Mundart-Rapper Manillio

14. April 2016 08:59; Akt: 14.04.2016 08:59 Print

«Ich hab Lo & Leduc ein wenig um Rat gefragt»

von Aisha Abdel Dayem - Der Solothurner Manillio könnte der neue Schweizer Rap-Liebling werden. Mit 20 Minuten spricht er über seinen Dialekt, «Bravo Hits» und Büne Huber.

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Am 15. April 2016 ist es so weit. Das neue Album von Manillio «Kryptonit» erscheint. Darauf sind auch bekannte Kollegen wie ... ... Leduc, Baze, Büne Huber und Tommy Vercetti zu hören. Auf seinem Instagram-Account hält der Künstler seine Fans auf dem neuesten Stand. Vor ein paar Monaten standen bei den Songs noch keine Namen von Gast-Künstlern. Die Texte und Songs des Solothurners sind eher etwas wehmütig. «Ich mache grundsätzlich melancholische Musik. Es hat auf dem Album sogar ein, zwei Songs die etwas wütend sind. Das gefällt mir so. Das letzte Album war ein wenig zu friedlich.» Über die Zusammenarbeit mit Büne Huber sagt Manillio: «Nach meinem letzten Album hat er mir zwei lange, nette SMS geschrieben. Wir gingen zusammen Mittagessen, haben lange Kaffee getrunken. Seither sind wir Freunde. Später habe ich ihm mal ein paar Song-Ideen gezeigt und er wollte an dem einen was ausprobieren.» Manillio hofft, das sein Publikum nicht nur aus jüngeren Leuten besteht. Er freut sich, wenn er vor der Bühne auch mal jemanden Ü-30 trifft. «Ich finde es schwierig in der Schweiz, dass viele Leute nach dreissig denken, Rap ist ja nur für junge Leute, ich bin jetzt erwachsen, da muss ich Indie hören oder sowas.» Er wünscht sich, dass er sich selber auch an Konzerten wie seinen eigenen noch blicken lassen kann, wenn er über 30 ist. Bis dahin hat er ja noch ein paar Jahre Zeit. Sein Hit «Monbijou» ist übrigens bald auch auf der neuen «Bravo Hits» zu hören. «Das war nicht gerade mein Ziel, aber cool ist es trotzdem.»

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Ein unbeschriebenes Blatt ist er nicht: Manillio kennt man auch als Mitglied von Eldorado FM. Die interkantonale Rap-Crew ist letztes Jahr mit dem Album «Luke mir si di Vater» auf Platz zwei der Charts gestürmt. Danach hat er sich ins Studio zurückgezogen, um an seinem neuen Soloalbum zu arbeiten – das er nun mit einem grossen Label im Rücken veröffentlicht. 20 Minuten hat den 27-Jährigen zum Interview getroffen.

Manillio über seine Zusammenarbeit mit Lo & Leduc:
«Ich habe zuvor nie jemandem meine Songs vor dem Release gezeigt. Aber dieses Mal hab ich Lo & Leduc um ein wenig Rat gefragt. Leduc ist letztlich auch auf einem Track gelandet.»

Über Bünes Beat:
«Nach meinem letzten Album hat er mir zwei lange, nette SMS geschrieben. Wir gingen zusammen mittagessen, haben lange Kaffee getrunken. Seither sind wir Freunde. Später habe ich ihm mal ein paar Song-Ideen gezeigt und er wollte an dem einen was ausprobieren. Daraus ist dann ‹Aues Gloge› geworden. Büne hat auch bei der Musik die Zügel in die Hand genommen, Gitarre und Orgeln eingespielt und sogar im Refrain mitgesungen. Eine besondere Ehre.»

Über seine Texte:
«Ich mache grundsätzlich eher melancholische Musik. Auf dem neuen Album hat es sogar ein, zwei Songs, die etwas wütend sind. Das gefällt mir so. Das letzte Album war ein wenig zu friedlich.»

Über seine Freizeit:
«Ich bin seit drei Jahren Musiker und mache sonst nicht viel anderes. Ich habe Moderationen für eine Fernsehsendung geschrieben und bin Teil einer Storytelling-Agentur. Alles mit Sprache mache ich gern.»

Über seinen leicht gemischten Dialekt:
«Das benutze ich manchmal zu meinem Vorteil. Wenn sich das solothurnische ‹es goht› nicht reimt, dann möglicherweise das berndeutsche ‹es geit›.»

Über Ü-30:
«Ich freue mich darüber, dass es an meinen Konzerten Leute hat, die älter sind als ich. Ich finde es schade, dass in der Schweiz viele Leute nach dreissig denken: ‹Rap ist ja für junge Leute, ich bin jetzt erwachsen, da muss ich Indie hören oder so was.›»

Über seinen Erfolg:
«‹Monbijou› ist bald auch auf der neuen ‹Bravo Hits› zu hören. Das war nicht gerade ein Ziel, aber cool ist es trotzdem!»

Manillios Single «Monbijou» aus dem kommenden Album «Kryptonit»:


(Video: Youtube/ManillioVevo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lara am 14.04.2016 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    love manillio

    Manillio war schon immer mein Liebling.. mein gott den hab ich rauf und runter gehört.. mit "Stärne" wie ich finde einer der schönsten Songs von ihm.. nicht nur bla bla.. sonder tiefgründig was zum abschalten und trotzdem nachdenken..

  • Mimi am 14.04.2016 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bensch

    Vor 10 Jahren ist er jeweils mit Bensch aufgetreten - was ist eigentlich aus Bensch geworden?

    einklappen einklappen
  • Rabauke am 14.04.2016 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witer so!

    Ein sehr sympathischer Typ, muss man mal live erlebt haben. Stärne ist sowieso allgemein ein sehr guter Song. Würde ihm den Erfolg sehr gönnen, welcher wohl bald kommt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rabauke am 14.04.2016 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witer so!

    Ein sehr sympathischer Typ, muss man mal live erlebt haben. Stärne ist sowieso allgemein ein sehr guter Song. Würde ihm den Erfolg sehr gönnen, welcher wohl bald kommt.

  • Joshuke am 14.04.2016 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Mit diesem Dialekt sicher nicht, hinzu kommt noch das er überhaupt kein Flow hat.

  • lara am 14.04.2016 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    love manillio

    Manillio war schon immer mein Liebling.. mein gott den hab ich rauf und runter gehört.. mit "Stärne" wie ich finde einer der schönsten Songs von ihm.. nicht nur bla bla.. sonder tiefgründig was zum abschalten und trotzdem nachdenken..

  • Mimi am 14.04.2016 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bensch

    Vor 10 Jahren ist er jeweils mit Bensch aufgetreten - was ist eigentlich aus Bensch geworden?

    • Chrumm Turm am 14.04.2016 13:51 Report Diesen Beitrag melden

      Bin mir nicht sicher, aber...

      So viel ich weiss ist er Lehrer in Solothurn...

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