Interview

17. April 2005 23:20; Akt: 18.04.2005 11:37 Print

«Der Fleischkult um Puppen wie Kylie ist langweilig.»

Depeche Mode und The Libertines liegen ihnen zu Füssen. Nun fliegt das Elektro-Pop-Duo Client in die Schweiz. 20 Minuten sprach mit Sängerin Client B.

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Ihr benutzt Pseudonyme und zeigt auf Fotos meist nur Waden. Warum das Versteckspiel?

Client B: Der Fleischkult um Puppen wie Kylie ist langweilig. Wir sehen uns in der Tradition von Kraftwerk und lieben das Spiel mit Anonymität und Uniform. Wichtig ist die Musik, nicht die Person.

Dafür brüstet ihr euch aber mit Gastsängern wie Pete Doherty von The Libertines sowie Depeche Modes Martin Gore.

Client B: Klar. Wir sind ein Underground-Act und erreichen dank den Gästen eine Presseresonanz, wie sie sich Majorlabels mit Promo-Millionen erkaufen.

Nervt es nicht, wenn dafür mehr über die Gäste als über die Musik geredet wird?

Client B: Ach was. Dass Carl unbedingt einen Song singen wollte, als er hörte, dass Pete gesungen hat: Das ist doch echt eine gute Story.

Warum spielten sie nicht Gitarre? Du singst schon auf zwei Alben von Rock’n’Roll.

Client B: (Lacht) Vielleicht nächstes Mal. Wir Mädchen rocken halt ohne Gitarren.

Das geht?

Client B: Mann: Schon Depeche Mode rockten so.

Ihr kleidet euch selbst bei Interviews wie Flight Attendants. Fliegt ihr auch so?

Client B: Ui. Das wär wohl kompliziert. Wir tragen die Uniform aber, wann es geht.

Welches Kostüm tragt ihr in der Schweiz?

Client B: Ich kann mich nie entscheiden. Darum wasch ich vor einer Tour zwei Tage durch und packe ein, was geht.

(ojo)