Hitparaden-Untersuchung

08. Juni 2011 10:23; Akt: 08.06.2011 14:24 Print

«Die IFPI ist wie die FIFA»

Für die Leser von 20 Minuten Online ist klar: Bei der «Offiziellen Schweizer Hitparade» geht es nicht mit rechten Dingen zu und her. Mit der IFPI gehen einige hart ins Gericht.

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Ob Bligg, Lady Gaga oder Jennifer Lopez: Acts von IFPI-Labels landen immer wieder vorne in den Charts.

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Die IFPI ist in den Fokus der Wettbewerbskommission geraten. Die Vorwürfe: Der Branchenverband und dessen Mitglieder sollen Parallelimporte gewisser Musikträger - etwa CD - behindert haben. Untersuchen will die WEKO zudem die Bedingungen für die Aufnahme in die IFPI Schweiz. Und sie will klären, nach welchen Kriterien die Hitparade erstellt wird.

Umfrage
Glauben Sie, dass die «offizielle Schweizer Hitparade» manipuliert wird?
90 %
10 %
Insgesamt 5829 Teilnehmer

Die Meinungen sind gemacht

Der User von 20 Minuten Online will diese Untersuchung gar nicht erst abwarten. Für ihn ist klar: Bei der Hitparade geht nicht alles mit rechten Dingen zu und her. Bis am Mittwoch, dem 8. Juni 2011 glaubten bei einer Umfrage von 20 Minuten Online von rund 600 Teilnehmern 92 Prozent, dass die «Offizielle Schweizer Hitparade» manipuliert werde.

Auch beim Talkback sind die Meinungen schon gemacht. Leser Daniel Spycher etwa meint: «Dass die Hitparade manipuliert ist, sollte nun wirklich niemanden erstaunen. Das ist ja schon seit ewig ein offenes Geheimnis.» John Parr will «die IFPI verbieten», Hans Meier will «aufräumen» und Dr. A. Konisch hat sich «schon immer gefragt, wie es diese Schrottmusik in die Charts schafft».

«Dreck am Stecken»

Der User «in guz we trust» wagt einen grossen Vergleich. Er setzt die IFPI mit der Fifa gleich und meint: «Die Menschen lieben Fussball, aber die Fifa nicht, und genauso mögen die Menschen Musik, aber die IFPI nicht. Doch ohne Fifa keine Fussball-WM und ohne IFPI hätte es auch die Schweizer Musikszene nicht so einfach. Ob die beiden Dreck am Stecken haben? Gut möglich.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ISTO am 08.06.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Busse

    Wenns wirklich wahr ist dass da Manipuliert wurde dann aber schleunigst auf 100 Millionen verklagen. Sie habens ja. Wurde ja alles bereits bezahlt durch die Abgabe auf Leerdatenträger wo ich meine Daten gespeichert habe aber leider trotzdem für die Musikindustrie bezahlen muss.

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  • in guz we trust am 08.06.2011 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    IFPI = FIFA

    Die IFPI ist doch wie die Fifa. Die Menschen lieben Fussball, aber die Fifa nicht und genauso mögen die Menschen Musik aber die IFPI nicht. Doch ohne Fifa keine Fussball-WM und ohne IFPI hätte es auch die Schweizer Musikszene nicht so einfach. Ob die beiden Dreck am Stecken haben? Gut möglich.

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  • Thomas M am 07.06.2011 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Manipulation? Von wem?

    "Als Grund, weshalb das Hitparaden-Reglement bisher unter Verschluss ist, gibt IFPI an: Es könnte als Anleitung zur Manipulation dienen. " Auf klardeutsch heisst das doch: Wir veröffentlichen das Reglement nicht, dass wir selbst manipulieren können. Richtig?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Selma am 15.06.2011 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    IFPI steuerbetrug?

    Ich hab nach kurzer Recherche einen interessanten Blogeintrag zu IFPI gefunden. Hat was von Verschwörungstheorie. Eine kurze Analyse der Behauptungen und das Studium der Schweizer Karte, macht das Ganze aber beunruhigend wahrscheinlich.

  • strong am 14.06.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Würde einiges erklären

    Das würde dann auch erklären wieso Stress, S. Heizmann, Seven und wi sie alle heissen, immer soweit oben platziert waren.

  • Sunny am 13.06.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kanal K

    Wieso schenken wir dieser Hitparade den soviel Aufmerksamkeit? Lieber mal einen anderen Radiosender hören. z.b Kanal K ( soll jetzt keine schleichwerbung sein) aber ich find dieses Radio bringt immer mal wieder frische unbekannte Perlen der heutigen Musikkünstler. Und allen anderen sag ich einfach: Schaltet demonstrativ das Radio aus oder um wenn Hitparade kommt :)

  • DJ Weisse Nase am 12.06.2011 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    DJ Antoine auf Platz 1, ist ja seltsam

    Wer alles kauft eigentlich diese CDs? Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wer diese CDs kauft... die Jungen nicht, da sie downloaden, die Älteren sicher nicht, ist sicher nicht deren Geschmack - aber wer dann? Vielleicht er selbst - zuviele Zweifel bleiben und zu undurchsichtig die Praxis der IFPI.

  • Peter Siffert am 12.06.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Brain wash

    Hört doch mal Soul Funk Rap black music in einem Insider-Radio in New York: ihr wollt gar nicht mehr aus dem Mietauto aussteigen. All diese geilen sounds hört man in der Schweiz vielleicht einmal im Monat zufällig! Das ist doch krank dass black music und rap in den USA voll als hits promoted werden und in der Schweiz setzt man den Hörer Baschi, Uschi, Sina und so vor... In Nordkorea hören die Jungen wohl ne ganz andere Hitparade: letztlich alles Martketing und brain washing... in der DDR wollten auch alle nen Trabi: was die Kuh bekommt, frisst sie auch