Gossip im Interview

07. Mai 2012 20:48; Akt: 08.05.2012 09:17 Print

«Ich wollte nie zu den Coolen gehören»

Am 11. Mai erscheint das neue Album «A Joyful Noise» von Gossip. Im Interview mit 20 Minuten Online sprachen Beth Ditto und ihre Bandkollegen über Punk, Mode und die Schweiz.

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«A Joyful Noise» ist euer fünftes Studioalbum. Was ist neu?
Beth Ditto:
Es hat viel mehr elektronische Elemente und meine Stimme steht mehr im Zentrum.

Wo sind eure Punk-Wurzeln noch sichtbar?
Hannah Blilieh: Unsere ganze Art zu performen. Die Energie, die gesamte Punk-Mentalität, es muss nicht immer alles ­perfekt sein. Wichtiger ist die Verbindung zum Publikum.

Beth, du bist mittlerweile zur Ikone und Muse avanciert. Wie hat dich das verändert?
Ditto: Ich habe viel über Mode und Stil gelernt. Ich mag diese Szene, sie ist so wunderbar exzentrisch und mehr gay. Rockmusik dagegen ist extrem von Männern dominiert. Aber ich sah mich nie als Muse. Dass Lagerfeld mich zur Muse ernannt hat, sagt wohl viel mehr über ihn als über mich.

Was ratet ihr Menschen, die ebenfalls unkonventionell sind?
Ditto: Versuche nicht, etwas zu sein, was du nicht bist. Ich wollte nie zu den Coolen oder zu einer Szene gehören. Ich habe mein eigenes Ding durchgezogen.

Im Sommer steht ihr auch in der Schweiz auf der Bühne, etwa am Openair St. Gallen. Was verbindet ihr mit unserem Land?
Nathan Howdeshell: Der Dadaismus und viele tolle Künstler lebten hier. Eure Kultur ist sehr offen und freigeistig, das ist toll. Und ihr habt sicher das sauberste Land der Welt.