Chiara Castelli aus Luzern

29. November 2019 04:45; Akt: 29.11.2019 11:50 Print

Sie hat 567'000 Follower und einen Plattenvertrag

von Stephanie Vinzens - Chiara Castelli ist mit über einer halben Million Follower auf Instagram einer der grössten Social-Media-Stars des Landes. Jetzt macht die Sängerin auch ausserhalb von Insta Musik.

Im Video verrät Chiara, was sie am Morgen nach dem Aufstehen als Erstes macht – und wie viel Zeit sie pro Tag am Handy verbringt. (Video: 20 Minuten/Tamedia)
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Die 20-jährige Chiara Castelli aus Luzern ist einer der grössten Schweizer Social-Media-Stars. Mit ihren englischsprachigen Popsong-Covers hat sie sich nicht nur eine Fanbase von 567'000 Instagram-Followern aufgebaut, sondern auch einen Plattenvertrag bei Warner Music gelandet.

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Chiara, du hast letzten Monat mit «Sticky Situation» deine erste Single veröffentlicht. Wie fühlt sich das an?
Die Single kam um Mitternacht raus, ich blieb wach und war natürlich mega aufgeregt. Als es so weit war, musste ich sofort weinen! Ein eigener Song war eines meiner grössten Ziele – ich übe dafür, seit ich klein bin. Das zu erreichen, machte mich unheimlich stolz.

Im Song geht es um eine Situation, die wohl viele schon erlebt haben.
Ja. Eine Beziehung, die einfach nicht funktioniert, obwohl man sich liebt. Doch keiner kann den Schlussstrich ziehen. Genauso war es in meiner letzten Beziehung. Als mir der Song vorgespielt wurde, habe ich mir sofort gedacht: «Wow, das ist mein Song!» Ich fühle mich, als hätte ich ihn geschrieben.

Wie hast du entdeckt, dass Singen deine Leidenschaft ist?
Als ich mit etwa sieben Jahren via Youtube auf ein Karaoke-Video von «I Will Always Love You» von Whitney Houston gestossen bin. Diese Karaoke-Clips haben mir eine total neue Welt eröffnet.

Du coverst auf Instagram Popsongs und hast eine Riesenanhängerschaft. Wie hat das angefangen?
Meine Freunde wollten immer, dass ich ihnen Sprachmemos von meinen Covers schicke. Weil es einfacher ist, habe ich dann für sie regelmässig Videos auf meinem Instagram-Account hochgeladen. Die gingen dann viral. Meine Zahlen sind täglich gestiegen, es war verrückt.

Du hast schon mit elf bei der SRF-Show «Kampf der Chöre» mitgemacht und später bei «The Voice Kids». Inwiefern hat dich das als Sängerin weitergebracht?
Ich hab dort zu spüren bekommen, dass auch junge Leute schon sehr gemein und eifersüchtig sein können. Und dass es nicht jeder Mensch gut mit dir meint. Das hat mich gut aufs Musikbusiness vorbereitet.

Deine Schwester Stella war dieses Jahr bei «Switzerland’s next Topmodel» zu sehen. Welche Castingshowtipps hast du ihr mitgegeben?
Dass vieles einfach Show ist und es deshalb umso wichtiger ist, sich treu zu bleiben. Solange man freundlich und respektvoll bleibt, kann man nichts falsch machen. Aber das hätte ich ihr gar nicht sagen müssen. Es liegt in der Familie, dass wir uns nicht verstellen können.

Singen und modeln, beides keine typischen Jobs. Was halten eure Eltern von euren Berufswünschen?
Die beiden unterstützen uns immer. Ihnen ist einfach wichtig, dass wir realistisch bleiben.

Das heisst?
Wir sind zwar optimistisch, halten uns aber auch die Realität vor Augen. Ich würde nie sagen, ich schmeisse jetzt alles hin, um Superstar zu werden. Ich und meine Schwester sind uns fürs Arbeiten nicht zu schade. Uns ist aber eben auch wichtig, unserer Passion nachzugehen.

Hast du einen Plan B?
Ich habe das Musical als zweite Leidenschaft entdeckt und mache zurzeit eine Ausbildung in Barcelona – auch wenn dieses Gebiet natürlich auch nicht gerade das leichteste ist. Bei den Vorsprechen für die Unis habe ich eineinhalb Jahre lang immer nur Absagen bekommen, bevors geklappt hat.

Gibt es denn noch einen dritten Plan?
Musiklehrerin? Ich sehe meine Zukunft eigentlich immer im Bereich der Musik. Ich denke, alles andere würde mich unglücklich machen.

Erzähl uns von deinen Plänen fürs nächste Jahr.
Mein Ziel ist es, weitere Singles zu veröffentlichen. Und das zweite Jahr meiner Uni zu bestehen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bounty am 29.11.2019 05:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gohts no

    mit 7 jahren auf youtube. gratulation an die eltern.

  • joker92 am 29.11.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wauu

    ein "eigener" song den sie nicht selber geschrieben hat?!?? die heutigen "künstler" haben eh keine ahnung mehr von musik.

  • The Fiend am 29.11.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy

Die neusten Leser-Kommentare

  • Plattenspieler am 29.11.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Plattenvertrag?

    Schönes Wort in der heutigen Zeit. Ob sie wohl auch schon mal eine Platte gesehen hat?

  • Nautic79 am 29.11.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mag es ihr gönnen...

    Aber können die heutigen Sänger echt nicht mehr selber schreiben? Finde dies so schwach. Ich persönlich wäre jedenfalls nur halb so Stolz auf das "eigene" Lied... Aber so läufts wohl Heute...

  • Lutz am 29.11.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    eifrige Eltern

    Die Eltern pushen sie ja schon seit kindesalter. Es wurde keine Gelegenheit ausgelassen um sich zu präsentieren: Kampf der Chöre, Alpenrösli, The Voice kids...... Die Schlange ist endlos

  • Widder am 29.11.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Unbekannt

    Sängerin? noch nie gehört!

  • Anonymlol am 29.11.2019 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    naja nachmacherei von den Amis. Es gibt schon genug. Noch nie was von der gehört