Pharrell Williams

14. Juli 2014 09:19; Akt: 14.07.2014 10:39 Print

«Ohne Frauen würden wir nicht überleben»

von Zoe Venakis - Der «Happy»-Star war Headliner beim Openair Frauenfeld. Wir haben mit Pharrell Williams über Frauen und das Geheimnis seiner ewigen Jugend gesprochen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Du warst eben in Montreux, jetzt in Frauenfeld. Hattest du ein wenig Zeit, dir die Schweiz anzusehen?
Auf dieser Reise nicht, aber ich bin schon paar Mal in der Schweiz herumgekommen. Das Land gefällt mir.

Ausser das Wetter.
Nein, ich mag das Wetter hier. Solange es nicht zu kalt ist, stört mich der Regen nicht.

Du hast dein Album «Girl» den Frauen gewidmet. Würdest du dich als Feminist bezeichnen?
Wenn Feminismus darin besteht, dass ein Mann und eine Frau ebenbürtig sind, dann schon.

Welchen Wert haben denn Frauen für dich?
Ohne Frauen würden wir nicht überleben. Wir Männer können keine Eier produzieren, Frauen aber schon. Da ist so viel, das Männer nie verstehen werden. Wir können dazu beitragen ein Baby zu machen, aber wir tragen es nicht neun Monate in uns. Wir wissen nicht, wie das ist. Es gibt einfach so viele Dinge, die Frauen durchmachen müssen. Sie halten unsere ganze Geschichte aufrecht. Wir haben viele Gesetze, die geändert werden müssen.

Was für Konsequenzen könnte es haben, wenn wir so weitermachen würden?
Würden Frauen unsere Wirtschaft lahmlegen wollen, müssten sie lediglich nicht mehr zur Arbeit gehen und nicht zu Hause aufkreuzen. So einfach könnte alles gestoppt werden.

Wie meinst du das?
Würden Frauen nicht mögen, wie unsere Spezies lebt, müssten sie sich alle an der Hand nehmen und sagen: Wir machen keine Babys mehr. Das wars dann. Das ist der Punkt, an dem unsere Spezies aussterben würde. Sie könnten das schneller tun, als man glaubt. Für mich ist es wichtig, dass man sich diesen Dingen bewusst ist und weiss, was wir Frauen alles durchmachen lassen.

Was für eine Bedeutung hat «Girl» für dich?
Als ich dieses Album machen durfte, dachte ich mir: Okay, warum produziere ich kein Album, auf dem ich mich auf meine Art und Weise von A bis Z bei der Frauenwelt bedanke? Von Dingen, die man von mir erwarten könnte wie zum Beispiel: Wow, ihre Augen. Wow, ihr Body. Das erwarten die Leute von mir und auf dieser Art kennen mich die Menschen schon. Aber auf der anderen Seite wollte ich eine andere Perspektive miteinbeziehen, die soziale Ungerechtigkeit zum Beispiel. Dinge, bei denen man auf den Tisch hauen und sie ändern sollte. Es ist 2014, ein Jahr vieler Veränderungen für die Frauenwelt. Es ist an der Zeit, dass jeder hinter einem steht, Frauen sowie Männer.

Was wäre die Lösung?
Stell dir eine Welt vor, die zu 75 Prozent aus Frauen bestünde und die Führung auch ihnen überlassen wäre. Das würde eine total andere Welt sein. Das ist das, wonach wir suchen.

Du bist 41, aber dein jugendliches Aussehen sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Was ist dein Geheimnis?
Meine Mutter und mein Vater. Und ich trinke auch sehr viel Wasser.

Schon bald ist Pharrell wieder in der Schweiz: Am 21. September tritt er im Zürcher Hallenstadion auf.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stan Kubrick am 14.07.2014 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    20 Jahre Büro erfahrung

    haben mir gezeigt das Frauen nicht in Harmonie zusammen leben können, auch mit Macht können sie genau so schlecht umgehen wie manche Männer! Es geht nicht ums Geschlecht es geht um den Charakter des Indevideums! Ach ja bei vielen Geheimdiensten waren und sind Frauen oft die schlimmsten Folterknechte also von wegen einfühlsam, Frauen können genau so grausam und abscheulich sein wie Männer!

    einklappen einklappen
  • Mateo am 14.07.2014 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haha

    Nachdem er für "Blurred Lines" Kritik von Frauen einstecken musste, übertreibt erves jetz ein wenig, der kleine Schleimer.

    einklappen einklappen
  • Valon am 14.07.2014 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ich ziehe meinen Hut

    Wow ich bin begeistert, Pharell Williams weiss doch tatsächlich, wie Kinder gezeugt werden. Chapeau!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 15.07.2014 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Klar wären wir schon ausgestorben!

    Mit dem Kinderwunsch der Männer wäre die Welt bestimmt um ein paar Milliarden Menschen ärmer. Aus dieser Perspektive kann man den Frauen die Schuld der Überbevölkerung in die Schuhe schieben! ;-D

  • Hans Grunder am 15.07.2014 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt dank Männer

    Wow was für ein Genie. Was denkt er denn, was passieren würde, wenn alle Männer zuhause bleiben würden? Wer baut unsere Infrastruktur aus, damit wir alle ein Dach über dem Kopf haben? Wir würden ohne männliche Innovationen doch noch immer in Höhlen hausen. Schleimerei!

  • N.B am 15.07.2014 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Schön und gut was er da erzählt, aber als Openair Frauenfeld Besucherin, einfach nur enttäuscht von seinem Auftritt! Würde ganz bestimmt kein Konzert mehr von ihm besuchen. Playback und ein total unmotivierter Ausdruck auf der Bühne...

  • Petra am 14.07.2014 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Der gute Pharell...

    sollte erstmal seine Lieder richtig singen können, nicht nur Playback-performen, sowas von peinlich.

  • charly am 14.07.2014 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    War anscheinend in der Schule.

    wow. Ein richtiger schnell Denker.