen kannst, wage ich schwer zu bezweifeln.

  • Dertypausderviertenreihe am 14.11.2018 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    "Nee, sonst bin ich nachher nur eine Geschichte in deinem Podcast. Ich fand es sehr schwach von ihm." Wenn Menschen also klare Grenzen ziehen und Nein sagen können ist das also sehr schwach...

  • roll2go am 14.11.2018 08:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Widerspruch hoch x

    Einerseits ist alles Seximus oder sexueller Übergriff bzw. Missbrauch, besonders wenn Männer angeschuldigt werden können. Andererseits plagieren immer mehr mit ihren Sex-Erlebnissen, Sex- Fantasien, Casual-Sex usw, vor allem Frauen - womöglich die gleichen, die die Männer anklagen. Auch die Medien machen bei beidem frisch fröhlich mit, täglich mit Berichten wie "Was war dein schönstes Sex-Erlebnis" usw.